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Corona-Krise: Fragen & Antworten für die Landwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 21.03.21 / 14.00 Uhr

 

Haben Sie eine Frage im Zusammenhang mit dem Corona-Ausnahmezustand und finden die Antwort weder in unseren Fragen & Antworten hier noch in jenen des BLW und des BAG (Link ganz unten)? Dann senden Sie uns ein Mail an: corona@hellosbv-usp.ch

Achtung: Bei unseren Antworten, insbesondere zum Thema Hofläden, handelt es sich um national gültige Hinweise/Vorschriften. Den Kantonen steht es aber frei, weitere Massnahmen festzulegen. Aus diesem Grund müssen diese zwingend auch berücksichtigt werden! Danke.

Personen in Quarantäne sollen für 10 Tage zuhause bleiben und den Kontakt mit anderen Personen vermeiden. Ausgenommen davon ist der Kontakt zu Personen, die ebenfalls in Quarantäne sind und im gleichen Haushalt wohnen. Die Hygiene- und Verhaltensregeln der BAG-Kampagne «So schützen wir uns» uns sind zu befolgen.
Befinden sich Personen in Isolation (aufgrund Symptomen oder positivem Testresultat), sollen sie zuhause bleiben. Die Nutztiere auf dem Betrieb sollten wenn möglich durch eine andere Person betreut werden oder, wenn nicht anders möglich, der Kontakt auf ein Minimum beschränkt werden. Die Versorgung der Tiere muss gewährleistet sein. Die Empfehlungen des BAG sind auf dem landwirtschaftlichen Betrieb einzuhalten.

Bei einer angeordneten Quarantäne oder einem positiven Testergebnis wird sich die zuständige kantonale Stelle melden und weitere Informationen und Anweisungen geben. 

Betrieb

Bitte beachten Sie, dass unterdessen die Kantone in der Verantwortung sind und weitergehende Massnahmen beschliessen können, die ebenfalls zu beachten sind!

Wenn Bewirtschaftende und ihre Familien sich in Quarantäne oder Isolation befinden, können sie dann noch auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten?Personen in Quarantäne sollen für 10 Tage zuhause bleiben und den Kontakt mit anderen Personen vermeiden. Mit einem negativen Testergebnis verkürzt sich die Quarantäne auf 7 Tage. Ausgenommen davon ist der Kontakt zu Personen, die ebenfalls in Quarantäne sind und im gleichen Haushalt wohnen. Die Hygiene- und Verhaltensregeln der BAG-Kampagne «So schützen wir uns» uns sind zu befolgen.

Befinden sich Personen in Isolation (aufgrund Symptomen oder positivem Testresultat), sollen sie zuhause bleiben. Die Nutztiere auf dem Betrieb sollten wenn möglich durch eine andere Person betreut werden oder, wenn nicht anders möglich, der Kontakt auf ein Minimum beschränkt werden. Die Versorgung der Tiere muss gewährleistet sein. Die Empfehlungen des BAG sind auf dem landwirtschaftlichen Betrieb einzuhalten.

Bei einer angeordneten Quarantäne oder einem positiven Testergebnis wird sich die zuständige kantonale Stelle melden und weitere Informationen und Anweisungen geben. 
Was ist beim Betreiben von Hofläden zu beachten? 
  1. Die Beschränkung der Öffnungszeiten (geschlossen zwischen 19.00 und 6.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen) ist ab dem 18. Januar aufgehoben.
  2. Die Hofläden müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit einhalten. Dazu gehört eine schweizweite Maskenpflicht. Weiter gelten die Hygienemassnahmen wie gründlich Händewaschen, Hände nicht schütteln sowie genügend Abstand zu anderen Personen sicherstellen. Das kann weiter heissen, die Anzahl Kundinnen und Kunden zu begrenzen, die gleichzeitig im Laden sind. Ebenso wird empfohlen, eine bargeldlose Bezahlmöglichkeit anzubieten. Wer sich für TWINT interessiert kann sich hier dafür anmelden. Ein ausführliches Schutzkonzept ist hier zu finden.
 
Gilt die Maskenpflicht auch für Hofläden?

Ja, Maskenpflicht in sämtlichen öffentlich zugänglichen Innenräumen und somit auch in allen Hofläden. Die Kantone können weitere Bestimmungen erlassen. Ein Hinweisschild zur Maskenpflicht können Sie hier herunterladen. Weitere Infos im Schutzkonzept Hofläden.

Edle Masken im Edelweisslook mit Virenfilter, aus Schweizer Produktion und einer Unterstützung für die Stiftung «Für Selbst-, Sozial- und Nothilfe in der Landwirtschaft» gibt es hier zu kaufen: www.buuremaske.ch 
Was ist beim Betreiben von Markständen oder Wochenmärkten zu beachten?

Die Durchführung von Wochenmärkten ist weiterhin erlaubt.

Märkte müssen generell draussen sein. In Hallen oder sonst in Innenbereichen sind sie untersagt. Zudem muss pro Besucher eine Fläche von 4m2 zur Verfügung stehen. Der Schweizer Obst- und der Gemüseproduzentenverband haben ein von den Behörden abgesegnetes Schutzkonzept für die Corona-taugliche Umsetzung plus dazu passende Hinweisschilder ausgearbeitet. Seit dem 29. Oktober gilt auch für Wochenmärkte eine Maskenpflicht.  

Was ist beim Betreiben von Schlachtviehmärkten zu beachten?Schlachtviehmärkte sind weiter erlaubt. Seit den Entscheiden vom November müssen sie aber zwingend draussen stattfinden. Indoor-Märkte sind aktuell nicht möglich.

Arbeitskräfte & Arbeitsrecht (gilt auch für Alppersonal)

Bitte beachten Sie, dass unterdessen die Kantone in der Verantwortung sind und weitergehende Massnahmen beschliessen können, die ebenfalls zu beachten sind!

FrageAntwort
Was muss ich als Betriebsleiter mit Angestellten oder Lehrlingen beachten?Landwirtschaftsbetrieben mit Angestellten oder Lernenden brauchen ein Schutzkonzept, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Eine Grundlage dafür bildet diese Vorlage. Diese kann bei Bedarf ergänzt werden. Es ist auszudrucken und zu unterzeichnen. Ebenso ist sicherzustellen, dass die dort aufgeführten Massnahmen auf dem Betrieb umgesetzt sind. 
Wer muss nach der Einreise (oder Rückreise nach den Ferien) in Quarantäne?

Personen, die sich in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko aufgehalten haben und danach in die Schweiz einreisen, müssen in Quarantäne. Die betroffenen Staaten und Gebiete sind auf einer Liste definiert. Hat man sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 10 Tage vor der Einreise in einem der aufgeführten Staaten oder Gebiete aufgehalten, muss man in Quarantäne

Weitere Informationen findet man hier.

Wer benötigt einen negativen PCR-Test bei der Einreise?Einreisende aus Staaten und Gebieten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko müssen bei ihrer Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist.
Bei Flugreisen aus Ländern, die nicht zu den Risikogebieten zählen, ist ebenfalls ein negatives PCR-Testresultat vorzuweisen. Die Kontrolle erfolgt vor dem Einsteigen ins Flugzeug.
Wer muss das elektronische Einreiseformular ausfüllen?

Einreisende aus Staaten und Gebieten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko müssen vor der Einreise immer das Einreiseformular ausfüllen.

Einreisende aus Staaten und Gebieten ohne erhöhtes Ansteckungsrisiko müssen ihre Kontaktdaten angeben, falls sie per Flugzeug, Schiff, Bus oder Zug einreisen. Das Einreiseformular muss vor der Einreise in die Schweiz ausgefüllt werden. 

Ausgenommen von dieser Pflicht sind Personen, die aus Gebieten an der Grenze zur Schweiz einreisen, mit denen ein enger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Austausch stattfindet.

Ein Arbeitnehmer reist aus einem Staat (Gebiet), welcher auf der BAG-Quarantäneliste ist ein. Was muss beachtet werden?  
  •  Direkt Fahrt auf den Betrieb / Unterkunft
  •  Quarantänepficht während 10 Tagen nach der Einreise in die Schweiz
  •  Anweisungen zur Quarantäne findet man hier.
  •  innerhalb von zwei Tagen bei der zuständigen kantonalen Behörde melden. Kontaktdaten findet man hier.
  •  Anweisungen der Behörden befolgen

Das Dokument «Anweisung zur Quarantäne» gibt es in verschiedenen Sprachen.

Hebt ein negatives Testergebnis die Quarantänepflicht auf?Nein. Neu kann die Quarantäne mit Zustimmung der kantonalen Behörde aber vorzeitig beendet werden, wenn die betroffene Person ab dem 7. Tag einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test durchführt und das Resultat negativ ist. Die Testkosten muss die Person selber tragen. Bis zum eigentlichen Ablauf der Quarantäne (10. Tag) muss die Person jederzeit eine Gesichtsmaske tragen und den Abstand von 1.5 Metern einhalten (ausser in der eigenen Wohnung/Zimmer). Bei einem positiven Test muss sich die Person unverzüglich in Isolation begeben.
Was ist der Unterschied zwischen Isolation und Quarantäne?

Personen, die positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden, müssen in Isolation.

Personen, die engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten, müssen in Quarantäne.

Einreisende aus Staaten/Gebieten, welche auf der Quarantäneliste sind, müssen in Quarantäne.

Weitere Informationen:Anweisungen zur Isolation und Anweisungen zur Quarantäne.

Muss ich die Stellenmeldepflicht beachten?Seit dem 8. Juni 2020 ist die Stellenmeldepflicht wiedereingeführt und muss beachtet werden. Weitere Informationen findet man hier.
Was muss ich beachten, wenn ich kurzfristig jemanden anstelle?Wir empfehlen einen schriftlichen Arbeitsvertrag abzuschliessen. Bei befristeten Arbeitsverträgen unbedingt die Probezeit und Kündigungsfristen im Arbeitsvertrag regeln. Die Arbeitnehmenden werden gemäss der Lohnrichtlinie in der Schweizer Landwirtschaft (SBV / SBLV / ABLA) entschädigt (kant. Mindestlöhne, verbindliche Regelungen im NAV, GAV haben Vorrang). Die Arbeitnehmer müssen nach den gesetzlichen Vorschriften versichert und die ausländerrechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Ausländische Arbeitnehmende mit Wohnsitz in der Schweiz, die weder die Niederlassungsbewilligung C besitzen noch mit Personen verheiratet sind, die die Niederlassungsbewilligung C oder das Schweizer Bürgerrecht haben, müssen beim Quellensteueramt gemeldet und abgerechnet werden. Und in jedem Fall gilt es die Verhaltens- und Hygieneregeln des BAG sowie die Arbeitssicherheit zu beachten.
Falls es auf Betrieben krankheitsbedingt zu Ausfällen kommt in den nächsten Wochen, wird die Nachbarschaftshilfe wichtig. Welche Punkte gilt Nachbarschaftshilfe bezüglich Arbeits- und Versicherungsrecht zu berücksichtigen?

Die Nachbarschaftshilfe zeichnet sich aus durch:

  • Spontaner Einsatz, Gefälligkeitscharakter
  • Keine oder geringe Entlöhnung
  • Kein primäres wirtschaftliches Interesse des Arbeitgebers

Diese Aushilfen unterstehen nicht der obligatorischen Unfallversicherung und sind somit nicht über eine allfällige bestehende Versicherung für Angestellt versichert.

In erster Linie müssen die Versicherungen der geschädigten Person für die Kosten aufkommen. In Frage kommen die NBU-Versicherung aus einem bestehenden Anstellungsverhältnis, die obligatorische Krankenversicherung der geschädigten Person oder allfällige freiwillige Versicherungen der geschädigten Person. Um Missverständnisse zu vermeiden, empfehlen wir in einer Vereinbarung mit den freiwilligen Aushilfen folgende Passage festzuhalten: «Für die Unfallversicherung sind Sie eigenverantwortlich. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie gegen Nichtberufsunfälle versichert sind». 

Sollten Sie mit solchen Einsätzen rechnen, empfehlen wir Ihnen ebenfalls den Abschluss einer Aushilfeversicherung und den Anschluss an die Globalversicherung für Angestellte bei der Agrisano, da die Grenze zwischen Aushilfe und Angestelltem fliessend sind und bei einem eventuellen Schadenfall die Kosten immens sein können.

Gehen die Einsätze über solche «spontane» Einsätze hinaus, ist dies ein Arbeitsverhältnis, ihr Nachbar ist somit für diese Arbeiten Ihr Arbeitnehmer.

Dies charakterisiert sich durch:

  • Einsätze sind geplant/organisiert, evtl. regelmässig
  • Entschädigung mit Lohncharakter
  • Tätigkeit im wirtschaftlichen Interesse des Arbeitgebers

Solche Personen sind als normale Angestellte zu versichern, je nach Pensum und Dauer gemäss den Regelungen des UVG, BVG und des jeweiligen kantonalen Normalarbeitsvertrages. Der Arbeitgeber ist verpflichtet diese Personen seinem UVG-Versicherer, z.B. der Globalversicherung zu melden.

Jemand möchte bei mir Freiwilligenarbeit leisten. Auf was muss ich achten?

Bezüglich Versicherungen gelten die Ausführungen zur Nachbarschaftshilfe. Bezieht ein versicherte Person Arbeitslosen- oder Kurzarbeitsentschädigung ist zudem Folgendes zu beachten:

Während Bezug von Arbeitslosenentschädigung:

Die versicherte Person, die eine freiwillige Tätigkeit ausüben will, bedarf einer Bewilligung der Kantonalen Amtsstelle, damit sie als vermittlungsfähig gilt. Damit sollen Rechtsmissbräuche verhindert (z. B. dass Tätigkeiten ausgeübt werden, die normalerweise gegen Lohn erbracht werden) und sichergestellt werden, dass das primäre Ziel der raschen und dauerhaften Wiedereingliederung der versicherten Personen in den Arbeitsmarkt nicht gefährdet wird. 

Während Bezug von Kurzarbeitsentschädigung:

Hier stellt sich die Frage der Vermittlungsfähigkeit nicht. Daher sollte es möglich sein, sofern die Zustimmung des Arbeitgebers vorliegt. Dieser darf die Zustimmung nur verweigern, wenn die arbeitnehmende Person wegen der freiwilligen Tätigkeit ihre arbeitsvertraglichen Verpflichtungen nicht einhalten könnte. Es gelten dieselben Regeln wie für eine Zwischenbeschäftigung.

Die Armee bietet mich auf, ich werde aber auf dem Betrieb benötigt. Wie kann man ich mich befreien?

Nachdem es sich nicht mehr um eine Mobilisierung handelt, gilt das ganz normale Dispensationsverfahren. Angehörige der Armee können bei ihrer Aufgebotsstelle ein Gesuch mit Begründung um Verschiebung der Dienstleistung oder Befreiung von derselben stellen. Bei Problemen können sich Betroffene an den SBV (urs.schneider@hellosbv-usp.ch)  wenden.

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung hat in einem Schreiben bestätigt, dass die Landwirtschaftsbetriebe in der aktuellen Corona-Ausnahmesituation «systemrelevant» sind. Daher sollten Gesuche von auf den Betrieben benötigten BetriebsleiterInnen oder Arbeitskräften grosszügig vom Militär- Zivilschutz- und Zivildienstpflicht befreit werden.

Auch der Zivilschutz bietet Leute auf. Wie kann man sich davon befreien, weil man in der Landwirtschaft arbeiten muss?

Der Zivilschutz ist im Gegensatz zur Armee nicht national, sondern regional organisiert. Aber auch hier kann man sich mit einer Begründung (Arbeit ist wichtig für die Lebensmittelversorgung) dispensieren lassen. Falls diesem Gesuch nicht entsprochen wird, kann man sich an den kant. Bauernverband wenden und ihm Person und Aufgebotsstelle mitteilen. Dieser kann dann Kontakt aufnehmen und die Aufgebotsstelle auffordern, die betroffene Person zu dispensieren, weil sie dringend auf dem Betrieb benötigt wird.

Wie muss ich beim Verladen von Verladen von Poulets, Truten und Hennen sowie dem Einstallen von Küken und Junghennen vorgehen?Das folgende Merkblatt der Branche informiert über Organisations- und Vorbeugemassnahmen für das Verladen und Ausladen:
COVID_19_Vorbeuge_Gefluegelverlad_u_einstallung_d_def
Wer zahlt, wenn ein Mitarbeitender für 10 Tage in die Quarantäne muss und die Erwerbstätigkeit unterbrechen muss?    Sofern ein Arzt (oder Behörde) die Quarantäne angeordnet hat, gibt es für Angestellte wie auch Selbständigerwerbende eine Corona-Erwerbsersatz-Entschädigung. Infos dazu gibt es auf diesem Merkblatt auf Seite 6. Das Anmeldeformular ist hier zu finden.
Haben Lernende (oder Rentner) Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz?    Ja, es besteht kein Mindest oder ein Maximalalter. So können Lernende und erwerbstätige Personen, die das ordentliche Rentenalter bereits erreicht haben, anspruchsberechtigt sein.
Wie funktioniert das mit der Corona-Erwerbsersatzentschädigung?     Antworten betreffend der Entschädigungshöhe, Anspruchsbeginn und –ende, Teilzeitarbeit und mehr findet man hier.  

Finanzielles

Bitte beachten Sie, dass unterdessen die Kantone in der Verantwortung sind und weitergehende Massnahmen beschliessen können, die ebenfalls zu beachten sind!

Entschädigung für Selbstständigerwerbende und deren mitarbeitende Ehegatten resp. eingetragene Partner. Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Sie haben Anspruch auf die Entschädigung, wenn Sie im Sinne der AHV als selbstständigerwerbend gelten oder aber im Betrieb des selbstständigerwerbenden Ehegatten oder eingetragenen Partners angestellt sind und von der Betriebsschliessung oder dem Veranstaltungsverbot betroffen sind. Dabei ist unerheblich ob die Betriebsschliessung oder das Veranstaltungsverbot von den kantonalen Behörden oder auf Bundesebene entschieden wurde. Sie haben ausserdem Anspruch auf die Entschädigung, wenn Sie einen Erwerbsausfall erleiden und Ihre Firma einen wesentlichen Umsatzrückgang aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erfährt. In diesem Fall muss der monatliche Umsatz im Antragsmonat für Ansprüche bis zum 18. Dezember 2020 mindestens 55% und für Ansprüche ab dem 19. Dezember 2020 mindestens 40% tiefer sein im Vergleich zum durchschnittlichen Monatsumsatz der Jahre 2015-2019 oder während der tatsächlichen Dauer Ihrer Tätigkeit. Zudem muss das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen im Jahr 2019 mindestens Fr. 10'000.- betragen haben. Ehegatten und eingetragene Partner von Selbstständigerwerbenden haben überdies im Antragsmonat einen Lohnausfall vorzuweisen.

Zuständig ist die Ausgleichskasse, bei welcher die Sozialversicherungsbeiträge abgerechnet werden. Die Adressen findet man hier sowie weitre Informationen /Anmeldung hier.

Weitere Informationen findet man auch beim BSV.
Wie sieht es aus mit Entschädigung für den Erwerbsausfall aufgrund der gegen das Coronavirus auferlegten Massnahmen?    

Ein Anrecht auf Entschädigung haben:

•    Selbstständigerwerbende, die ihren Betrieb wegen kantonal oder auf Bundesebene festgelegten Massnahmen schliessen müssen.
•    Selbständigerwerbende, die vom Veranstaltungsverbot betroffen sind oder deren Veranstaltung wegen kantonal oder auf Bundesebene festgelegten Massnahmen abgesagt wurde.

Zuständig ist die Ausgleichskasse, bei welcher die Sozialversicherungsbeiträge abgerechnet werden. Die Adressen findet man hier sowie weitre Informationen /Anmeldung hier.

Wer zahlt, wenn eine Arbeitskraft für 10 Tage in die Quarantäne und die Erwerbstätigkeit unterbrechen muss?Sofern ein Arzt (oder Behörde) die Quarantäne angeordnet hat, gibt es für Angestellte wie auch Selbständigerwerbende eine Corona-Erwerbsersatz-Entschädigung. Infos dazu gibt es auf diesem Merkblattauf Seite 5. Das Anmeldeformular ist hier zu finden.
Wer zahlt, wenn eine Arbeitskraft positiv (erkrankt) ist und für  mindestens 10 Tage in Isolation muss?In diesem Fall ist der Arbeitnehmer krankgeschrieben und hat je nach Dauer der Anstellung Anspruch auf eine Lohnfortzahlung oder auf ein Krankentaggeld. Die Lohnfortzahlung/Krankentaggeldregelung ist im kantonalen Normalarbeitsvertrag Landwirtschaft geregelt, kann jedoch in einem Arbeitsvertrag abgeändert werden. Das Obligationenreicht muss aber eingehalten werden (Art. 324 ff OR)
Haben Lernende (oder Rentner) Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz?Ja, es besteht kein Mindest oder ein Maximalalter. So können Lernende und erwerbstätige Personen, die das ordentliche Rentenalter bereits erreicht haben, anspruchsberechtigt sein.
Wie funktioniert das mit der Corona-Erwerbsersatzentschädigung? Antworten betreffend der Entschädigungshöhe, Anspruchsbeginn und –ende, Teilzeitarbeit und mehr findet man hier.  
Gibt es für den Agrarsektor Zugang zur Kurzarbeitsentschädigung?

Einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) können die Arbeitgeber für Arbeitnehmende geltend machen, welche die obligatorische Schulzeit zurückgelegt, das AHV-Rentenalter aber noch nicht erreicht haben. Zudem müssen Arbeitnehmende in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis stehen und mit der Kurzarbeit einverstanden sein. Weitere Informationen findet man hier.

Landwirtschaftsbetrieben, welche nun zu wenig Arbeit haben (z.B. wegfallende Lieferung Gastrobetriebe) wird empfohlen ein Gesuch einzureichen. Weitere Informationen findet man hier oder beim Kanton.
Gibt es Härtefallhilfen für besonders stark betroffene Unternehmen?Ja. Der Bundesrat hat die Bedingungen gelockert, die ein Unternehmen erfüllen muss, um Härtefallhilfe zu erhalten. Unter anderem gelten Betriebe, die seit dem 1. November 2020 insgesamt während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen werden, neu ohne Nachweis eines Umsatzrückgangs als Härtefall. Zudem können neu auch 2021 erfolgte Umsatzrückgänge geltend gemacht werden. Die Obergrenzen für A-fonds-perdu-Beiträge werden auf 20 Prozent des Umsatzes bzw. 750'000 Franken je Unternehmen erhöht. Die konkrete Ausgestaltung der Härtefallhilfe liegt in der Verantwortung der Kantone. Sie prüfen auch die Gesuche im Einzelfall. Fragen zur Abwicklung eines Gesuchs sind entsprechend an den Kanton, in welchem das Unternehmen am 1. Oktober 2020 seinen Sitz hatte, zu richten. Weitere Informationen findet man hier.

Diverses

Bitte beachten Sie, dass unterdessen die Kantone in der Verantwortung sind und weitergehende Massnahmen beschliessen können, die ebenfalls zu beachten sind!

Welche vorsorglichen Massnahmen sind auf Betrieben mit Nutztierhaltung zu treffen, um für den Fall eines Ausfalls der Betriebsleitung gewappnet zu sein? Sie finden hier ein Merkblatt mit Hinweisen, was auf Betriebe mit Nutztieren beachtet werden sollte.  
Wenn Bewirtschaftende und ihre Familien sich in Quarantäne befinden, können sie dann noch auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten?

Dazu schreibt das BLW:

Personen in Quarantäne sollen für 10 Tage zuhause bleiben und den Kontakt mit anderen Personen vermeiden. Ausgenommen davon ist der Kontakt zu Personen, die ebenfalls in Quarantäne sind und im gleichen Haushalt wohnen. Die Hygiene- und Verhaltensregeln der BAG-Kampagne «So schützen wir uns» uns sind zu befolgen.
Befinden sich Personen in Isolation (aufgrund Symptomen oder positivem Testresultat), sollen sie zuhause bleiben. Die Nutztiere auf dem Betrieb sollten wenn möglich durch eine andere Person betreut werden oder, wenn nicht anders möglich, der Kontakt auf ein Minimum beschränkt werden. Die Versorgung der Tiere muss gewährleistet sein. Die Empfehlungen des BAG sind auf dem landwirtschaftlichen Betrieb einzuhalten.

Bei einer angeordneten Quarantäne oder einem positiven Testergebnis wird sich die zuständige kantonale Stelle melden und weitere Informationen und Anweisungen geben. 
Was ist beim Betreiben einer Besenbeiz zu beachten?Gastrobetriebe sind bis mindestens Ende Februar komplett zu schliessen. Take-Away-Angebote und Lieferdienste sind wie im Lockdown im Frühjahr weiter möglich.
Müssen Grenzlandbewirtschafter in Quarantäne? Nein. Die lokalen Lösungen, um die Bewirtschaftung der Flächen in der Grenzzone zu gewährleisten, gelten weiter.  

Kontaktperson

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Corona-Task Force 

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Urs Schneider

Schweizer Bauernverband
Stv. Direktor
Corona-Task Force
Leiter Departement Kommunikation und Services

Mobile 079 438 97 17
Email urs.schneider@sbv-usp.ch

Francis Egger

Vize-Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Departement Wirtschaft,
Bildung und Internationales

Telefon      056 462 50 12
Mobile       079 280 69 66
Email        francis.egger@sbv-usp.ch

Sandra Helfenstein

Schweizer Bauernverband
Stv. Leiterin Departement Kommunikation und Services
Co-Leiterin Kommunikation, Bereich Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Mediensprecherin

Telefon 056 462 52 21
Mobile 079 826 89 75
E-Mail sandra.helfenstein@sbv-usp.ch

  

SBV-News SBV-News Nr. 16 (14. – 17.4.2020)

20.04.20 | Seit 2019 sind auch die Zuckerrüben als letzte Kultur nicht mehr mit einer neonicotinoiden Saatbeizung gegen frühen Insektenbefall geschützt. Die Folge ist massiver Befall mit dem Rübenerdfloh. Dieser profitiert diesen Frühling ganz besonders von den sehr trockenen und warmen Bedingungen. Sein Schaden lässt die Keimblätter der Rüben austrocknen und die Pflanzen im schlimmsten Fall verdorren. Als Folge braucht es mehr Behandlungen von Insektiziden auf die Blätter, was ebenfalls nicht unproblematisch ist.

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Gute und schlechte Nachrichten vom Bundesrat

16.04.20 | Neu können Selbstständigerwerbende auch ohne komplette Betriebsschliessung im Rahmen einer Härtefallregelung eine Entschädigung für ihren Umsatzausfall beantragen und ab dem 27. April ist der Verkauf von Pflanzen wieder möglich. Nicht nachvollziehbar ist, dass die Wochenmärkte bis zum 11. Mai warten müssen.

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SBV-News SBV-News Nr. 15 (6. – 9.4.2020)

14.04.20 | Der SBV aktualisierte und ergänzte die Fragen & Antworten-Seite rund die Corona-Ausnahmesituation und die Landwirtschaft. Neu ist unter anderem, dass für Leute in Kurzzeitarbeit der Zwischenverdienst nicht mehr gemeldet werden muss und so auch nicht angerechnet wird. Damit lohnt sich der Einsatz in der Landwirtschaft für viele! Für Anliegen, die weder auf unserer Infoseite noch auf jener des Bundesamtes für Landwirtschaft geklärt werden, steht die E-Mail-Adresse: corona@sbv-usp.ch zur Verfügung.

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SBV-News SBV-News Nr. 14 (30.3. – 3.4.2020)

06.04.20 | Amtsantritt als Direktor Wegen Corona trat am 1. April unter etwas speziellen Umständen Martin Rufer die Nachfolge von Jacques Bourgeois als Direktor des SBV an. Bis seine Nachfolge geklärt ist, bleibt er Leiter des Departements Produktion, Märkte & Ökologie. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit allen Bauernfamilien und den Mitgliedorganisationen. Sein persönliches Votum per Video: https://youtu.be/hge5MB6uMkE.

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Landwirtschaftsbetriebe sind «versorgungsrelevant»

01.04.20 | Landwirtschaftsbetriebe sind gemäss Bestätigung des Bundes relevant für die Versorgung der Schweiz und können ihre Arbeit weiterführen. Der Schweizer Bauernverband sucht weiter nach Lösungen für die von Corona betroffenen Betriebe und begrüsst die heute vom Bundesrat beschlossenen Entlastungsmassnahmen im Fleischbereich.

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SBV-News SBV-News Nr. 13 (23. – 27.3.2020)

31.03.20 | Je nach Entwicklung in Europa aufgrund des Coronavirus und der Möglichkeit für ausländische Arbeitskräfte in die Schweiz zu kommen, zeichnet sich in den nächsten Wochen ein Personalmangel von bis zu mehreren Tausend Personen ab. Der SBV hat deshalb diese Woche die in der Westschweiz bereits existierende Plattform www.agrix.ch national lanciert und gleichzeitig auf einer Übersichtseite verschiedene andere Möglichkeiten für die Rekrutierung von inländischen Arbeitskräften zusammengestellt.

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Standpunkte
Und plötzlich ist alles anders

26.03.20 | Wer hätte sich die aktuelle Situation im Vorfeld vorstellen können? Niemand! Uneingeschränkte Reisetätigkeit, Warenfluss über den ganzen Erdball hinweg und jederzeit volle Regale schienen für alle Ewigkeit zu gelten. Und nun das: Grenzen zu, Schulen zu, kaum noch Flugverkehr, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Mobilisierung von Teilen der Armee, leer gekaufte Gestelle und vieles mehr, was ausserhalb unserer Vorstellung lag. Die Corona-Krise führt auch in der Landwirtschaft zu vielen Fragen und Unsicherheiten. Der Schweizer Bauernverband (SBV) setzte bereits am Tag, als der Bundesrat die ausserordentliche Lage erklärte, eine Task-Force ein. Der neue Direktor Martin Rufer stellt den Kontakt zu den involvierten Bundesstellen sicher. Francis Egger ist die Kontaktperson zur Westschweiz und ich zur Deutschschweiz, Sandra Helfenstein obliegt die Kommunikation. Mit Unterstützung der Mitarbeitenden, aber auch der Mitgliedsektionen und Partner, bearbeiten wir die Herausforderungen, welche die Ausnahmesituation für alle Beteiligten mit sich bringt. Im Vordergrund steht die Sicherung der Versorgung. Da viele ausländische Arbeitskräfte nicht kommen können oder wollen, ist ein massgeblicher Faktor die Verfügbarkeit von genügend Personal für die anstehenden Arbeiten. Wir haben eine in der Westschweiz bereits bestehende Plattform auf Deutsch angepasst und zeigen auf unserer Webseite weitere Möglichkeiten auf, wie die Betriebsleitenden Arbeitskräfte im Inland finden können. Auch sonst sind verschiedene Betriebe von der aktuellen Situation betroffen und suchen Hilfe und Unterstützung. Für Themen von allgemeinem Interesse haben wir auf der Webseite eine «Fragen&Antworten»-Seite eingerichtet: Falls Sie Fragen haben, die dort oder über die Informationen des Bundesamtes für Landwirtschaft nicht abgedeckt sind, können Sie diese senden an: corona@sbv-usp.ch. Wir sind für Sie da! Neben Corona gilt es den Betrieb des SBV unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Und Sie, liebe Bäuerinnen und Bauern, führen der Schweiz vor Augen, welche grosse Bedeutung einer Produktion vor Ort zukommt. Auch für Ihren Einsatz darf man klatschen! Urs Schneider, Stv. Direktor SBV, Corona-Task Force, Brugg

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Medienmitteilungen
Plattformen für die Arbeitsvermittlung in der Landwirtschaft

25.03.20 | Ab sofort stehen mit agrix.ch oder agrarjobs.ch kostenlose Plattformen für die Vermittlung von offenen Stellen in der Landwirtschaft aufgrund des Coronavirus zur Verfügung. Weitere Möglichkeiten sind online zu finden.

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