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Corona-Krise: Fragen & Antworten für die Landwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 09.07.20 / 09:00 Uhr

 

Haben Sie eine Frage im Zusammenhang mit dem Corona-Ausnahmezustand und finden die Antwort weder in unseren Fragen & Antworten hier noch in jenen des BLW (Link ganz unten)? Dann senden Sie uns ein Mail an: corona@hellosbv-usp.ch

Märkte und Versorgung

Bitte beachten Sie, dass unterdessen die Kantone in der Verantwortung sind und weitergehende Massnahmen beschliessen können, die ebenfalls zu beachten sind!

Frage Antwort
Was ist beim Betreiben von Hofläden zu beachten?Die Hofläden müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit einhalten. Dazu gehören Hygienemassnahmen wie gründlich Händewaschen, Hände nicht schütteln sowie genügend Abstand zu anderen Personen sicherstellen. Das kann weiter heissen, die Anzahl Kundinnen und Kunden zu begrenzen, die gleichzeitig im Laden sind. Ebenso wird empfohlen, eine bargeldlose Bezahlmöglichkeit anzubieten. Wer sich für TWINT interessiert kann sich hier dafür anmelden. Ein ausführliches Schutzkonzept ist hier zu finden. 
Was ist beim Betreiben von Markständen und Wochenmärkten zu beachten?

Gemäss Entscheid des Bundesrats dürfen Wochenmärkte ab dem 11. Mai den Betrieb wieder aufnehmen. Der Schweizer Obst- und der Gemüseproduzentenverband haben ein von den Behörden abgesegnetes Schutzkonzept für die Corona-taugliche Umsetzung plus dazu passende Hinweisschilder ausgearbeitet.

Die BauernZeitung hat zudem eine interaktive Karte aufgeschaltet, auf der Bauernfamilien ihr Angebot für Hauslieferdienste sichtbar machen können.

In der UFA-Revue online gibt es einen Artikel mit wertvollen Hinweisen für alternative Absatzkanäle und die Vermarktung über andere  Gemüse-Vermarktungs-Plattformen.

Was ist beim Betreiben von Selbstplückfelder zu beachten?Schutzkonzepte zur Corona-tauglichen Umsetzung von Selbstpflückfeldern sind hier zu finden.
Was ist beim Betreiben von Schlachtviehmärkten zu beachten?Gemäss Entscheid des Bundesrats vom 16. April dürfen Schlachtviehmärkte ab dem 11. Mai den Betrieb wiederaufnehmen. Die IG öffentliche Märkte hat dafür die Umsetzung ein Schutzkonzept erarbeitet.

Arbeitskräfte & Arbeitsrecht (gilt auch für Alppersonal)

Bitte beachten Sie, dass unterdessen die Kantone in der Verantwortung sind und weitergehende Massnahmen beschliessen können, die ebenfalls zu beachten sind!

FrageAntwort
Die Schweiz hat ab dem 15. Juni 2020 die Grenzen zu allen Schengen-Staaten geöffnet. Was bedeutet das?

Die Grenzkontrollen an allen Land- und Luftgrenzen zwischen der Schweiz und den Schengen-Staaten sind aufgehoben. Somit gelten wieder die gewöhnlichen Einreisebedingungen (Arbeitsbewilligungen, Familiennachzug etc.):

- für alle Staatsangehörigen eines Schengen-Staates

- für freizügigkeitsberechtigte Personen

- für nicht visumpflichtige Drittstaatsangehörige, die sich bereits legal im Schengen-Raum aufhalten

- für visumpflichtige Drittstaatsangehörige, die sich bereits mit einem Schengen-Aufenthaltstitel legal im Schengen-Raum aufhalten.

Weitere Informationen für Personen aus EU/EFTA-Staaten

Öffnen alle EU- / Schengen-Staaten Ihre Grenzen per 15. Juni 2020?

Nein, weitere Informationen findet man unter anderem auf den folgenden Seiten:
EU Mobility and Transport, Schengenraum, IATA-International Travel Centre

Was muss ich als Betriebsleiter mit Angestellten beachten?

Die Behörden verlangen neu von allen Landwirtschaftsbetrieben mit Angestellten oder Lernenden ein Schutzkonzept, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Der Gemüseproduzenten- und Obstverband haben ein solches Schutzkonzept für Betriebe mit Spezialkulturen erstellt. Der Schweizer Bauernverband hat daraus ein angepasstes Konzept für Betriebe mit einzelnen Angestellten oder Lernenden erstellt. Jeder betroffene Betrieb ist aufgefordert, eines der beiden Schutzkonzepte herunterzuladen, bei Bedarf zu ergänzen, auszudrucken und zu unterzeichnen. Ebenso muss er dafür besorgt sein, dass die dort aufgeführten Massnahmen auf seinem Betrieb umgesetzt sind. 

Eine italienische Version des Schutzkonzeptes ist hier zu finden. 

Muss ich die Stellenmeldepflicht beachten?Ab dem 8. Juni 2020 wird die Stellenmeldepflicht wiedereingeführt und muss beachtet werden. Weitre Informationen findet man hier.
Was muss ich beachten, wenn ich kurzfristig jemanden anstelle?Wir empfehlen einen schriftlichen Arbeitsvertrag abzuschliessen. Bei befristeten Arbeitsverträgen unbedingt die Probezeit und Kündigungsfristen im Arbeitsvertrag regeln. Die Arbeitnehmenden werden gemäss der Lohnrichtlinie in der Schweizer Landwirtschaft (SBV / SBLV / ABLA) entschädigt (kant. Mindestlöhne, verbindliche Regelungen im NAV, GAV haben Vorrang). Die Arbeitnehmer müssen nach den gesetzlichen Vorschriften versichert und die ausländerrechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Ausländische Arbeitnehmende mit Wohnsitz in der Schweiz, die weder die Niederlassungsbewilligung C besitzen noch mit Personen verheiratet sind, die die Niederlassungsbewilligung C oder das Schweizer Bürgerrecht haben, müssen beim Quellensteueramt gemeldet und abgerechnet werden. Und in jedem Fall gilt es die Verhaltens- und Hygieneregeln des BAG sowie die Arbeitssicherheit zu beachten.
Was ist zusätzlich zu beachten, wenn ich jemanden anstelle, welcher Kurzarbeitsentschädigung beziehtDer Arbeitnehmer, welcher Kurzarbeitsentschädigung (KAE) bezieht braucht für die Arbeit im Landwirtschaftsbetrieb das Zugeständnis vom «alten» Arbeitgeber. Wenn ein Arbeitnehmer, welcher KAE bezieht in der Landwirtschaft arbeitet, spricht man von einer Zwischenbeschäftigung. Der alte Arbeitsvertrag hat immer noch Gültigkeit, das heisst der Arbeitnehmer muss auch jederzeit bereit sein, sein Arbeitspensum im angestammten Betrieb wiederaufzunehmen. Seit dem 9. April 2020 (rückwirkend ab dem 1. März 2020) müssen Arbeitnehmende während der Kurzarbeit durch Zwischenbeschäftigung oder selbständige Tätigkeit erzielte Einkommen dem «alten» Arbeitgeber nicht mehr mitteilen. Diese Änderung gilt bis zum 31. August 2020. Das heisst der Landwirtschaftsbetrieb muss keine zusätzlichen Formulare mehr ausfüllen und der Arbeitnehmende kann einen Zusatzverdienst erwirtschaften. Weitere Information finden Sie hier.

Wie kann ich als Betrieb zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Inland rekrutieren?

Wo kann ich mich melden, wenn ich Interesse haben, in den nächsten Wochen in der Landwirtschaft auszuhelfen? 
Der SBV hat eine Liste mit Plattformen zusammengestellt. Diese ermöglichen einerseits den Landwirtschaftsbetrieben ihren Bedarf an Arbeitskräften sichtbar zu machen. Andererseits können Interessierte dort mögliche Einsatzorte zu finden oder ihre Arbeitskraft auch aktiv anbieten.
Falls es auf Betrieben krankheitsbedingt zu Ausfällen kommt in den nächsten Wochen, wird die Nachbarschaftshilfe wichtig. Welche Punkte gilt Nachbarschaftshilfe bezüglich Arbeits- und Versicherungsrecht zu berücksichtigen?

Die Nachbarschaftshilfe zeichnet sich aus durch:

  • Spontaner Einsatz, Gefälligkeitscharakter
  • Keine oder geringe Entlöhnung
  • Kein primäres wirtschaftliches Interesse des Arbeitgebers

Diese Aushilfen unterstehen nicht der obligatorischen Unfallversicherung und sind somit nicht über eine allfällige bestehende Versicherung für Angestellt versichert.

In erster Linie müssen die Versicherungen der geschädigten Person für die Kosten aufkommen. In Frage kommen die NBU-Versicherung aus einem bestehenden Anstellungsverhältnis, die obligatorische Krankenversicherung der geschädigten Person oder allfällige freiwillige Versicherungen der geschädigten Person. Um Missverständnisse zu vermeiden, empfehlen wir in einer Vereinbarung mit den freiwilligen Aushilfen folgende Passage festzuhalten: «Für die Unfallversicherung sind Sie eigenverantwortlich. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie gegen Nichtberufsunfälle versichert sind». 

Sollten Sie mit solchen Einsätzen rechnen, empfehlen wir Ihnen ebenfalls den Abschluss einer Aushilfeversicherung und den Anschluss an die Globalversicherung für Angestellte bei der Agrisano, da die Grenze zwischen Aushilfe und Angestelltem fliessend sind und bei einem eventuellen Schadenfall die Kosten immens sein können.

Gehen die Einsätze über solche «spontane» Einsätze hinaus, ist dies ein Arbeitsverhältnis, ihr Nachbar ist somit für diese Arbeiten Ihr Arbeitnehmer.

Dies charakterisiert sich durch:

  • Einsätze sind geplant/organisiert, evtl. regelmässig
  • Entschädigung mit Lohncharakter
  • Tätigkeit im wirtschaftlichen Interesse des Arbeitgebers

Solche Personen sind als normale Angestellte zu versichern, je nach Pensum und Dauer gemäss den Regelungen des UVG, BVG und des jeweiligen kantonalen Normalarbeitsvertrages. Der Arbeitgeber ist verpflichtet diese Personen seinem UVG-Versicherer, z.B. der Globalversicherung zu melden.

Jemand möchte bei mir Freiwilligenarbeit leisten. Auf was muss ich achten?

Bezüglich Versicherungen gelten die Ausführungen zur Nachbarschaftshilfe. Bezieht ein versicherte Person Arbeitslosen- oder Kurzarbeitsentschädigung ist zudem Folgendes zu beachten:

Während Bezug von Arbeitslosenentschädigung:

Die versicherte Person, die eine freiwillige Tätigkeit ausüben will, bedarf einer Bewilligung der Kantonalen Amtsstelle, damit sie als vermittlungsfähig gilt. Damit sollen Rechtsmissbräuche verhindert (z. B. dass Tätigkeiten ausgeübt werden, die normalerweise gegen Lohn erbracht werden) und sichergestellt werden, dass das primäre Ziel der raschen und dauerhaften Wiedereingliederung der versicherten Personen in den Arbeitsmarkt nicht gefährdet wird. 

Während Bezug von Kurzarbeitsentschädigung:

Hier stellt sich die Frage der Vermittlungsfähigkeit nicht. Daher sollte es möglich sein, sofern die Zustimmung des Arbeitgebers vorliegt. Dieser darf die Zustimmung nur verweigern, wenn die arbeitnehmende Person wegen der freiwilligen Tätigkeit ihre arbeitsvertraglichen Verpflichtungen nicht einhalten könnte. Es gelten dieselben Regeln wie für eine Zwischenbeschäftigung.

Die Armee mobilisiert zurzeit Leute. Wie kann man sich davon befreien, weil man in der Landwirtschaft arbeiten muss?

Da es sich um eine Mobilisierung handelt, muss man einrücken, wenn man die eigene Einheit aufgeboten wird. Ein vorgängiges Dispensationsgesuch wie bei einem normalen Aufgebot ist nicht möglich. Nach dem Einrücken kann man aber umgehend mit einer entsprechenden Be-gründung (Arbeit ist wichtig für die Lebensmittelversorgung) ein Dispensationsgesuch stellen. 

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung uns in einem Schreiben bestätigt, dass die Landwirtschaftsbetriebe in der aktuellen Corona-Ausnahmesituation «systemrelevant» sind. Damit können sich die auf den Betrieben benötigten Arbeitskräfte vom Militär- Zivilschutz- und Zivildienstpflicht befreien lassen. 

Auch der Zivilschutz bietet Leute auf. Wie kann man sich davon befreien, weil man in der Landwirtschaft arbeiten muss?

Der Zivilschutz ist im Gegensatz zur Armee nicht national, sondern regional organisiert. Aber auch hier kann man sich mit einer Begründung (Arbeit ist wichtig für die Lebensmittelversorgung) dispensieren lassen. Falls diesem Gesuch nicht entsprochen wird, kann man sich an den kant. Bauernverband wenden und ihm Person und Aufgebotsstelle mitteilen. Dieser kann dann Kontakt aufnehmen und die Aufgebotsstelle auffordern, die betroffene Person zu dispensieren, weil sie dringend auf dem Betrieb benötigt wird.

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung uns in einem Schreiben bestätigt, dass die Landwirtschaftsbetriebe in der aktuellen Corona-Ausnahmesituation «systemrelevant» sind. Damit können sich die auf den Betrieben benötigten Arbeitskräfte vom Militär- Zivilschutz- und Zivildienstpflicht befreien lassen. 

Wie muss ich beim Verladen von Verladen von Poulets, Truten und Hennen sowie dem Einstallen von Küken und Junghennen vorgehen?Das folgende Merkblatt der Branche informiert über Organisations- und Vorbeugemassnahmen für das Verladen und Ausladen:
COVID_19_Vorbeuge_Gefluegelverlad_u_einstallung_d_def

Finanzielles

Gibt es für den Agrarsektor Zugang zur Kurzarbeitsentschädigung?

Einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) können die Arbeitgeber für Arbeitnehmende geltend machen, welche die obligatorische Schulzeit zurückgelegt, das AHV-Rentenalter aber noch nicht erreicht haben. Zudem müssen Arbeitnehmende in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis stehen und mit der Kurzarbeit einverstanden sein. Weitere Informationen findet man hier.

Landwirtschaftsbetrieben, welche nun zu wenig Arbeit haben (z.B. wegfallende Lieferung Gastrobetriebe) wird empfohlen ein Gesuch einzureichen. Die Formulare findet man hier oder beim Kanton.
Wie sieht es aus mit Entschädigung für den Erwerbsausfall aufgrund der gegen das Coronavirus auferlegten Massnahmen?

Ein Anrecht auf Entschädigung haben:

  • Selbstständigerwerbende, die einen Erwerbsausfall wegen einer bundesrechtlich angeordneten Betriebsschliessung oder des Veranstaltungsverbots erleiden, haben Anspruch auf die Entschädigung (Zeitraum 17. März bis 16. September 2020).
  • Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist.
  • Am 16. April entschied der Bundesrat, dass auch Selbstständigerwerbende ohne komplette Betriebsschliessung im Rahmen einer Härtefallregelung eine Entschädigung für ihren Umsatzausfall beantragen können (auch rückwirkend). Die Voraussetzung hierfür ist, dass das AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen höher ist als 10’000 Franken ist, aber 90’000 Franken nicht übersteigt (Zeitraum 17. März bis 16. September 2020).
Mehr Infos gibt es in der Medienmitteilung des Bundesrats. Das Anmeldeformular ist hier zu finden.
Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten, wenn ein Betrieb wegen Einnahmeausfällen in finanzielle Bedrängnis kommt?

Der Bund gewährt auch den Landwirtschaftsbetrieben in Corona-bedingten Liquiditätsengpässen die Möglichkeit, rasch und unkompliziert einen zinslosen Überbrückungskredit zu beantragen. Dieser ist bei der Hausbank zu beantragen und wird vom Bund abgesichert. Mehr Infos zum Vorgehen für den ist hier zu finden.

Auch die zinsfreien Betriebshilfedarlehen zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses stehen weiter zur Verfügung. Anlaufstellen dafür sind die Kantone, in der Regel die kantonalen Kreditkassen.
Wer zahlt, wenn ein Mitarbeitender für 10 Tage in die Quarantäne muss und nicht arbeiten darf?Sofern ein Arzt (oder Behörde) die Quarantäne angeordnet hat, gibt es für Angestellte wie auch Selbständigerwerbende eine Corona-Erwerbsersatz-Entschädigung. Infos dazu gibt es auf diesem Merkblatt auf Seite 6. Das Anmeldeformular ist hier zu finden.

Berufsbildung

Können die Lernenden ihre Arbeit auf den Betrieben fortsetzen, auch wenn die Schulen geschlossen sind ? Unter welchen Bedingungen?Siehe Infoschreiben der Verbundpartner.
D: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_de_18.3.20.pdf
F: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_fr_18.3.20.pdf
I: Aufruf_verbundpartner_berufsbildungsakteure_it_18.3.20.pdf
Werden die Berufs- und Meisterprüfungen Landwirtschaft wie geplant durchgeführt? Ja. Wer den Abgabetermin vom 15. April 2020 für die Betriebsstudie bzw. Businessplan einhält, kann (sofern die Corona-Situation nicht gravierend ändert) das Diplom in diesem Jahr abschliessen. Daneben gibt es einen 2. Abgabetermin am 15.8.2020 für Kandidaten, die aus Corona-technischen Gründen den ersten Abgabetermin nicht einhalten konnten. In diesem Fall wird der Abschluss 2020 allerdings nicht möglich sein.  
Finden die Qualifikationsverfahren für die Lehrabschlussprüfung statt?Ja, wenn auch in angepasster Form. Die praktischen Prüfungen einschliesslich Fachgespräch werden unter Einhaltung der Hygienevorgaben in gewohnter Manier durchgeführt. Die Schlussprüfungen Berufskunde und Allgemeinbildender Unterricht finden hingegen nicht statt. Hier kommen die bereits erlangten Erfahrungsnoten zum Zug. Siehe auch Richtlinien des Bundes.
Wo finde ich Informationen zu den höheren Fachschulen?Die höheren Fachschulen informieren hier über die aktuelle Situation im Zusammenhang mit Corona.
Werden die Abschlussprüfungen Bäuerin, eidg. FA, wie geplant durchgeführt?Die Prüfungsdaten in der Deutschschweiz (Strickhof 20.-24.4.2020) werden verschoben. In der Westschweiz (Grangeneuve) werden die Prüfungen ebenfals auf den 22. und/oder 29. Juni verschoben.  
Finden die SwissSkills im September 2020 statt?Nein. Sie werden in den Herbst 2022 verschoben und dann wie für ursprünglich für dieses Jahr geplant in Bern durchgeführt.
Kann ich als Lehrmeister vom Lernenden verlangen, dass er das Wochenende auf dem Lehrbetrieb verbringt?Nein, arbeitsrechtlich ist das nicht möglich. Sie können aber klare Vereinbarungen treffen (wenn notwendig schriftlich): die Lernenden müssen sich auch am Wochenende strikt an die Vorgaben des Bundes halten. 
Kann ich als Lehrmeister verlangen, dass der Lernende nach dem Wochenende zuhause bleibt?Auch das ist arbeitsrechtlich nicht möglich. Die ältere Generation auf den Betrieben muss sich schützen, wie andere ältere Personen auch: jeglichen Kontakt vermeiden. Die Vorgaben des Bundes müssen auf beiden Seiten umgesetzt werden. Zudem ist die Anordnung einer Selbstquarantäne des Lernenden an seinem Wohnort  auch ohne Krankheitssymptome möglich.  In diesem Fall ist aber weiterhin der volle Lohn geschuldet. Weil keine Erkrankung vorliegt, kann "Selbstquarantäne" grundsätzlich nicht über die Krankentaggeldversicherung abgerechnet werden.
Wäre es sinnvoll, wenn die Lernenden in dieser Zeit nicht zwischen dem Lehrbetrieb und zuhause pendeln, sondern sich für den Verbleib auf einem der beiden Betriebe entscheiden? Ja, das ist sinnvoll und kann im gegenseitigen Einvernehmen so gemacht werden. 

Diverses

Bitte beachten Sie, dass unterdessen die Kantone in der Verantwortung sind und weitergehende Massnahmen beschliessen können, die ebenfalls zu beachten sind!

FrageAntwort
Welche vorsorglichen Massnahmen sind auf Betrieben mit Nutztierhaltung zu treffen, um für den Fall eines Ausfalls der Betriebsleitung gewappnet zu sein? Sie finden hier ein Merkblatt mit Hinweisen, was auf Betriebe mit Nutztieren beachtet werden sollte.  
Was ist beim Betreiben einer Besenbeiz zu beachten?Ab dem 6. Juni ist die Begrenzung von maximal 4 Personen pro Tisch aufgehoben und geschlossene Veranstaltungen bis 300 sind wieder möglich. Bei Gästegruppen bis 4 Personen geben die Gäste freiwillig die Kontaktdaten an. Bei Gästegruppen von mehr als 4 Personen ist es Pflicht, dass mindestens eine Person die Kontaktdaten hinterlässt. Zwischen den einzelnen Gästegruppen ist ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Ist das nicht möglich, muss ein trennendes Element zwischen den Tischen eingesetzt werden. Zudem müssen alle Gäste sitzen, Stehplätze an der Bar beispielsweise sind verboten. Weitere Infos sind im Schutzkonzept von Gastro Suisse zu finden.
Was gibt es bei Weindegustationen zu beachten?Im Schutzkonzept des Schweizerischen Weinbauernverbands finden Anbieter Informationen, was es bei der Durchführung von Weindegustationen zu beachten gilt. 
Was gilt es bei agrotouristischen Angeboten zu beachten?Im Schutzkonzept von Agrotourismus Schweiz finden Anbieter Informationen, was es bei den verschiedenen Angeboten zu beachten gilt. 
Können Agro-Lohnunternehmer uneingeschränkt ihre Leistungen erbringen?Ja. 
Wie kann die Bewirtschaftung im Grenzland sichergestellt werdenDie Grenzübergänge wurden teilweise geschlossen, was die Bewirtschaftung von Flächen in der Grenzzone erschwerte oder verunmöglichte. Dank dem Engagement der kantonalen Bauernverbände ist es gelungen, lokale Lösungen zu finden, um die Bewirtschaftung der Flächen in der Grenzzone zu gewährleisten. 

Kontaktperson

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Corona-Task Force sowie Produktion, Märkte & Ökologie

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Urs Schneider

Schweizer Bauernverband
Stv. Direktor
Corona-Task Force
Leiter Departement Kommunikation und Services

Mobile 079 438 97 17
Email urs.schneider@sbv-usp.ch

Francis Egger

Vize-Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Departement Wirtschaft,
Bildung und Internationales

Telefon      056 462 50 12
Mobile       079 280 69 66
Email        francis.egger@sbv-usp.ch

Sandra Helfenstein

Schweizer Bauernverband
Stv. Leiterin Departement Kommunikation und Services
Co-Leiterin Kommunikation, Bereich Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Mediensprecherin

Telefon 056 462 52 21
Mobile 079 826 89 75
E-Mail sandra.helfenstein@sbv-usp.ch

  

Medienmitteilungen
Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

21.03.20 | Der Schweizer Bauernverband und seine Mitgliedsektionen bearbeiten intensiv die verschiedenen Probleme und offenen Fragen, die sich aus dem Corona-Ausnahmezustand für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie die Bauernfamilien ergeben.

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Medienmitteilungen
Vorgängige Anmeldung für Einreise erforderlich!

20.03.20 | Noch bis zum nächsten Donnerstag können ausländische Arbeitskräfte nur mit Arbeitsvertrag in die Schweiz einreisen. Sie müssen aber vorgängig den Behörden gemeldet worden sein. Der Schweizer Bauernverband stellt dafür ein Formular zur Verfügung.

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Medienmitteilungen
Ausländische Arbeitskräfte: Sofortiges Handeln nötig!

18.03.20 | Die Schweizer Grenzen sind wegen des Corona-Virus geschlossen. Damit ausländische Arbeitskräfte in die Schweiz einreisen können, brauchen sie eine offizielle Aufenthaltserlaubnis. Die Arbeitgeber müssen diese sofort beantragen.

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Medienmitteilungen
Hofläden dürfen offen bleiben

17.03.20 | Der Verkauf von Lebensmitteln in Hofläden ist weiterhin möglich. Bei bedienten Läden sind die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit zu beachten. Seit heute befindet sich die Schweiz in einer «ausserordentlichen Lage» gemäss Epidemiengesetz. Alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe sind bis mindestens am 19. April 2020 geschlossen. Lebensmittelläden und damit auch die Hofläden auf den Bauernbetrieben sind davon allerdings ausgenommen. Wenig problematisch sind Selbstbedienungsangebote auf den Höfen. Bediente Läden müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit einhalten. Dazu gehören Hygienemassnahmen wie gründliches Händewaschen, Hände nicht schütteln sowie genügend Abstand zu anderen Personen sicherstellen. Das kann weiter heissen, die Anzahl Kundinnen und Kunden zu begrenzen, die gleichzeitig im Laden sind. Ideal ist weiter, eine bargeldlose Be-zahlmöglichkeit anzubieten. Der Schweizer Bauernverband arbeitet dafür bereits seit längerem mit TWINT zu-sammen. Alle Informationen dafür sind auf www.vomhof.ch zu finden. Das Abhalten von Wochenmärkten ist nicht mehr erlaubt.

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Medienmitteilungen
Starke inländische Land- und Ernährungswirtschaft sorgt für volle Regale

17.03.20 | Die Bevölkerung ist besorgt über die Nahrungsmittelversorgung, was sich in Hamsterkäufen äussert. Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft ist gut aufgestellt. Dank hiesiger Produktion und Verarbeitung verfügt unser Land über eine robuste Produktionsinfrastruktur, die sowohl bei den Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Kartoffeln, Milchprodukten, Obst, Gemüse, Fleisch und Zucker einen hohen Selbstversorgungsgrad sicherstellt, als auch über die hiesige Herstellung von stärker verarbeiteten, oftmals lange haltbaren Produkten wie Teigwaren, Suppen, Saucen, Getränken, Schokolade und Backwaren einen wichtigen Beitrag zur Bevorratung der Bevölkerung leistet. Die lokale Nahrungsmittelproduktion ermöglicht einen schnellen Warenfluss zu den Konsumenten. Hamsterkäufe, die über den vom Bundesrat empfohlenen Notvorrat hinausgehen, sind nicht begründet und belasten die in diesen Branchen arbeitenden Menschen unnötig.

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