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Corona-Krise: Fragen & Antworten für die Landwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 03.04.20 / 08:00 Uhr

 

Haben Sie eine Frage im Zusammenhang mit dem Corona-Ausnahmezustand und finden die Antwort weder in unseren Fragen & Antworten hier noch in jenen des BLW (Link ganz unten)? Dann senden Sie uns ein Mail an: corona@hellosbv-usp.ch

Märkte und Versorgung

Frage  Antwort
Dürfen Hofläden noch betrieben werden?Ja. Lebensmittelläden und damit auch die Hofläden auf den Bauernbetrieben dürfen betrieben werden. Die Hofläden müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit einhalten. Dazu gehören Hygienemassnahmen wie gründlich Händewaschen, Hände nicht schütteln sowie genügend Abstand zu anderen Personen sicherstellen. Das kann weiter heissen, die Anzahl Kundinnen und Kunden zu begrenzen, die gleichzeitig im Laden sind. Eine Bewirtung der Kundschaft (z.B. Besenbeizen etc.) ist untersagt.
Sind Markstände und Wochenmärkte erlaubt?

Am 16. März verbot der Bundesrat Wochenmärkte. Gemäss der Präzisierung des Bundesrats vom 18. März ist ein einzelner Lebensmittelmarktstand den Lebensmittelläden gleichgestellt und darf somit betrieben werden. Die Abstandregeln müssen aber auch hier eingehalten werden können. Ebenfalls möglich sind Lieferdienste.

Die BauernZeitung hat zudem eine interaktive Karte aufgeschaltet, auf der Bauernfamilien ihr Angebot für Hauslieferdienste sichtbar machen können.

In der UFA-Revue online gibt es einen Artikel mit wertvollen Hinweisen für alternative Absatzkanäle und die Vermarktung über andere  Gemüse-Vermarktungs-Plattformen.

Wie sieht die Situation mit dem Verkauf von Saatgut und Setzlingen aus?Der Bundesrat lehnte am 20. März einen Antrag ab, den Verkauf von Saatgut und Setzlingen für private Gärten in den Läden (und damit auch Hofläden) wieder zuzulassen. Was aber erlaubt ist, ist eine Art «Take away» für Saatgut uns Setzlinge einzurichten, der vorgängig per Telefon oder online bestellte Ware abgibt. Ebenso darf bestellte Ware nach Hause geliefert werden. Für die Landwirtschaft ist die Versorgung mit Saatgut und Setzlingen gewährleistet. 
Weil die Restaurants geschlossen sind, kommen gewisse Märkte unter Druck. Sind Massnahmen vorgesehen?Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf die Märkte. Bei einigen Produkten steigt die Nachfrage, bei anderen sinkt sie. Die Schliessung der Gastronomie belastet v.a. den Wein- und den Fleischmarkt (Rind- und Kalb). Für die Weinproduzenten stehen aktuelle Massnahmen zur Liquiditätssicherung im Zentrum. In Abklärung ist, in wie weit die betroffenen Betriebe auch von den Massnahmen im Bereich der Erwerbsausfallentschädigung profitieren können. Im Fleischmarkt nimmt der Verwaltungsrat der Proviande regelmässig eine Situationsanalyse vor. Zur Entlastung des Rind-, Kalb- und Gitzimarktes arbeitete er ein umfassendes Massnahmenset aus, das nun beim Bundesrat liegt. Die Produzenten sind aufgefordert, die Kühe zurückzuhaltend und nur sehr dosiert zu liefern. 
Ist die Versorgung mit Vorleistungen für die Landwirtschaft gewährleistet?Ja. Aus heutiger Sicht ist die Versorgung mit Dünger, PSM und Saatgut gesichert. Einzig beim Saatmais könnte es gewisse Verzögerungen geben. Auch bei den Futtermitteln sollte es keine Engpässe geben. Im Notfall hat die Schweiz Pflichtlager.
Werden Massnahmen in Erwägung gezogen, Ausschöpfung der Möglichkeiten zur kurzfristigen Anpassung des Produktionsportfolio, z.B. Gemüse statt Tabak?Der SBV hat diese Frage mit dem Bundesamt für Landwirtschaft und dem Bundesamt für Wirtschaftliche Landesversorgung geklärt. Diese sehen keinen Bedarf für eine Anpassung der Kulturen. 

Können öffentliche Schlachtviehmärkten durchgeführt werden?

Gemäss den neusten Aussagen des Bundes sind öffentliche Schlachtviehmärkte verboten.

Arbeitskräfte & Arbeitsrecht (gilt auch für Alppersonal)

FrageAntwort
Was muss ich als Betriebsleiter mit Angestellten beachten?Grundsätzlich gilt es, die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit umzusetzen. Speziell ist darauf zu achten, dass die Leute regelmässig die Hände mit Seife waschen können und dass im Grundsatz auch beim Arbeiten genügend Abstand (2 Meter) gewahrt bleibt. Besonders gefährdete Personen wie Leute über 65 oder solche mit Vorerkrankungen sollten nicht zur Arbeit auf den Betrieben erscheinen oder so arbeiten können, dass sie keinerlei Kontakt mit anderen Menschen haben. Die Mitarbeitenden müssen sich zudem auch in der Freizeit an die Vorgaben des Bundes halten und sollten sich nicht mit anderen Menschen ausserhalb ihres Haushalts treffen. 
Gibt es für ausländische Arbeitskräfte Reiseeinschränkungen wegen den neu eingeführten Grenzkontrollen?Ja, es gibt Einschränkungen, aber die Situation ändert sich laufend. Nach aktuellem Kenntnistand (27.03.2020) ist die Durchreise durch Deutschland möglich. Den aktuellen Stand in den verschiedenen Ländern kann man hier abrufen (nur in Englisch).
Können ausländische Arbeitskräfte (EU-/EFTA-Staaten) noch in die Schweiz einreisen?

Damit die Einreise an der Schweizergrenze möglich ist, müssen neben dem Reisedokument eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • einen gültigen Aufenthaltstitel: Kurzaufenthaltsbewilligung (L-Ausweis), Aufenthaltsbewilligung (B-Ausweis), Grenzgängerbewilligung (G-Ausweis), Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) oder
  • eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung oder
  • als freizügigkeitsberechtigte Person einen beruflichen Grund für die Einreise in die Schweiz haben und eine Meldebestätigung besitzen
 
Wie erhalte ich (Arbeitgeber) eine Meldebestätigung?Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer im Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit (bis 90 Kalendertage pro Kalenderjahr) erfassen. Die Meldung wird nachher vom Kanton kontrolliert. Sobald die Meldung bewilligt ist erhält der Arbeitgeber die Meldebestätigung per E-Mail. Dieses Dokument muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zustellen, denn diese positive Meldebestätigung benötigt der Arbeitnehmer für die Einreise in die Schweiz. Diese Meldung ist einfach und gratis. In Durchschnitt werden Meldungen innerhalb weniger Arbeitstage bearbeitet, in der aktuellen Situation kann es aber auch länger dauern.
Kann ich (Arbeitgeber) die gemeldeten Daten im Meldeverfahren wieder ändern?

Eine erfolgreich gesendete Meldung kann online weder mutiert noch angeschaut werden. Folgende Änderungen müssen Sie an die zuständige kantonale Behörde per E-Mail melden. Die Adressen finden Sie hier.

  • Verschiebung des Einsatzes auf einen späteren Zeitpunkt
  • Änderung der Einsatzdauer (Verlängerung oder Verkürzung)
  • Arbeitsunterbruch

Für alle anderen Änderungen muss eine neue Online-Meldung ausgefüllt werden. In allen erwähnten Fällen muss die neue Meldung einen Verweis auf die bereits erfolgte Meldung beinhalten.

Kann ein Arbeitnehmer, welcher mit einer Meldebestätigung (für 90 Tage) einreiste, verlängert werden?Spätestens zwei Wochen vor Ablauf der Meldebestätigung muss die Verlängerung (z.B. Erhalt einer L-Bewilligung) via die Gemeinde beantragt werden.
Wer ist zuständig für die Umsetzung des Meldeverfahrens?Die Umsetzung der kurzfristigen Erwerbstätigkeit (bis 90 Tage) ist kantonal geregelt. Weitere Informationen erhalten Sie bei den kantonalen Behörden für das Meldeverfahren. Die Kontaktdaten finden Sie hier.
Wie erhalte ich eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung?

Zusicherung für eine kurzfristige Erwerbstätigkeit bei einem Schweizer Arbeitgeber ab drei Monaten bis maximal vier Monate oder 120 Tage im Kalenderjahr: Da die Tätigkeit 90 Tage überschreitet, ist das Meldeverfahren nicht anwendbar. Es ist eine Zusicherung, welche gleichzeitig als Bewilligung gilt, beim Kanton zu beantragen. Der Arbeitgeber muss ein Gesuch für vier Monate beim der kantonalen Behörde (je nach Kanton ist das Migrationsamt oder das Arbeitsamt zuständig) einreichen. Die meisten Kantone verlangen für die Gesuchsprüfung neben dem offiziellen Gesuchsformular, den Arbeitsvertrag und eine Kopie eines gültigen Reisepasses oder Identitätskarte. Dieses Verfahren ist kostenpflichtig. Für die Einreise in die Schweiz benötigt der Arbeitnehmer die Zusicherung.

Zusicherung der Kurz-/Aufenthaltsbewilligung für eine Erwerbstätigkeit bei einem Schweizer Arbeitgeber über drei Monate: Zuständig für das Ausstellen von Zusicherungen der Aufenthaltsbewilligung sind die Migrationsämter der Kantone. Für Fragen zu den genauen Formalitäten der Bewilligungserteilung (wo genau beantragen, welches Formular ausfüllen, wie lange dauert es etc.) wenden Sie sich bitte an die zuständigen kantonalen Behörden. Die entsprechenden Adressen finden Sie hier.

Kann die Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung verlängert werden?Spätestens zwei Wochen vor Ablauf der Zusicherung muss die Verlängerung (z.B. Erhalt einer L-Bewilligung) via die Gemeinde beantragt werden.

Wie kann ich als Betrieb zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Inland rekrutieren?

Wo kann ich mich melden, wenn ich Interesse haben, in den nächsten Wochen in der Landwirtschaft auszuhelfen? 
Der SBV hat eine Liste mit Plattformen zusammengestellt. Diese ermöglichen einerseits den Landwirtschaftsbetrieben ihren Bedarf an Arbeitskräften sichtbar zu machen. Andererseits können Interessierte dort mögliche Einsatzorte zu finden oder ihre Arbeitskraft auch aktiv anbieten.
Falls es auf Betrieben krankheitsbedingt zu Ausfällen kommt in den nächsten Wochen, wird die Nachbarschaftshilfe wichtig. Welche Punkte gilt Nachbarschaftshilfe bezüglich Arbeits- und Versicherungsrecht zu berücksichtigen?

Die Nachbarschaftshilfe zeichnet sich aus durch:

  • Spontaner Einsatz, Gefälligkeitscharakter
  • Keine oder geringe Entlöhnung
  • Kein primäres wirtschaftliches Interesse des Arbeitgebers

Diese Aushilfen unterstehen nicht der obligatorischen Unfallversicherung und sind somit nicht über eine allfällige bestehende Versicherung für Angestellt versichert.

In erster Linie müssen die Versicherungen der geschädigten Person für die Kosten aufkommen, oder Sie verfügen über eine «Aushilfeversicherung», welche einen Teil dieser Schäden deckt.

Gehen die Einsätze über solche «spontane» Einsätze hinaus, ist dies ein Arbeitsverhältnis, ihr Nachbar ist somit für diese Arbeiten Ihr Arbeitnehmer.

Dies charakterisiert sich durch:

  • Einsätze sind geplant/organisiert, evtl. regelmässig
  • Entschädigung mit Lohncharakter
  • Tätigkeit im wirtschaftlichen Interesse des Arbeitgebers

Solche Personen sind als normale Angestellte zu versichern, je nach Pensum und Dauer gemäss den Regelungen des UVG, BVG und des jeweiligen kantonalen Normalarbeitsvertrages.

Die Armee mobilisiert zurzeit Leute. Wie kann man sich davon befreien, weil man in der Landwirtschaft arbeiten muss?

Da es sich um eine Mobilisierung handelt, muss man einrücken, wenn man die eigene Einheit aufgeboten wird. Ein vorgängiges Dispensationsgesuch wie bei einem normalen Aufgebot ist nicht möglich. Nach dem Einrücken kann man aber umgehend mit einer entsprechenden Be-gründung (Arbeit ist wichtig für die Lebensmittelversorgung) ein Dispensationsgesuch stellen. 

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung uns in einem Schreiben bestätigt, dass die Landwirtschaftsbetriebe in der aktuellen Corona-Ausnahmesituation «systemrelevant» sind. Damit können sich die auf den Betrieben benötigten Arbeitskräfte vom Militär- Zivilschutz- und Zivildienstpflicht befreien lassen. 

Auch der Zivilschutz bietet Leute auf. Wie kann man sich davon befreien, weil man in der Landwirtschaft arbeiten muss?

Der Zivilschutz ist im Gegensatz zur Armee nicht national, sondern regional organisiert. Aber auch hier kann man sich mit einer Begründung (Arbeit ist wichtig für die Lebensmittelversorgung) dispensieren lassen. Falls diesem Gesuch nicht entsprochen wird, kann man sich an den kant. Bauernverband wenden und ihm Person und Aufgebotsstelle mitteilen. Dieser kann dann Kontakt aufnehmen und die Aufgebotsstelle auffordern, die betroffene Person zu dispensieren, weil sie dringend auf dem Betrieb benötigt wird.

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung uns in einem Schreiben bestätigt, dass die Landwirtschaftsbetriebe in der aktuellen Corona-Ausnahmesituation «systemrelevant» sind. Damit können sich die auf den Betrieben benötigten Arbeitskräfte vom Militär- Zivilschutz- und Zivildienstpflicht befreien lassen. 

Wie muss ich beim Verladen von Verladen von Poulets, Truten und Hennen sowie dem Einstallen von Küken und Junghennen vorgehen?Das folgende Merkblatt der Branche informiert über Organisations- und Vorbeugemassnahmen für das Verladen und Ausladen:
COVID_19_Vorbeuge_Gefluegelverlad_u_einstallung_d_def

Finanzielles

Gibt es für den Agrarsektor Zugang zur Kurzarbeitsentschädigung?

Einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) können die Arbeitgeber für Arbeitnehmende geltend machen, welche die obligatorische Schulzeit zurückgelegt, das AHV-Rentenalter aber noch nicht erreicht haben. Zudem müssen Arbeitnehmende in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis stehen

Die Ansprüche auf KAE wurden ausgeweitet:

  • Neu kann die Kurzarbeitsentschädigung auch für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen und für Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit ausgerichtet werden.
  • Neu soll der Arbeitsausfall auch für Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen, anrechenbar werden.
  • Ausserdem kann Kurzarbeitsentschädigung neu auch für arbeitgeberähnliche Angestellte ausgerichtet werden. Als arbeitgeberähnliche Angestellte gelten z.B. Gesellschafter einer GmbH, welche als Angestellte gegen Entlohnung im Betrieb arbeiten. Personen, die im Betrieb des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners mitarbeiten, können nun auch von Kurzarbeitsentschädigungen profitieren. Sie sollen eine Pauschale von 3320.- Franken als Kurzarbeitsentschädigung für eine Vollzeitstelle geltend machen können.
Landwirtschaftsbetrieben, welche nun zu wenig Arbeit haben (z.B. wegfallende Lieferung Gastrobetriebe) wird empfohlen ein Gesuch einzureichen. Die Formulare findet man hier oder beim Kanton.
Wie sieht es aus mit Entschädigung für den Erwerbsausfall aufgrund der gegen das Coronavirus auferlegten Massnahmen?

Ein Anrecht auf Entschädigung haben:

  • Selbstständigerwerbende, die einen Erwerbsausfall wegen einer bundesrechtlich angeordneten Betriebsschliessung oder des Veranstaltungsverbots erleiden, haben Anspruch auf die Entschädigung.
  • Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist.

Wenn Sie Ihren Betrieb aufgrund der Massnahmen des Bundesrates nicht gänzlich schliessen mussten, haben Sie im Grundsatz keinen Anspruch auf die Erwerbsausfallentschädigung. Betriebe, die aber substantielle Einkommensstandbeine schliessen mussten, sollten es trotzdem probieren. Wir empfehlen deshalb entsprechenden spezialisierten Anbietern von Gastrobetrieben, Eventlokalen oder Teilnehmern an Wochenmärkten einen Antrag auf Erwerbsersatzentschädigung zu stellen. Mehr Infos gibt es auf diesem Merkblatt 6.03 – Corona Erwerbsersatzentschädigung. Das Anmeldeformular ist hier zu finden.

Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten, wenn ein Betrieb wegen Einnahmeausfällen in finanzielle Bedrängnis kommt?

Der Bund gewährt auch den Landwirtschaftsbetrieben in Corona-bedingten Liquiditätsengpässen die Möglichkeit, rasch und unkompliziert einen zinslosen Überbrückungskredit zu beantragen. Dieser ist bei der Hausbank zu beantragen und wird vom Bund abgesichert. Mehr Infos zum Vorgehen für den ist hier zu finden.

Auch die zinsfreien Betriebshilfedarlehen zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses stehen weiter zur Verfügung. Anlaufstellen dafür sind die Kantone, in der Regel die kantonalen Kreditkassen.
Wer zahlt, wenn ein Mitarbeitender für 10 Tage in die Quarantäne muss und nicht arbeiten darf?Sofern ein Arzt die Quarantäne angeordnet hat, gibt es für Angestellte wie auch Selbständigerwerbende eine Corona-Erwerbsersatz-Entschädigung. Infos dazu gibt es auf diesem Merkblatt auf Seite 6. Das Anmeldeformular ist hier zu finden.

Berufsbildung

Können die Lernenden ihre Arbeit auf den Betrieben fortsetzen, auch wenn die Schulen geschlossen sind ? Unter welchen Bedingungen?Siehe Infoschreiben der Verbundpartner.
D: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_de_18.3.20.pdf
F: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_fr_18.3.20.pdf
I: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_it_18.3.20.pdf
Werden die Berufs- und Meisterprüfungen Landwirtschaft wie geplant durchgeführt? Ja. Wer den Abgabetermin vom 15. April 2020 für die Betriebsstudie bzw. Businessplan einhält, kann (sofern die Corona-Situation nicht gravierend ändert) das Diplom in diesem Jahr abschliessen. Daneben gibt es einen 2. Abgabetermin am 15.8.2020 für Kandidaten, die aus Corona-technischen Gründen den ersten Abgabetermin nicht einhalten konnten. In diesem Fall wird der Abschluss 2020 allerdings nicht möglich sein.  
Finden die Qualifikationsverfahren für die Lehrabschlussprüfung statt?

Ja, wenn auch in angepasster Form. Ein Steuergremium arbeitet auf nationaler Ebene an Mo-dellen für die Umsetzung. Wir warten den Bundesentscheid vom 9.4.2020 ab. Die OdA AgriAli-Form wird dann am 14. April 2020 über den Ablauf für das Berufsfeld Landwirtschaft entschei-den. 

Siehe Infoschreiben der Verbundpartner.
D: Info QV 19.3.20_de.pdf
F: Info QV 19.3.20_fr.pdf
I: Info QV 19.3.20_it.pdf

Werden die Abschlussprüfungen Bäuerin, eidg. FA, wie geplant durchgeführt?Im Moment bleiben die Prüfungsdaten 20.-24.4.2020 (Strickhof) und 4.5.2020 (Grangeneuve) erhalten. 
Finden die SwissSkills im September 2020 statt?Nach heutigem Stand des Wissens ja. Derzeit werden die Vorbereitungen dazu unverändert fortgesetzt. 
Kann ich als Lehrmeister vom Lernenden verlangen, dass er das Wochenende auf dem Lehrbetrieb verbringt?Nein, arbeitsrechtlich ist das nicht möglich. Sie können aber klare Vereinbarungen treffen (wenn notwendig schriftlich): die Lernenden müssen sich auch am Wochenende strikt an die Vorgaben des Bundes halten. 
Kann ich als Lehrmeister verlangen, dass der Lernende nach dem Wochenende zuhause bleibt?Auch das ist arbeitsrechtlich nicht möglich. Die ältere Generation auf den Betrieben muss sich schützen, wie andere ältere Personen auch: jeglichen Kontakt vermeiden. Die Vorgaben des Bundes müssen auf beiden Seiten umgesetzt werden. Zudem ist die Anordnung einer Selbstquarantäne des Lernenden an seinem Wohnort  auch ohne Krankheitssymptome möglich.  In diesem Fall ist aber weiterhin der volle Lohn geschuldet. Weil keine Erkrankung vorliegt, kann "Selbstquarantäne" grundsätzlich nicht über die Krankentaggeldversicherung abgerechnet werden.
Wäre es sinnvoll, wenn die Lernenden in dieser Zeit nicht zwischen dem Lehrbetrieb und zuhause pendeln, sondern sich für den Verbleib auf einem der beiden Betriebe entscheiden? Ja, das ist sinnvoll und kann im gegenseitigen Einvernehmen so gemacht werden. 

Diverses

FrageAntwort
Welche vorsorglichen Massnahmen sind auf Betrieben mit Nutztierhaltung zu treffen, um für den Fall eines Ausfalls der Betriebsleitung gewappnet zu sein? Sie finden hier ein Merkblatt mit Hinweisen, was auf Betriebe mit Nutztieren beachtet werden sollte.  
Sind Selbstpflückfelder – aktuell Blumenfelder - noch erlaubt?

Selbstpflück-Blumenfelder entsprechen einer öffentlich zugänglichen Einrichtung, die nicht der Deckung des alltäglichen Lebensbedarfs dienen und werden nicht zwingend benötigt. Entsprechend sind solche Felder zu schliessen. Es ist aber möglich, Blumen per Lieferdienst zu den Leuten nach Hause zu bringen oder Pick-up-Service anzubieten (vorgängig bestellen und abholen). Selbstpflückfelder von Lebensmitteln wie Erdbeeren sind erlaubt. 

Können Agro-Lohnunternehmer uneingeschränkt ihre Leistungen erbringen? Ja. 
Wie kann die Bewirtschaftung im Grenzland sichergestellt werdenDie Grenzübergänge wurden teilweise geschlossen, was die Bewirtschaftung von Flächen in der Grenzzone erschwerte oder verunmöglichte. Dank dem Engagement der kantonalen Bauernverbände ist es gelungen, lokale Lösungen zu finden, um die Bewirtschaftung der Flächen in der Grenzzone zu gewährleisten. 

Kontaktperson

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Corona-Task Force sowie Produktion, Märkte & Ökologie

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Urs Schneider

Schweizer Bauernverband
Stv. Direktor
Corona-Task Force
Leiter Departement Kommunikation und Services

Mobile 079 438 97 17
Email urs.schneider@sbv-usp.ch

Francis Egger

Vize-Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Departement Wirtschaft,
Bildung und Internationales

Telefon      056 462 50 12
Mobile       079 280 69 66
Email        francis.egger@sbv-usp.ch

Sandra Helfenstein

Schweizer Bauernverband
Stv. Leiterin Departement Kommunikation und Services
Co-Leiterin Kommunikation, Bereich Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Mediensprecherin

Telefon 056 462 52 21
Mobile 079 826 89 75
E-Mail sandra.helfenstein@sbv-usp.ch

  

Medienmitteilungen
Landwirtschaftsbetriebe sind «versorgungsrelevant»

01.04.20 | Landwirtschaftsbetriebe sind gemäss Bestätigung des Bundes relevant für die Versorgung der Schweiz und können ihre Arbeit weiterführen. Der Schweizer Bauernverband sucht weiter nach Lösungen für die von Corona betroffenen Betriebe und begrüsst die heute vom Bundesrat beschlossenen Entlastungsmassnahmen im Fleischbereich.

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SBV-News SBV-News Nr. 13 (23. – 27.3.2020)

31.03.20 | Je nach Entwicklung in Europa aufgrund des Coronavirus und der Möglichkeit für ausländische Arbeitskräfte in die Schweiz zu kommen, zeichnet sich in den nächsten Wochen ein Personalmangel von bis zu mehreren Tausend Personen ab. Der SBV hat deshalb diese Woche die in der Westschweiz bereits existierende Plattform www.agrix.ch national lanciert und gleichzeitig auf einer Übersichtseite verschiedene andere Möglichkeiten für die Rekrutierung von inländischen Arbeitskräften zusammengestellt.

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Standpunkte
Und plötzlich ist alles anders

26.03.20 | Wer hätte sich die aktuelle Situation im Vorfeld vorstellen können? Niemand! Uneingeschränkte Reisetätigkeit, Warenfluss über den ganzen Erdball hinweg und jederzeit volle Regale schienen für alle Ewigkeit zu gelten. Und nun das: Grenzen zu, Schulen zu, kaum noch Flugverkehr, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Mobilisierung von Teilen der Armee, leer gekaufte Gestelle und vieles mehr, was ausserhalb unserer Vorstellung lag. Die Corona-Krise führt auch in der Landwirtschaft zu vielen Fragen und Unsicherheiten. Der Schweizer Bauernverband (SBV) setzte bereits am Tag, als der Bundesrat die ausserordentliche Lage erklärte, eine Task-Force ein. Der neue Direktor Martin Rufer stellt den Kontakt zu den involvierten Bundesstellen sicher. Francis Egger ist die Kontaktperson zur Westschweiz und ich zur Deutschschweiz, Sandra Helfenstein obliegt die Kommunikation. Mit Unterstützung der Mitarbeitenden, aber auch der Mitgliedsektionen und Partner, bearbeiten wir die Herausforderungen, welche die Ausnahmesituation für alle Beteiligten mit sich bringt. Im Vordergrund steht die Sicherung der Versorgung. Da viele ausländische Arbeitskräfte nicht kommen können oder wollen, ist ein massgeblicher Faktor die Verfügbarkeit von genügend Personal für die anstehenden Arbeiten. Wir haben eine in der Westschweiz bereits bestehende Plattform auf Deutsch angepasst und zeigen auf unserer Webseite weitere Möglichkeiten auf, wie die Betriebsleitenden Arbeitskräfte im Inland finden können. Auch sonst sind verschiedene Betriebe von der aktuellen Situation betroffen und suchen Hilfe und Unterstützung. Für Themen von allgemeinem Interesse haben wir auf der Webseite eine «Fragen&Antworten»-Seite eingerichtet: Falls Sie Fragen haben, die dort oder über die Informationen des Bundesamtes für Landwirtschaft nicht abgedeckt sind, können Sie diese senden an: corona@sbv-usp.ch. Wir sind für Sie da! Neben Corona gilt es den Betrieb des SBV unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Und Sie, liebe Bäuerinnen und Bauern, führen der Schweiz vor Augen, welche grosse Bedeutung einer Produktion vor Ort zukommt. Auch für Ihren Einsatz darf man klatschen! Urs Schneider, Stv. Direktor SBV, Corona-Task Force, Brugg

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Medienmitteilungen
Plattformen für die Arbeitsvermittlung in der Landwirtschaft

25.03.20 | Ab sofort stehen mit agrix.ch oder agrarjobs.ch kostenlose Plattformen für die Vermittlung von offenen Stellen in der Landwirtschaft aufgrund des Coronavirus zur Verfügung. Weitere Möglichkeiten sind online zu finden.

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SBV-News SBV-News Nr. 12 (16. – 20.3.2020)

23.03.20 | Corona-Spezial auf der SBV-Webseite Die aktuelle Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus bringt auch für die Landwirtschaft verschiedene Probleme mit sich und wirft zahlreiche Fragen auf. Der SBV hat unter Martin Rufer eine Task Force eingesetzt, die sich den Auswirkungen für die Landwirtschaft und den sich abzeichnenden Problemen wie der Rekrutierung von Arbeitskräften annimmt und mit Mitgliedorganisationen, Behörden, Partnerorganisationen und Kantonen Lösungen sucht. Weiter hat er auf seiner Webseite eine Spezialseite Corona, Fragen & Antworten eingerichtet, die er laufend aktualisiert: www.sbv-usp.ch/de/coronavirus.

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Medienmitteilungen
Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

21.03.20 | Der Schweizer Bauernverband und seine Mitgliedsektionen bearbeiten intensiv die verschiedenen Probleme und offenen Fragen, die sich aus dem Corona-Ausnahmezustand für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie die Bauernfamilien ergeben.

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Medienmitteilungen
Vorgängige Anmeldung für Einreise erforderlich!

20.03.20 | Noch bis zum nächsten Donnerstag können ausländische Arbeitskräfte nur mit Arbeitsvertrag in die Schweiz einreisen. Sie müssen aber vorgängig den Behörden gemeldet worden sein. Der Schweizer Bauernverband stellt dafür ein Formular zur Verfügung.

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Medienmitteilungen
Ausländische Arbeitskräfte: Sofortiges Handeln nötig!

18.03.20 | Die Schweizer Grenzen sind wegen des Corona-Virus geschlossen. Damit ausländische Arbeitskräfte in die Schweiz einreisen können, brauchen sie eine offizielle Aufenthaltserlaubnis. Die Arbeitgeber müssen diese sofort beantragen.

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