Hauptinhalt

Qualität der Lämmer ist wichtig

Marktkommentar vom 03. Mai 2019 in der BauernZeitung

Nach monatelangem Verharren auf Fr. 11.10 ist endlich Bewegung beim Lammpreis auf dem Markt festzustellen. Die Wanderherden durften im vergangenen Winter von gutem Wetter profitieren. Zum Winterende wurden viele Tiere aus den Herden mit ausgezeichnetem Ausmastgrad geschlachtet. Trotz des höheren Angebots sind die Preise in dieser Zeit nicht gesenkt worden. Die Aktivitäten der Abnehmer werden von den Produzenten sehr geschätzt. Die rückläufigen Auffuhren an den öffentlichen Märkten und die freundliche Nachfrage führten ab 29. April zu einer Preiserhöhung von 30 Rp. je Kilo Schlachtgewicht auf Fr. 11.60 für T3-Lämmer.  Abgehende Mutterschafe waren in der letzten Zeit zurück gestaut, daher hat sich deren Preis nicht erhöht. Es ist zu hoffen, dass die angestauten Mutterschafe bald verwertet werden und der Preis für ältere Schafe ansteigt. Klar zu beobachten ist, dass vor muslimischen Feiertagen in der Schweiz Lämmer und Schafe sehr gesucht sind. In den kommenden Wochen sind Lämmer laufend abzusetzen. Die Qualität bleibt zentral, der Ausmastgrad 3 bei den Schlachtkörpern sollte erreicht werden. Konsumenten,  die ein gutes Produkt im Laden kaufen,  machen Werbung für Schweizer Lammfleisch und sie werden wieder Schweizer Lammfleisch kaufen.

Peppino Beffa

Präsident Schweizer Schafzuchtverband

Weitere Beiträge zum Thema

Statistik der Woche
Woche 31-2022

12.08.22 | Die Zahl der Abschlüsse im Berufsfeld Landwirtschaft entwickelt sich trotz dem Rückgang der Landwirtschaftsbetriebe stabil. In den letzten 20 Jahren hat höchstens die Zahl der abgeschlossenen höheren Fachprüfungen (2021: 112 Abschlüsse) abgenommen. Die Abschlüsse des Fähigkeitszeugnisses (2021: 1131 Abschlüsse) und der Berufsprüfung (2021: 323 Abschlüsse) entwickeln sich weitgehend stabil. Mehr Angaben zum Thema Bildung sind in der aktuellen Ausgabe des Kapitels 12 der Publikation «Statistische Erhebungen und Schätzungen» verfügbar.

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
Agristat Aktuell 07-22: Dünger: Preis- und Importentwicklung in Zeiten der Unruhe

11.08.22 | Die Düngerimporte der Schweiz sind über die letzten Jahre mehrheitlich konstant geblieben. Dünger werden vorwiegend via Schiff- und Strassenverkehr eingeführt. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Nachbarländer sowie Belgien und die Niederlande. Aus Russland wird seit dem März 2022 kein Dünger mehr importiert. Aufgrund der Corona-Krise und dem Krieg in der Ukraine sind die Düngerpreise so stark gestiegen, wie dies seit 2008 nicht mehr der Fall war. Die hohen Preise können weltweit und auch in der Schweiz zu tieferen Erträgen im Pflanzenbau führen.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juli 2022

11.08.22 | Der Juli 2022 war sehr heiss, sonnig und trocken. Er war der viertwärmste Juli seit Messbeginn 1864. Nur in den Jahren 2015, 2006 und 1983 war der Juli im Mittel noch wärmer. Die ausgeprägten Hochdruckverhältnisse liessen nur selten Niederschläge zu. Die Monatssummen blieben in der ganzen Schweiz deutlich unter der Norm 1991–2020. In einigen Gebieten fiel weniger als ein Drittel der Norm. Regional herrschte eine ausgeprägte Wasserknappheit, zum Beispiel im Südtessin, in Teilen der Westschweiz und im Kanton Schaffhausen. Der trockene Juli schuf zwar gute Bedingungen für die Getreide- und Rapsernte, die übrigen Kulturen litten jedoch an vielen Orten an akutem Wassermangel, da schon in den Vormonaten wenig Niederschläge gefallen waren. Mit 4374 Meldungen wegen Hagelschlag wurden im Juni 2022 weniger Schäden als im diesbezüglich extremen Monat Juni des Vorjahres (6980 Schadenmeldungen) registriert. Der Wert ist jedoch ebenfalls überdurchschnittlich hoch (Tabelle 1.5). Bei den Elementarereignissen fielen in drei der letzten zehn Jahre (2013, 2016, 2021) mehr als die aktuell 461 Meldungen an (Tabelle 1.6).

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 30-2022

29.07.22 | Betrachtet man die Düngereinfuhren der Schweiz nach Transportmittel, zeigt sich, dass rund die Hälfte mit dem Schiff über den Rhein in die Schweiz gelangt. 40 % werden über die Strasse in die Schweiz befördert. Rund 20 Kilo-tonnen (8,3 %) werden mit der Bahn eingeführt. Der Luftverkehr spielt bei den Düngereinfuhren keine nennenswerte Rolle. Ausgewertet wurde das Nettoeinfuhrgewicht des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Es ist gut möglich, dass in Zukunft während längeren Perioden mit tiefen Wasserpegeln vermehrt auf die Strasse ausgewichen werden muss.

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 29-2022

22.07.22 | Die Kosten der Landwirtschaftsbetriebe nehmen seit Ende 2021 aufgrund steigender Produktionsmittelpreise immer stärker zu. Entsprechend steigen tendenziell auch die Preise der landwirtschaftlichen Produkte an. Die grosse Ausnahme ist der Preis für Schlachtschweine: Der Basispreis ist auf 3.30 Franken pro Kilogramm Schlachtgewicht gesunken. So tief lag der Preise letztmals im Jahr 2011. Vor zwei Jahren lag der Preis noch bei 4.85 Franken. Dabei nimmt die Produktion seit 2012 langfristig betrachtet ab. Eine leichte Ausdehnung des Angebots um ca. 5 % im Verlauf der beiden Corona-Jahre 2020/2021 hat jedoch dazu geführt, dass der Markt aktuell übersät-tigt ist. Für die Schweinezüchter ist die Situation angesichts sinkender Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Kosten mehr als ungemütlich. In der Grafik wird für die Produktionsmenge und den Produzentenpreis der Trend über 12 Monate angezeigt.

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 28-2022

15.07.22 | Stickstoffdünger (Ammoniumnitrat, Harnstoff und weitere Stickstoffdünger) werden über das ganze Jahr eingeführt, mit einem deutlichen, saisonalen Peak in den Monaten August bis November. Grosse Mengen kommen aus Deutschland und den Niederlanden. Russland weist vor allem beim Harnstoff grosse Anteile auf. Die Einfuhren aus Russland sind im April und Mai 2022 auf Null gesunken. Dafür ist Ägypten in die Bresche gesprungen. In der vorliegenden Grafik sind jeweils die Herkunftsländer abgebildet; wo die Dünger effektiv hergestellt wurden, kann anhand der vorliegenden Daten nicht eruiert werden.

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
Agristat Aktuell 06-22: Hof- und Recyclingdünger im HODUFLU: Anteile, Entwicklung und Relation

11.07.22 | Die Mengen und Lieferungen nehmen im HODUFLU seit 2014 zu. Rund zwei Drittel der Lieferungen finden innerhalb der Landwirtschaft statt; bei einem Drittel sind Vergärungs- und Kompostierungsanlagen als Abnehmer oder Abgeber involviert. Jede fünfte Lieferung geht über eine Kantonsgrenze. Erwartungsgemäss liefern in der Tendenz Kantone mit einer hohen Viehdichte an Kantone mit viel Ackerflächen. 2021 entsprach die HODUFLU-Gesamtmenge 12,9 % der Schweizer Gesamt-Düngermenge. Aufgrund der steigenden Mineraldüngerpreise wird die Nachfrage nach Hof- und Recyclingdünger wohl weiter zunehmen.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juni 2022

11.07.22 | Der Juni 2022 war der zweitheisseste seit Messbeginn 1864. Nur der Juni des Jahres 2003 wies eine noch höhere Durchschnittstemperatur aus. An mehreren Messstandorten stiegen die Tageshöchstwerte auf neue Junirekorde. Die Niederschlagssummen blieben verbreitet unterdurchschnittlich. Damit setzte sich das mehrheitlich trockene Wetter der Vormonate fort (Tabelle 1.2).

Mehr lesen