Inhalt - 17.03.17 Kühe werden knapper

Hans Rüssli

Kühe werden knapper

Marktkommentar vom 17. März 2017 in der BauernZeitung

 

Kühe werden auch den kommenden Sommer auf Fr. 8.50 je kg SG für die Qualität T3  steigen. Das sagt Hubert Jungo, Geschäftsführer der Freiburgischen Viehverwertungs-Genossenschaft, voraus. Dies treffe zu, wenn die Umstände wie jetzt März bleiben. Das heisst, der Rindfleischkonsum bleibt weiterhin gut, es gibt keine übermässigen Rindfleischimporte, Milchbauern steigen trotz tiefem Milchpreis nicht massenhaft aus der Milchproduktion aus und die Futterversorgung bleibt genügend.

Laufende Woche steigen die Kuhpreise um 10 Rp. auf Fr. 8.00 für T-3-Kühe. Auf öffentlichen und von Proviande überwachten Märkten werden ganz besonders die leerfleischigen Kühe ohne Fettabdeckung tüchtig überboten. Proviande hat für die Zeit vom 20. März bis Ostern Importe von 1300 Tonnen (t) Kühe in Hälften beantragt. Dazu kommen 550 t Importe von Rinder-Nierstücken. Die guten Kuhpreise stützen den Bankviehmarkt, deshalb blieben die Preise von Muni, Rinder und Ochsen T3 auf 9 Franken stabil. Bankvieh von ungenügender Qualtität wird wegen der hohen Kuhpreise als Verarbeitungsfleisch verwendet, das stützt den Bankviehmarkt und hält die Preise stabil. Weil die Zahl der Milchkühe ständig sinkt, gibt es auch weniger Tränkekälber auf dem Markt. Die Preise der AA Kälber steigen um 50 Rp. auf Fr. 9.50 für Stierkälber und auf Fr. 8.20 für Kuhkälber und die Preise der A-Kälbermast steigen auch um 50 Rp. auf Fr. 4.30 ab Geburtsstall.

Hans Rüssli, SBV