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Energieeffizienz

Der landwirtschaftliche Durchschnittsbetrieb braucht rund 20‘000 kWh Strom, 4000 l Diesel (40‘000 kWh) und je nach Betriebszweig (Gewächshaus, Mastställe) unterschiedliche fossile Heizstoffe. Zudem verändert sich die Landwirtschaft tendenziell hin zu grösseren, stark mechanisierten Betrieben. Aus diesem Grund ist die Steigerung der Energieeffizienz von grosser Bedeutung und birgt ein grosses Potenzial.

Dazu gehört eine gute Auslastung der Traktoren und deren rationelle Nutzung. Durch Eco-Drive Massnahmen, wie die Optimierung von Reifendruck, Ballastierung oder geringer Bodenbearbeitungstiefe sind Treibstoffeinsparungen möglich. Eine regelmässige Wartung des Motors und der rechtzeitige Einsatz oder das Schärfen der Messer von Mähwerken oder Ladewagen sparen Diesel.

In Ökonomiegebäuden besteht Energiesparpotenzial beim bedarfs- und tiergerechten Klimatisieren und Beheizen von Nutztierställen und dem Einsatz von energieeffizienten Lüftern. Isolierte Ferkelnester und Jagerkisten verbrauchen bis zu 70 % weniger Strom als offen in den Stall gehängte Infrarot-Lampen. Eine einfache Möglichkeit Energie zu sparen ist zudem die Umstellung auf eine wartungsarme und stromsparende LED-Beleuchtung. Speziell in der Milchproduktion können über die Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung und leistungsgesteuerte Melkmaschinen die Stromkosten deutlich gesenkt werden. Von 2020 – 2023 können Landwirtschaftsbetriebe in der Romandie von einer vergünstigten Energieberatung profitieren. Sie finden hier weitere Informationen.

Der SBV setzt sich dafür ein, dass die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen so ausgelegt werden, dass sich eine Steigerung der Energieeffizienz auch finanziell für die Bauernfamilien lohnt. Weiter engagiert sich der Schweizer Bauernverband über die Plattform AgroCleanTech für die Förderung von Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Klimaschutz. 

Interessierte Landwirte können Fördergelder für die Umrüstung von energieeffizienten Ferkelnestern und Jagerkisten beantragen.

  • Energieeffiziente Ferkelnester und Vorhänge (Laufzeit bis Ende 2020)

Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr Gesuch unbedingt vor der Umrüstung anAgroCleanTech, Belpstrasse 26, 3007 Bern (info@helloagrocleantech.ch, 056 462 50 15) stellen müssen. Die Kontaktdaten und das Anmeldeformular für eine Förderung finden Sie auf der Website www.agrocleantech.ch. Wer gleich elektronisch sein Gesuch beantragen will, kann dies unter www.foerderprogramm.agrocleantech.ch einreichen.

Kontaktperson

Priska Stierli

Priska Stierli

Co-Geschäftsführerin AgroCleanTech

Belpstrasse 26, 3007 Bern
priska.stierli@sbv-usp.ch
Departement Produktion, Märkte und Ökologie
Geschäftsbereich Energie und Umwelt

  

Stellungnahmen Umsetzung der Änderung des Energiegesetzes auf Verordnungsstufe

24.06.22 | Stellungnahme des Schweizer Bauernverbands zur Umsetzung der Änderung des Energiegesetzes auf Verordnungsstufe.

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Stellungnahmen Modification de la loi sur l’énergie du 30 septembre 2016

28.04.22 | Prise de position de l'Union suisse des paysans sur la modification de la loi sur l’énergie du 30 septembre 2016.

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Stellungnahmen Teilrevision der Raumplanungsverordnung, der Energieeffizienzverordnung und der Niederspannungs- Installationsverordnung

17.01.22 | Stellungnahme des Schweizer Bauernverbands zur Teilrevision der Raumplanungsverordnung, der Energieeffizienzverordnung und der Niederspannungs- Installationsverordnung

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SBV-News
SBV-News Nr. 50

20.12.21 | Um bei den Siloballenfolien nachhaltiger zu werden, bestehen schon länger Pläne für ein Recycling-Programm. Nächstes Jahr soll es nun losgehen! Dies und mehr in den SBV-News.

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SBV-News
SBV-News Nr. 48 (29.11 – 3. 12. 2021)

06.12.21 | Wie immer zu Beginn einer Session lud der SBV die bäuerlichen Parlamentarier zu einem Austausch ein. Ziel ist es, die anstehenden Geschäfte mit Bezug zu Landwirtschaft zu besprechen. Im Zentrum standen die Massentierhaltungsinitiative, das Gentechnikgesetz und das Jagdgesetz.

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Stellungnahmen Verordnungsänderungen im Bereich des BFE

05.08.21 | Die Schweizer Landwirtschaft kann über die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien einen beachtlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Gemäss einer Studie von AgroCleanTech könnte die Landwirtschaft theoretisch bis im Jahr 2030 2‘100 GWh/Jahr Strom aus erneuerbaren Energien produzieren, mindestens 1‘200 GWh über Photovoltaik, und 420 GWh/Jahr in Biogasanlagen. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, sind die Produzenten auf die Förderung im Rahmen eines Fördersystems angewiesen. Die Schweizer Landwirtschaft trägt aktuell vor allem über die Produktion von Strom aus Photovoltaik und Biogasanlagen, sowie Wärme aus Biogasanlagen bei zur Schweizer Energieversorgung. Im Folgenden äussern wir uns nur zu den Verordnungsänderungen mit direkten Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Die restlichen Änderungen sind so grundsätzlich begrüssenswert.

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Stellungnahmen
Revision des Energiegesetzes

24.06.20 | Mit der Energiestrategie 2050 beschloss die Schweizer Stimmbevölkerung 2017, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu stärken. Die dazu festgelegten Fördermassnahmen laufen Ende 2022 und Ende 2030 aber aus. Ziel der Vorlage ist es, mehr Anreize für Investitionen in inländische Stromerzeugungsanlagen für erneuerbare Energien zu schaffen sowie die langfristige Stromversorgungssicherheit zu gewährleisten. Dabei werden bestehende Förderinstrumente verlängert und angepasst. Gemäss einer Studie von AgroCleanTech könnte die Landwirtschaft bis im Jahre 2030 2'100 GWh/Jahr produzieren und dabei auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.  Grundsätzlich befürwortet der SBV die Stossrichtung der Revision mit der Verlängerung der Fördermassnahmen bis 2035 und insbesondere die Verknüpfung der Energie- und Klimapolitik. Jedoch bedauern wir ausserordentlich, dass der vorliegende Gesetzesentwurf weder eine Lösung für den Weiterbetrieb von bestehenden landwirtschaftlichen Biogasanlagen noch für den dringend nötigen Zubau neuer Anlagen enthält. Deshalb fordern wir technologiespezifische Zielwerte, da die Versorgungssicherheit und die eng verknüpften Klimaziele nur mit dem entsprechenden Energiemix erreicht werden können. Für PV-Anlagen bietet vorliegender Gesetzesentwurf mit grösseren Investitionsbeiträgen für Anlagen ohne Eigenverbrauch eine gute Lösung.  Aufgrund der engen Koppelung der Revision mit dem Stromversorgungsgesetz begrüssen wir die angekündigte Etablierung von Quartierstrom/ Energiegemeinschaften. Stromkonsumierende im ländlichen Raum dürfen dabei nicht diskriminiert werden, wobei die Landwirtschaft auf eine sichere Versorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen angewiesen ist. Eine Anpassung der Netztarifierung aufgrund einer höheren Arbeitskomponente ist zurückzuweisen.  Die Schweizer Landwirtschaft möchte einen Beitrag leisten zum Erreichen der Ziele der Energiestrategie 2050 und den Klimazielen. Hierfür ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen so geschaffen werden, dass die dezentrale Produktion erneuerbarer Energien möglichst einfach und ökonomisch möglich ist. Die Förderung muss technologieabhängig ausgearbeitet werden, damit in Zukunft das Potential für Photovoltaik ausgenutzt wird und eine Lösung für das Fortbestehen der bestehenden Biogasanlagen wie auch ein Zubau gefunden wird.

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Medienmitteilungen
Lancement du conseil énergétique pour l’agriculture romande

29.01.20 | L’agriculture peut aussi contribuer à la réduction des émissions de gaz à effet de serre et à une utilisation plus raisonnée de l’énergie. Des infrastructures et un mode de production plus efficient énergétiquement en sont le point de mire. Fort de ce constat, AgroCleanTech a développé un projet de conseil énergétique pour l’agriculture en partenariat avec les milieux énergétiques, les organisations agricoles des cantons romands et Suisse énergie. De bonnes résolutions pour la décennie à venir ? N’attendez plus ! Faites un bilan de votre exploitation et recevez un plan d’actions détaillé des mesures d’économies énergétiques et financières.

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