Inhalt - Direktverkauf

Direktverkauf

Generell gilt für den Direktverkauf:   

  • Bei Holzgebinden (Harassen) ist ein Rückgabepfand von Fr. 5.-- bis Fr. 10.-- zu verrechnen.
  • Bei Labelproduktion ist der jeweils höhere Preis massgebend. Im Interesse einer guten Sache, soll nur absolut gute Ware in einwandfreier Qualität  verkauft werden.
  • Beim Obst ist vor allem auf gute Reife (nicht überreif, fettig) und Vollentwicklung zu achten. Bei grösseren Mengen (Harasse, sackweise) ist eine Preisermässigung von zirka 10 - 20% angemessen.
  • Das Lebensmittelgesetz muss eingehalten werden.
  • Der Landwirtschaftsbetrieb muss die Selbskontrolle im Direktverkauf führen. Entsprechende Unterlagen erhalten Sie bei den Landwirtschaftllichen Beratungsdiensten oder bei AGRIEDA Lindau (ZH).
Erklärungen zur Preisgestaltung
  • Die Preisempfehlungen verstehen sich als Mindestpreise und sind nach oben offen
  • Die Preisempfehlungen kommen durch Vergleiche mit dem Detailhandel, Kalkulationen und Erfahrungen diverser Akteure im Direktverkauf zustande.

 

Preisbildung

Preisvergleiche mit dem Detailhandel:
Konsumenten akzeptieren nur bis zu einem gewissen Grad höhere Preise als im Detailhandel.
Das abschätzen von möglichen Mehrpreisen variiert von Produkt zu Produkt.

 

Preissegmentierung von Bauernhofprodukten:

Je nach Produkt werden unterschiedliche Preise im Vergleich zum Detailhandel erwartet. Zum Beispiel bei Kartoffeln, Obst, Milch und Fleisch sind es tiefere Preise. Im Gegensatz werden für besondere Weine, verarbeitete und sonstige originelle Produkte vom Bauernhof, höhere Preise akzeptiert.

 

Marketingstrategie in der Direktvermarktung:

Wie werden die Produkte positioniert? Topqualität, Standardqualität oder preisgünstige Produkte in grossen Mengen? Bei der Wahl der Strategie spielt das vorhandene Kundepotential und die regionalen Gegebenheiten (Stadt/Land) eine entscheidende Rolle.

 

Grundsätze

Die Produktionsmenge und rationelle Verarbeitung hat einen grossen Einfluss auf die Preisgestaltung. Verarbeitete bäuerliche Produkte können daher preislich nicht mit Grossverteilern konkurrenzieren. Bäuerliche Produkte sollten sich von Massenartikeln, klar unterscheiden oder abheben, um einen höheren Preis zu rechtfertigen.

Direktvermarkter kommen nicht darum herum ihre Kosten zu analysieren und ihre Preise zu kalkulieren.
Besonders wichtig ist dies bei verarbeiteten Produkten, da bei der Herstellung und Variationen der Produkte, individuell grosse Unterschiede bestehen.
Preisempfehlungen bilden einen Orientierungspunkt.

 

Verkaufsargumente für Direktvermarkter
  • Persönlicher Bezug zum Produzent und der Gegend
  • Wissen der Herkunft und Produktionsweise der Produkte
  • Charakteristische Eigenheiten der Produkte wie Geschmack, Qualität, Frische, Zusammensetzung, Originalität,…

 

Hilfsmittel zum Thema

Merkblatt: „Direktvermarktung - Die Preise richtig festzulegen, lohnt sich“,als Download auf www.agridea.ch

Weitere Broschüren, Merkblätter und Arbeits-Hilfsmittel für die Direktvermarktung finden Sie unter folgendem Pfad: AGRIDEA-Lindau / Fachgebiete / Markt und Innovation / Direktvermarktung