Inhalt - 01.07.13 AP 2014-17

Letzte Chance für eine Anpassung der AP 14-17

Standpunkt vom 1. Juli 2013

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) hat dem Bundesamt für Landwirtschaft im Rahmen der Anhörung der Verordnungen zur Agrarpolitik 2014-17 eine über 90 Seiten umfassende Stellungnahme zugestellt. Diese ist das Ergebnis eines langen demokratischen Prozesses und eines enormen Einsatzes der landwirtschaftlichen Organisationen. Der SBV hat von seinen Mitgliedern, das heisst von den kantonalen Bauernverbände und den Fachorganisationen, rund 50 Stellungnahmen erhalten. Eine interne SBV-Arbeitsgruppe „Agrarpolitik“, der Vorstand und schliesslich die Landwirtschaftskammer des SBV haben eine Synthese vorgenommen, die verschiedenen Meinungsverschiedenheiten aus dem Wege geräumt und die Prioritäten festgelegt. Die Stellungnahme beinhaltet ausgewogene Lösungen für die verschiedenen Regionen und Produktionsbranchen, sie ist punkto Finanzierung glaubwürdig und respektiert ausserdem den Willen des Parlaments. Bei folgenden zentralen Punkten besteht grosse Einigkeit: 

  • Erhöhung der Versorgungssicherheitsbeiträge für offenes Ackerland und Dauerkulturen
  • Einführung eines Beitrags für Einzelkulturen für Futtergetreide
  • Höhere ethologische Beiträge (BTS und RAUS)
  • Grössere Flexibilität im Rahmen der Beiträge für graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion
  • Korrekturen bei den Anforderungen bezüglich Mindesttierbesatz
  • Vereinfachung der Verfahren und Anforderungen im Rahmen des ökologischen Leistungsnachweises und der neuen fakultativen Programme.


Der SBV erwartet vom Bundesamt für Landwirtschaft, auf die Forderungen der landwirtschaftlichen Organisationen einzugehen. Sie vertreten die Bauernfamilien, welche diese neue Agrarpolitik auf ihren Betrieben umsetzen müssen. Das nicht oder nur teilweise berücksichtigen der vom SBV vorgeschlagenen Anpassungen würde zweifellos zu einer Verhärtung der Fronten in den kommenden Jahren führen, was letzten Endes niemandem zu Gute kommt.

Francis Egger, Leiter Wirtschaft, Bildung und Internationales, Schweiz. Bauernverband