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Corona-Krise: Fragen & Antworten für die Landwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 29.05.20 / 14:00 Uhr

 

Haben Sie eine Frage im Zusammenhang mit dem Corona-Ausnahmezustand und finden die Antwort weder in unseren Fragen & Antworten hier noch in jenen des BLW (Link ganz unten)? Dann senden Sie uns ein Mail an: corona@hellosbv-usp.ch

Märkte und Versorgung

Frage  Antwort
Was ist beim Betreiben von Hofläden zu beachten?Die Hofläden müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit einhalten. Dazu gehö-ren Hygienemassnahmen wie gründlich Händewaschen, Hände nicht schütteln sowie genügend Abstand zu anderen Personen sicherstellen. Das kann weiter heissen, die Anzahl Kundinnen und Kunden zu begrenzen, die gleichzeitig im Laden sind. Ebenso wird empfohlen, eine bargeldlose Bezahlmöglichkeit anzubieten. Wer sich für TWINT interessiert kann sich hier dafür anmelden. Ein ausführliches Schutzkonzept ist hier zu finden. 
Was ist beim Betreiben von Markständen und Wochenmärkten zu beachten?

Gemäss Entscheid des Bundesrats dürfen Wochenmärkte ab dem 11. Mai den Betrieb wieder aufnehmen. Der Schweizer Obst- und der Gemüseproduzentenverband haben ein von den Behörden abgesegnetes Schutzkonzept für die Corona-taugliche Umsetzung plus dazu passende Hinweisschilder ausgearbeitet.

Die BauernZeitung hat zudem eine interaktive Karte aufgeschaltet, auf der Bauernfamilien ihr Angebot für Hauslieferdienste sichtbar machen können.

In der UFA-Revue online gibt es einen Artikel mit wertvollen Hinweisen für alternative Absatzkanäle und die Vermarktung über andere  Gemüse-Vermarktungs-Plattformen.

Was ist beim Betreiben von Selbstplückfelder zu beachten?Schutzkonzepte zur Corona-tauglichen Umsetzung von Selbstpflückfeldern sind hier zu finden.
Was ist beim Betreiben von Schlachtviehmärkten zu beachten?Gemäss Entscheid des Bundesrats vom 16. April dürfen Schlachtviehmärkte ab dem 11. Mai den Betrieb wiederaufnehmen. Die IG öffentliche Märkte hat dafür die Umsetzung ein Schutzkonzept erarbeitet.

Arbeitskräfte & Arbeitsrecht (gilt auch für Alppersonal)

FrageAntwort
Was muss ich als Betriebsleiter mit Angestellten beachten?

Die Behörden verlangen neu von allen Landwirtschaftsbetrieben mit Angestellten oder Lernenden ein Schutzkonzept, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Der Gemüseproduzenten- und Obstverband haben ein solches Schutzkonzept für Betriebe mit Spezialkulturen erstellt. Der Schweizer Bauernverband hat daraus ein angepasstes Konzept für Betriebe mit einzelnen Angestellten oder Lernenden erstellt. Jeder betroffene Betrieb ist aufgefordert, eines der beiden Schutzkonzepte herunterzuladen, bei Bedarf zu ergänzen, auszudrucken und zu unterzeichnen. Ebenso muss er dafür besorgt sein, dass die dort aufgeführten Massnahmen auf seinem Betrieb umgesetzt sind. 

Eine italienische Version des Schutzkonzeptes ist hier zu finden. 

Was muss ich beachten, wenn ich kurzfristig jemanden anstelle?Wir empfehlen einen schriftlichen Arbeitsvertrag abzuschliessen. Bei befristeten Arbeitsverträgen unbedingt die Probezeit und Kündigungsfristen im Arbeitsvertrag regeln. Die Arbeitnehmenden werden gemäss der Lohnrichtlinie in der Schweizer Landwirtschaft (SBV / SBLV / ABLA) entschädigt (kant. Mindestlöhne, verbindliche Regelungen im NAV, GAV haben Vorrang). Die Arbeitnehmer müssen nach den gesetzlichen Vorschriften versichert und die ausländerrechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Ausländische Arbeitnehmende mit Wohnsitz in der Schweiz, die weder die Niederlassungsbewilligung C besitzen noch mit Personen verheiratet sind, die die Niederlassungsbewilligung C oder das Schweizer Bürgerrecht haben, müssen beim Quellensteueramt gemeldet und abgerechnet werden. Und in jedem Fall gilt es die Verhaltens- und Hygieneregeln des BAG sowie die Arbeitssicherheit zu beachten.
Was ist zusätzlich zu beachten, wenn ich jemanden anstelle, welcher Kurzarbeitsentschädigung beziehtDer Arbeitnehmer, welcher Kurzarbeitsentschädigung (KAE) bezieht braucht für die Arbeit im Landwirtschaftsbetrieb das Zugeständnis vom «alten» Arbeitgeber. Wenn ein Arbeitnehmer, welcher KAE bezieht in der Landwirtschaft arbeitet, spricht man von einer Zwischenbeschäftigung. Der alte Arbeitsvertrag hat immer noch Gültigkeit, das heisst der Arbeitnehmer muss auch jederzeit bereit sein, sein Arbeitspensum im angestammten Betrieb wiederaufzunehmen. Seit dem 9. April 2020 (rückwirkend ab dem 1. März 2020) müssen Arbeitnehmende während der Kurzarbeit durch Zwischenbeschäftigung oder selbständige Tätigkeit erzielte Einkommen dem «alten» Arbeitgeber nicht mehr mitteilen. Diese Änderung gilt bis zum 31. August 2020. Das heisst der Landwirtschaftsbetrieb muss keine zusätzlichen Formulare mehr ausfüllen und der Arbeitnehmende kann einen Zusatzverdienst erwirtschaften. Weitere Information finden Sie hier.
Gibt es für ausländische Arbeitskräfte Reiseeinschränkungen wegen den neu eingeführten Grenzkontrollen?Ja, es gibt Einschränkungen, aber die Situation ändert sich laufend. Nach aktuellem Kenntnistand ist die Durchreise durch Deutschland möglich, wo der Landweg aktuell nicht möglich oder schwierig ist (Portugal) bestehen nach wie vor reguläre Flugverbindungen. Den aktuellen Stand in den verschiedenen Ländern kann man hier abrufen (nur in Englisch).
Können ausländische Arbeitskräfte (EU-/EFTA-Staaten) noch in die Schweiz einreisen?

Damit die Einreise an der Schweizergrenze möglich ist, müssen neben dem Reisedokument eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • einen gültigen Aufenthaltstitel: Kurzaufenthaltsbewilligung (L-Ausweis), Aufenthaltsbewilligung (B-Ausweis), Grenzgängerbewilligung (G-Ausweis), Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) oder
  • eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung oder
  • als freizügigkeitsberechtigte Person einen beruflichen Grund für die Einreise in die Schweiz haben und eine Meldebestätigung besitzen

Inhaber einer Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung können mit dieser frühestens drei Tage vor dem Gültigkeitsdatum der Zusicherung in die Schweiz einreisen. Inhaber einer Meldebestätigung können mit dieser frühestens einen Tag vor dem Beginn des Arbeitseinsatzes in die Schweiz einreisen.

Wie erhalte ich (Arbeitgeber) eine Meldebestätigung?Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer im Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit (bis 90 Kalendertage pro Kalenderjahr) erfassen. Die Meldung wird nachher vom Kanton kontrolliert. Sobald die Meldung bewilligt ist erhält der Arbeitgeber die Meldebestätigung per E-Mail. Dieses Dokument muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zustellen, denn diese positive Meldebestätigung benötigt der Arbeitnehmer für die Einreise in die Schweiz. Diese Meldung ist einfach und gratis. In Durchschnitt werden Meldungen innerhalb weniger Arbeitstage bearbeitet, in der aktuellen Situation kann es aber auch länger dauern.
Kann ich (Arbeitgeber) die gemeldeten Daten im Meldeverfahren wieder ändern?

Eine erfolgreich gesendete Meldung kann online weder mutiert noch angeschaut werden. Folgende Änderungen müssen Sie an die zuständige kantonale Behörde per E-Mail melden. Die Adressen finden Sie hier.

  • Verschiebung des Einsatzes auf einen späteren Zeitpunkt
  • Änderung der Einsatzdauer (Verlängerung oder Verkürzung)
  • Arbeitsunterbruch

Für alle anderen Änderungen muss eine neue Online-Meldung ausgefüllt werden. In allen erwähnten Fällen muss die neue Meldung einen Verweis auf die bereits erfolgte Meldung beinhalten.

Kann ein Arbeitnehmer, welcher mit einer Meldebestätigung (für 90 Tage) einreiste, verlängert werden?Spätestens zwei Wochen vor Ablauf der Meldebestätigung muss die Verlängerung (z.B. Erhalt einer L-Bewilligung) via die Gemeinde beantragt werden.
Wer ist zuständig für die Umsetzung des Meldeverfahrens?Die Umsetzung der kurzfristigen Erwerbstätigkeit (bis 90 Tage) ist kantonal geregelt. Weitere Informationen erhalten Sie bei den kantonalen Behörden für das Meldeverfahren. Die Kontaktdaten finden Sie hier.
Wie erhalte ich eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung?

Zusicherung für eine kurzfristige Erwerbstätigkeit bei einem Schweizer Arbeitgeber ab drei Monaten bis maximal vier Monate oder 120 Tage im Kalenderjahr: Da die Tätigkeit 90 Tage überschreitet, ist das Meldeverfahren nicht anwendbar. Es ist eine Zusicherung, welche gleichzeitig als Bewilligung gilt, beim Kanton zu beantragen. Der Arbeitgeber muss ein Gesuch für vier Monate beim der kantonalen Behörde (je nach Kanton ist das Migrationsamt oder das Arbeitsamt zuständig) einreichen. Die meisten Kantone verlangen für die Gesuchsprüfung neben dem offiziellen Gesuchsformular, den Arbeitsvertrag und eine Kopie eines gültigen Reisepasses oder Identitätskarte. Dieses Verfahren ist kostenpflichtig. Für die Einreise in die Schweiz benötigt der Arbeitnehmer die Zusicherung.

Zusicherung der Kurz-/Aufenthaltsbewilligung für eine Erwerbstätigkeit bei einem Schweizer Arbeitgeber über drei Monate: Zuständig für das Ausstellen von Zusicherungen der Aufenthaltsbewilligung sind die Migrationsämter der Kantone. Für Fragen zu den genauen Formalitäten der Bewilligungserteilung (wo genau beantragen, welches Formular ausfüllen, wie lange dauert es etc.) wenden Sie sich bitte an die zuständigen kantonalen Behörden. Die entsprechenden Adressen finden Sie hier.

Kann die Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung verlängert werden?Spätestens zwei Wochen vor Ablauf der Zusicherung muss die Verlängerung (z.B. Erhalt einer L-Bewilligung) via die Gemeinde beantragt werden.
Können minderjährige Kinder von Arbeitnehmenden, die über eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung oder eine Meldebestätigung verfügen, ebenfalls in die Schweiz einreisen?Bei Situationen äusserster Notwendigkeit ist es möglich, trotz der Einreisebeschränkung in die Schweiz einzureisen. Minderjährige Kinder sowie Lebenspartner sollen grundsätzlich zusammen mit dem Besitzer der Aufenthaltsbewilligung oder Meldebestätigung in die Schweiz einreisen. Der entsprechende Nachweis kann direkt an der Grenze erbracht werden. Massgebend ist der Entscheid der Grenzkontrollbehörde. Es ist erforderlich, die folgenden Dokumente mitzubringen: Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung oder Meldebestätigung, Identitätskarte/Pass, ggf. Familienregisterauszüge. Bei einer nachträglichen Einreise der Familienangehörigen sind dieselben Belege (Kopien) vorzuweisen. Die Länge des Aufenthalts richtet sich nach der Länge des Aufenthalts der Eltern.

Wie kann ich als Betrieb zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Inland rekrutieren?

Wo kann ich mich melden, wenn ich Interesse haben, in den nächsten Wochen in der Landwirtschaft auszuhelfen? 
Der SBV hat eine Liste mit Plattformen zusammengestellt. Diese ermöglichen einerseits den Landwirtschaftsbetrieben ihren Bedarf an Arbeitskräften sichtbar zu machen. Andererseits können Interessierte dort mögliche Einsatzorte zu finden oder ihre Arbeitskraft auch aktiv anbieten.
Falls es auf Betrieben krankheitsbedingt zu Ausfällen kommt in den nächsten Wochen, wird die Nachbarschaftshilfe wichtig. Welche Punkte gilt Nachbarschaftshilfe bezüglich Arbeits- und Versicherungsrecht zu berücksichtigen?

Die Nachbarschaftshilfe zeichnet sich aus durch:

  • Spontaner Einsatz, Gefälligkeitscharakter
  • Keine oder geringe Entlöhnung
  • Kein primäres wirtschaftliches Interesse des Arbeitgebers

Diese Aushilfen unterstehen nicht der obligatorischen Unfallversicherung und sind somit nicht über eine allfällige bestehende Versicherung für Angestellt versichert.

In erster Linie müssen die Versicherungen der geschädigten Person für die Kosten aufkommen. In Frage kommen die NBU-Versicherung aus einem bestehenden Anstellungsverhältnis, die obligatorische Krankenversicherung der geschädigten Person oder allfällige freiwillige Versicherungen der geschädigten Person. Um Missverständnisse zu vermeiden, empfehlen wir in einer Vereinbarung mit den freiwilligen Aushilfen folgende Passage festzuhalten: «Für die Unfallversicherung sind Sie eigenverantwortlich. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie gegen Nichtberufsunfälle versichert sind». 

Sollten Sie mit solchen Einsätzen rechnen, empfehlen wir Ihnen ebenfalls den Abschluss einer Aushilfeversicherung und den Anschluss an die Globalversicherung für Angestellte bei der Agrisano, da die Grenze zwischen Aushilfe und Angestelltem fliessend sind und bei einem eventuellen Schadenfall die Kosten immens sein können.

Gehen die Einsätze über solche «spontane» Einsätze hinaus, ist dies ein Arbeitsverhältnis, ihr Nachbar ist somit für diese Arbeiten Ihr Arbeitnehmer.

Dies charakterisiert sich durch:

  • Einsätze sind geplant/organisiert, evtl. regelmässig
  • Entschädigung mit Lohncharakter
  • Tätigkeit im wirtschaftlichen Interesse des Arbeitgebers

Solche Personen sind als normale Angestellte zu versichern, je nach Pensum und Dauer gemäss den Regelungen des UVG, BVG und des jeweiligen kantonalen Normalarbeitsvertrages. Der Arbeitgeber ist verpflichtet diese Personen seinem UVG-Versicherer, z.B. der Globalversicherung zu melden.

Jemand möchte bei mir Freiwilligenarbeit leisten. Auf was muss ich achten?

Bezüglich Versicherungen gelten die Ausführungen zur Nachbarschaftshilfe. Bezieht ein versicherte Person Arbeitslosen- oder Kurzarbeitsentschädigung ist zudem Folgendes zu beachten:

Während Bezug von Arbeitslosenentschädigung:

Die versicherte Person, die eine freiwillige Tätigkeit ausüben will, bedarf einer Bewilligung der Kantonalen Amtsstelle, damit sie als vermittlungsfähig gilt. Damit sollen Rechtsmissbräuche verhindert (z. B. dass Tätigkeiten ausgeübt werden, die normalerweise gegen Lohn erbracht werden) und sichergestellt werden, dass das primäre Ziel der raschen und dauerhaften Wiedereingliederung der versicherten Personen in den Arbeitsmarkt nicht gefährdet wird. 

Während Bezug von Kurzarbeitsentschädigung:

Hier stellt sich die Frage der Vermittlungsfähigkeit nicht. Daher sollte es möglich sein, sofern die Zustimmung des Arbeitgebers vorliegt. Dieser darf die Zustimmung nur verweigern, wenn die arbeitnehmende Person wegen der freiwilligen Tätigkeit ihre arbeitsvertraglichen Verpflichtungen nicht einhalten könnte. Es gelten dieselben Regeln wie für eine Zwischenbeschäftigung.

Die Armee mobilisiert zurzeit Leute. Wie kann man sich davon befreien, weil man in der Landwirtschaft arbeiten muss?

Da es sich um eine Mobilisierung handelt, muss man einrücken, wenn man die eigene Einheit aufgeboten wird. Ein vorgängiges Dispensationsgesuch wie bei einem normalen Aufgebot ist nicht möglich. Nach dem Einrücken kann man aber umgehend mit einer entsprechenden Be-gründung (Arbeit ist wichtig für die Lebensmittelversorgung) ein Dispensationsgesuch stellen. 

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung uns in einem Schreiben bestätigt, dass die Landwirtschaftsbetriebe in der aktuellen Corona-Ausnahmesituation «systemrelevant» sind. Damit können sich die auf den Betrieben benötigten Arbeitskräfte vom Militär- Zivilschutz- und Zivildienstpflicht befreien lassen. 

Auch der Zivilschutz bietet Leute auf. Wie kann man sich davon befreien, weil man in der Landwirtschaft arbeiten muss?

Der Zivilschutz ist im Gegensatz zur Armee nicht national, sondern regional organisiert. Aber auch hier kann man sich mit einer Begründung (Arbeit ist wichtig für die Lebensmittelversorgung) dispensieren lassen. Falls diesem Gesuch nicht entsprochen wird, kann man sich an den kant. Bauernverband wenden und ihm Person und Aufgebotsstelle mitteilen. Dieser kann dann Kontakt aufnehmen und die Aufgebotsstelle auffordern, die betroffene Person zu dispensieren, weil sie dringend auf dem Betrieb benötigt wird.

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung uns in einem Schreiben bestätigt, dass die Landwirtschaftsbetriebe in der aktuellen Corona-Ausnahmesituation «systemrelevant» sind. Damit können sich die auf den Betrieben benötigten Arbeitskräfte vom Militär- Zivilschutz- und Zivildienstpflicht befreien lassen. 

Wie muss ich beim Verladen von Verladen von Poulets, Truten und Hennen sowie dem Einstallen von Küken und Junghennen vorgehen?Das folgende Merkblatt der Branche informiert über Organisations- und Vorbeugemassnahmen für das Verladen und Ausladen:
COVID_19_Vorbeuge_Gefluegelverlad_u_einstallung_d_def

Finanzielles

Gibt es für den Agrarsektor Zugang zur Kurzarbeitsentschädigung?

Einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) können die Arbeitgeber für Arbeitnehmende geltend machen, welche die obligatorische Schulzeit zurückgelegt, das AHV-Rentenalter aber noch nicht erreicht haben. Zudem müssen Arbeitnehmende in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis stehen

Die Ansprüche auf KAE wurden ausgeweitet:

  • Neu kann die Kurzarbeitsentschädigung auch für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen und für Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit ausgerichtet werden.
  • Neu soll der Arbeitsausfall auch für Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen, anrechenbar werden.
  • Ausserdem kann Kurzarbeitsentschädigung neu auch für arbeitgeberähnliche Angestellte ausgerichtet werden. Als arbeitgeberähnliche Angestellte gelten z.B. Gesellschafter einer GmbH, welche als Angestellte gegen Entlohnung im Betrieb arbeiten. Personen, die im Betrieb des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners mitarbeiten, können nun auch von Kurzarbeitsentschädigungen profitieren. Sie sollen eine Pauschale von 3320.- Franken als Kurzarbeitsentschädigung für eine Vollzeitstelle geltend machen können.
Landwirtschaftsbetrieben, welche nun zu wenig Arbeit haben (z.B. wegfallende Lieferung Gastrobetriebe) wird empfohlen ein Gesuch einzureichen. Die Formulare findet man hier oder beim Kanton.
Wie sieht es aus mit Entschädigung für den Erwerbsausfall aufgrund der gegen das Coronavirus auferlegten Massnahmen?

Ein Anrecht auf Entschädigung haben:

  • Selbstständigerwerbende, die einen Erwerbsausfall wegen einer bundesrechtlich angeordneten Betriebsschliessung oder des Veranstaltungsverbots erleiden, haben Anspruch auf die Entschädigung.
  • Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist.
  • Am 16. April entschied der Bundesrat, dass auch Selbstständigerwerbende ohne komplette Betriebsschliessung im Rahmen einer Härtefallregelung eine Entschädigung für ihren Umsatzausfall beantragen können (auch rückwirkend). Die Voraussetzung hierfür ist, dass das AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen höher ist als 10’000 Franken ist, aber 90’000 Franken nicht übersteigt.

Mehr Infos gibt es in der Medienmitteilung des Bundesrats. Das Anmeldeformular ist hier zu finden.

Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten, wenn ein Betrieb wegen Einnahmeausfällen in finanzielle Bedrängnis kommt?

Der Bund gewährt auch den Landwirtschaftsbetrieben in Corona-bedingten Liquiditätsengpässen die Möglichkeit, rasch und unkompliziert einen zinslosen Überbrückungskredit zu beantragen. Dieser ist bei der Hausbank zu beantragen und wird vom Bund abgesichert. Mehr Infos zum Vorgehen für den ist hier zu finden.

Auch die zinsfreien Betriebshilfedarlehen zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses stehen weiter zur Verfügung. Anlaufstellen dafür sind die Kantone, in der Regel die kantonalen Kreditkassen.
Wer zahlt, wenn ein Mitarbeitender für 10 Tage in die Quarantäne muss und nicht arbeiten darf?Sofern ein Arzt die Quarantäne angeordnet hat, gibt es für Angestellte wie auch Selbständigerwerbende eine Corona-Erwerbsersatz-Entschädigung. Infos dazu gibt es auf diesem Merkblatt auf Seite 6. Das Anmeldeformular ist hier zu finden.

Berufsbildung

Können die Lernenden ihre Arbeit auf den Betrieben fortsetzen, auch wenn die Schulen geschlossen sind ? Unter welchen Bedingungen?Siehe Infoschreiben der Verbundpartner.
D: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_de_18.3.20.pdf
F: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_fr_18.3.20.pdf
I: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_it_18.3.20.pdf
Werden die Berufs- und Meisterprüfungen Landwirtschaft wie geplant durchgeführt? Ja. Wer den Abgabetermin vom 15. April 2020 für die Betriebsstudie bzw. Businessplan einhält, kann (sofern die Corona-Situation nicht gravierend ändert) das Diplom in diesem Jahr abschliessen. Daneben gibt es einen 2. Abgabetermin am 15.8.2020 für Kandidaten, die aus Corona-technischen Gründen den ersten Abgabetermin nicht einhalten konnten. In diesem Fall wird der Abschluss 2020 allerdings nicht möglich sein.  
Finden die Qualifikationsverfahren für die Lehrabschlussprüfung statt?Ja, wenn auch in angepasster Form. Die praktischen Prüfungen einschliesslich Fachgespräch werden unter Einhaltung der Hygienevorgaben in gewohnter Manier durchgeführt. Die Schlussprüfungen Berufskunde und Allgemeinbildender Unterricht finden hingegen nicht statt. Hier kommen die bereits erlangten Erfahrungsnoten zum Zug. Siehe auch Richtlinien des Bundes.
Wo finde ich Informationen zu den höheren Fachschulen?Die höheren Fachschulen informieren hier über die aktuelle Situation im Zusammenhang mit Corona.
Werden die Abschlussprüfungen Bäuerin, eidg. FA, wie geplant durchgeführt?Die Prüfungsdaten in der Deutschschweiz (Strickhof 20.-24.4.2020) werden verschoben. In der Westschweiz (Grangeneuve) werden die Prüfungen ebenfals auf den 22. und/oder 29. Juni verschoben.  
Finden die SwissSkills im September 2020 statt?Nein. Sie werden in den Herbst 2022 verschoben und dann wie für ursprünglich für dieses Jahr geplant in Bern durchgeführt.
Kann ich als Lehrmeister vom Lernenden verlangen, dass er das Wochenende auf dem Lehrbetrieb verbringt?Nein, arbeitsrechtlich ist das nicht möglich. Sie können aber klare Vereinbarungen treffen (wenn notwendig schriftlich): die Lernenden müssen sich auch am Wochenende strikt an die Vorgaben des Bundes halten. 
Kann ich als Lehrmeister verlangen, dass der Lernende nach dem Wochenende zuhause bleibt?Auch das ist arbeitsrechtlich nicht möglich. Die ältere Generation auf den Betrieben muss sich schützen, wie andere ältere Personen auch: jeglichen Kontakt vermeiden. Die Vorgaben des Bundes müssen auf beiden Seiten umgesetzt werden. Zudem ist die Anordnung einer Selbstquarantäne des Lernenden an seinem Wohnort  auch ohne Krankheitssymptome möglich.  In diesem Fall ist aber weiterhin der volle Lohn geschuldet. Weil keine Erkrankung vorliegt, kann "Selbstquarantäne" grundsätzlich nicht über die Krankentaggeldversicherung abgerechnet werden.
Wäre es sinnvoll, wenn die Lernenden in dieser Zeit nicht zwischen dem Lehrbetrieb und zuhause pendeln, sondern sich für den Verbleib auf einem der beiden Betriebe entscheiden? Ja, das ist sinnvoll und kann im gegenseitigen Einvernehmen so gemacht werden. 

Diverses

FrageAntwort
Welche vorsorglichen Massnahmen sind auf Betrieben mit Nutztierhaltung zu treffen, um für den Fall eines Ausfalls der Betriebsleitung gewappnet zu sein? Sie finden hier ein Merkblatt mit Hinweisen, was auf Betriebe mit Nutztieren beachtet werden sollte.  
Was ist beim Betreiben einer Besenbeiz zu beachten?Ab dem 6. Juni ist die Begrenzung von maximal 4 Personen pro Tisch aufgehoben und geschlossene Veranstaltungen bis 300 sind wieder möglich. Bei Gästegruppen bis 4 Personen geben die Gäste freiwillig die Kontaktdaten an. Bei Gästegruppen von mehr als 4 Personen ist es Pflicht, dass mindestens eine Person die Kontaktdaten hinterlässt. Zwischen den einzelnen Gästegruppen ist ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Ist das nicht möglich, muss ein trennendes Element zwischen den Tischen eingesetzt werden. Zudem müssen alle Gäste sitzen, Stehplätze an der Bar beispielsweise sind verboten. Nicht erlaubt sind bis auf weiteres Buffets mit Selbstbedienung. Weitere Infos sind im Schutzkonzept von Agrotourismus Schweiz zu finden.
Was gibt es bei Weindegustationen zu beachten?Im Schutzkonzept des Schweizerischen Weinbauernverbands finden Anbieter Informationen, was es bei der Durchführung von Weindegustationen zu beachten gilt. 
Was gilt es bei agrotouristischen Angeboten zu beachten?Im Schutzkonzept von Agrotourismus Schweiz finden Anbieter Informationen, was es bei den verschiedenen Angeboten zu beachten gilt. 
Können Agro-Lohnunternehmer uneingeschränkt ihre Leistungen erbringen? Ja. 
Wie kann die Bewirtschaftung im Grenzland sichergestellt werdenDie Grenzübergänge wurden teilweise geschlossen, was die Bewirtschaftung von Flächen in der Grenzzone erschwerte oder verunmöglichte. Dank dem Engagement der kantonalen Bauernverbände ist es gelungen, lokale Lösungen zu finden, um die Bewirtschaftung der Flächen in der Grenzzone zu gewährleisten. 

Kontaktperson

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Corona-Task Force sowie Produktion, Märkte & Ökologie

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Urs Schneider

Schweizer Bauernverband
Stv. Direktor
Corona-Task Force
Leiter Departement Kommunikation und Services

Mobile 079 438 97 17
Email urs.schneider@sbv-usp.ch

Francis Egger

Vize-Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Departement Wirtschaft,
Bildung und Internationales

Telefon      056 462 50 12
Mobile       079 280 69 66
Email        francis.egger@sbv-usp.ch

Sandra Helfenstein

Schweizer Bauernverband
Stv. Leiterin Departement Kommunikation und Services
Co-Leiterin Kommunikation, Bereich Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Mediensprecherin

Telefon 056 462 52 21
Mobile 079 826 89 75
E-Mail sandra.helfenstein@sbv-usp.ch

  

SBV-News SBV-News Nr. 16 (14. – 17.4.2020)

20.04.20 | Seit 2019 sind auch die Zuckerrüben als letzte Kultur nicht mehr mit einer neonicotinoiden Saatbeizung gegen frühen Insektenbefall geschützt. Die Folge ist massiver Befall mit dem Rübenerdfloh. Dieser profitiert diesen Frühling ganz besonders von den sehr trockenen und warmen Bedingungen. Sein Schaden lässt die Keimblätter der Rüben austrocknen und die Pflanzen im schlimmsten Fall verdorren. Als Folge braucht es mehr Behandlungen von Insektiziden auf die Blätter, was ebenfalls nicht unproblematisch ist.

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Medienmitteilungen
Gute und schlechte Nachrichten vom Bundesrat

16.04.20 | Neu können Selbstständigerwerbende auch ohne komplette Betriebsschliessung im Rahmen einer Härtefallregelung eine Entschädigung für ihren Umsatzausfall beantragen und ab dem 27. April ist der Verkauf von Pflanzen wieder möglich. Nicht nachvollziehbar ist, dass die Wochenmärkte bis zum 11. Mai warten müssen.

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SBV-News SBV-News Nr. 15 (6. – 9.4.2020)

14.04.20 | Der SBV aktualisierte und ergänzte die Fragen & Antworten-Seite rund die Corona-Ausnahmesituation und die Landwirtschaft. Neu ist unter anderem, dass für Leute in Kurzzeitarbeit der Zwischenverdienst nicht mehr gemeldet werden muss und so auch nicht angerechnet wird. Damit lohnt sich der Einsatz in der Landwirtschaft für viele! Für Anliegen, die weder auf unserer Infoseite noch auf jener des Bundesamtes für Landwirtschaft geklärt werden, steht die E-Mail-Adresse: corona@sbv-usp.ch zur Verfügung.

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SBV-News SBV-News Nr. 14 (30.3. – 3.4.2020)

06.04.20 | Amtsantritt als Direktor Wegen Corona trat am 1. April unter etwas speziellen Umständen Martin Rufer die Nachfolge von Jacques Bourgeois als Direktor des SBV an. Bis seine Nachfolge geklärt ist, bleibt er Leiter des Departements Produktion, Märkte & Ökologie. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit allen Bauernfamilien und den Mitgliedorganisationen. Sein persönliches Votum per Video: https://youtu.be/hge5MB6uMkE.

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Landwirtschaftsbetriebe sind «versorgungsrelevant»

01.04.20 | Landwirtschaftsbetriebe sind gemäss Bestätigung des Bundes relevant für die Versorgung der Schweiz und können ihre Arbeit weiterführen. Der Schweizer Bauernverband sucht weiter nach Lösungen für die von Corona betroffenen Betriebe und begrüsst die heute vom Bundesrat beschlossenen Entlastungsmassnahmen im Fleischbereich.

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SBV-News SBV-News Nr. 13 (23. – 27.3.2020)

31.03.20 | Je nach Entwicklung in Europa aufgrund des Coronavirus und der Möglichkeit für ausländische Arbeitskräfte in die Schweiz zu kommen, zeichnet sich in den nächsten Wochen ein Personalmangel von bis zu mehreren Tausend Personen ab. Der SBV hat deshalb diese Woche die in der Westschweiz bereits existierende Plattform www.agrix.ch national lanciert und gleichzeitig auf einer Übersichtseite verschiedene andere Möglichkeiten für die Rekrutierung von inländischen Arbeitskräften zusammengestellt.

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Standpunkte
Und plötzlich ist alles anders

26.03.20 | Wer hätte sich die aktuelle Situation im Vorfeld vorstellen können? Niemand! Uneingeschränkte Reisetätigkeit, Warenfluss über den ganzen Erdball hinweg und jederzeit volle Regale schienen für alle Ewigkeit zu gelten. Und nun das: Grenzen zu, Schulen zu, kaum noch Flugverkehr, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Mobilisierung von Teilen der Armee, leer gekaufte Gestelle und vieles mehr, was ausserhalb unserer Vorstellung lag. Die Corona-Krise führt auch in der Landwirtschaft zu vielen Fragen und Unsicherheiten. Der Schweizer Bauernverband (SBV) setzte bereits am Tag, als der Bundesrat die ausserordentliche Lage erklärte, eine Task-Force ein. Der neue Direktor Martin Rufer stellt den Kontakt zu den involvierten Bundesstellen sicher. Francis Egger ist die Kontaktperson zur Westschweiz und ich zur Deutschschweiz, Sandra Helfenstein obliegt die Kommunikation. Mit Unterstützung der Mitarbeitenden, aber auch der Mitgliedsektionen und Partner, bearbeiten wir die Herausforderungen, welche die Ausnahmesituation für alle Beteiligten mit sich bringt. Im Vordergrund steht die Sicherung der Versorgung. Da viele ausländische Arbeitskräfte nicht kommen können oder wollen, ist ein massgeblicher Faktor die Verfügbarkeit von genügend Personal für die anstehenden Arbeiten. Wir haben eine in der Westschweiz bereits bestehende Plattform auf Deutsch angepasst und zeigen auf unserer Webseite weitere Möglichkeiten auf, wie die Betriebsleitenden Arbeitskräfte im Inland finden können. Auch sonst sind verschiedene Betriebe von der aktuellen Situation betroffen und suchen Hilfe und Unterstützung. Für Themen von allgemeinem Interesse haben wir auf der Webseite eine «Fragen&Antworten»-Seite eingerichtet: Falls Sie Fragen haben, die dort oder über die Informationen des Bundesamtes für Landwirtschaft nicht abgedeckt sind, können Sie diese senden an: corona@sbv-usp.ch. Wir sind für Sie da! Neben Corona gilt es den Betrieb des SBV unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Und Sie, liebe Bäuerinnen und Bauern, führen der Schweiz vor Augen, welche grosse Bedeutung einer Produktion vor Ort zukommt. Auch für Ihren Einsatz darf man klatschen! Urs Schneider, Stv. Direktor SBV, Corona-Task Force, Brugg

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Plattformen für die Arbeitsvermittlung in der Landwirtschaft

25.03.20 | Ab sofort stehen mit agrix.ch oder agrarjobs.ch kostenlose Plattformen für die Vermittlung von offenen Stellen in der Landwirtschaft aufgrund des Coronavirus zur Verfügung. Weitere Möglichkeiten sind online zu finden.

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