Inhalt - Hanf

Hanfanbau in der Schweizer Landwirtschaft

Der Hanfanbau zur Gewinnung von Betäubungsmitteln ist verboten. Für andere Zwecke ist der Anbau erlaubt. Cannabisprodukte mit einem THC-Gehalt von unter einem Prozent sind nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt und werden deshalb zunehmend kommerziell verwertet. Vor allem Produkte mit dem nicht-berauschenden Wirkstoff Cannabidiol (CBD) gewinnen an Bedeutung.

Der Anbau von Hanf- Sorten, welche auf der europäischen Sortenliste aufgeführt sind, ist in der Schweizer Landwirtschaft möglich. Diese Sorten der EU Sortenliste haben einen THC Gehalt von max. 0.3%. Wenn zertifiziertes Saatgut von diesen Sorten verwendet wird, ist der Hanf-Anbau zulässig. Für die Kontrolle müssen die Belege mit der Herkunft des Saatgutes, der Menge des Saatgutes (Lieferschein) und der Zweckbestimmung des Erntegutes (Anbauvertrag) bereitgehalten werden. Hanfproduzenten müssen damit rechnen, dass sie durch die zuständigen Behörden kontrolliert werden.

Bei Landwirtschaftsbetrieben, die Direktzahlungen erhalten, wird Hanf auf dem Flächenformular des BLW unter dem Code 535 erfasst. Auf kantonaler Ebene wird empfohlen, den zuständigen Behörden jedes Vorhaben im Zusammenhang mit dem Anbau von Hanf zu melden. In manchen Kantonen ist diese Meldung zwingend. Laut Direktzahlungsverordnung ist Hanf eine nicht beitragsberechtigte Kultur.

Weitere Informationen

Hanfsorten, die in der Europäischen Gemeinschaft zugelassen sind, sind auch in der Schweiz zugelassen (Art. 20 Bst. a und Art. 27 Abs. 1 Bst. c der Saat- und Pflanzgut-Verordnung des WBF, SR 916.151.1). Link zur Europäische Sortenliste/Katalog.

Beim Bundesamt für Landwirtschaft ist der Fachbereich Pflanzengesundheit und Sorten für den Hanfanbau zuständig.

Grafik: Hanf Gesetz (BLW)