Inhalt - Gentechnologie

Die Schweizer Landwirtschaft ist konsequent gentechnikfrei

Seit 2005 gilt in der Schweiz ein Gentechmoratorium. Inzwischen wurde dies 3 mal verlängert, letztmals sprach sich das Parlament 2017 auf Vorschlag des Bundesrates für eine Verlängerung aus. Das aktuelle Moratorium ist bis Ende 2021 befristet. Damit bleibt die Schweizer Landwirtschaft auch in Zukunft konsequent gentechnikfrei und ein Konsumentenanliegen bleibt erfüllt.

Der Schweizer Bauernverband sieht nach wie vor keine überzeugenden Gründe, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zuzulassen. Solange die Bevölkerung der Gentechnologie kritisch gegenübersteht, und die Konsumenten „ohne Gentechnik“ hergestellte Produkte fordern, soll die Schweizer Landwirtschaft als Ganzes auf dieses Qualitätsmerkmal setzten. Eine Koexistenz mit GVO-Kulturen würde bei den heute geltenden Toleranzwerten beträchtliche Kosten – bei der Produktion, der Verarbeitung und in der Administration – mit sich bringen. Kosten, welche die Schweizer Produktion unnötig verteuern, zumal die heutigen GV-Sorten für die Schweizer Landwirtschaft wirtschaftlich nicht interessant sind.

Zu diesem Schluss kamen auch die landwirtschaftlichen Projekte aus dem Nationalen Forschungsprogramm NFP59, ebenso der „Bericht zu Kosten-Nutzen von gentechnisch veränderten Pflanzen“ des Bundesrates. Dieser kommt zum Schluss, dass eine Koexistenz a) zurzeit nicht konkurrenzfähig und b) nicht mit den Werten der Schweizer Landwirtschaft vereinbar sei sowie c) für die Landwirte finanzielle Einbussen mit sich bringen würde. Die Weiterentwicklung der Technologien, insbesondere Forschung im Bereich der neuen Züchtungsverfahren NZV soll durch das Anbaumoratorium aber nicht behindert werden.

Stand der Dinge der Diskussionen rund um die Gentechnik in der Schweizer Landwirtschaft:

 

2013

 

2012

 

2011

 

2009

 

2008

 

2007

 

2006

 

2005