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Bericht zur Lage der Landwirtschaft

Der Bericht zur Lage der Schweizer Landwirtschaft ist Teil der Publikation «AGRISTAT – statistisches Monatsheft» und erscheint monatlich. Er besteht aus den ständigen Rubriken Grundlagen, Pflanzenbau, Milchwirtschaft, Viehwirtschaft, Aussenhandel und Preise.

Unterthema
Zeitraum
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Dezember 2020

11.01.21 | Das Jahr 2020 endete mit einem milden Monat Dezember. In der Südschweiz und in den Alpen fielen grosse Schneemengen. Regional gab es v.a. auf der Alpennordseite teilweise sehr wenig Sonnenschein. Insgesamt war das Jahr 2020 genauso warm wie das Trockenjahr 2018. Das Jahr startete mit dem mildesten Winter seit Messbeginn. Auch der Frühling war überdurchschnittlich warm und gleichzeitig sehr trocken. Die Niederschläge kamen in den meisten Regionen ab Ende April jedoch noch rechtzeitig und verhinderten ein neues Trockenjahr. Mit zwei gemässigten Hitzewellen fiel der Sommer 2020 moderat aus. In Erinnerung bleiben werden v.a. die regenreichen Unwetter von Ende August in der Südschweiz. Auch der Oktober brachte grosse Regenmengen, welche die letzten Ernten des Jahres erschwerten. Das Jahr 2020 war insgesamt überdurchschnittlich warm und sonnig sowie eher trocken. Für die Landwirtschaft waren dies an den meisten Standorten günstige Voraussetzungen.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - November 2020

11.12.20 | Der November 2020 war extrem mild, überdurchschnittlich sonnig und trocken. Auf der Alpensüdseite war es einer der trockensten November der letzten 100 Jahre. Landesweit fielen nur 20 % des Regens der Norm 1981-2010. Die Durchschnittstemperatur lag 2,6 Grad über der Norm 1981-2010. In den letzten Jahren waren nur die Novembermonate 2014 und 2015 wärmer. Bloss am 19. November unterbrach eine Kaltfront mit Schnee bis auf unter 1000 Meter im Norden das Hochdruckwetter. Der Termperatursturz vom 19. November ist in der Grafik zur Tabelle 1.3 gut ersichtlich. Das Hochdruckwetter führte im Mittelland oft zu Nebellagen. Die Regenmenge lag mit 60 % der Norm im ganzen Herbst sehr tief, nur der Oktober hat reichlich Niederschläge gebracht.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Oktober 2020

10.11.20 | Der Oktober 2020 war kühl und niederschlagsreich. Die Durchschnittstemperatur lag um 1,3 Grad unter der Norm 1981-2010. Vor allem in der Südschweiz fielen sehr grosse Niederschlagsmengen in sehr kurzer Zeit. Erst in der zweiten Monatshälfte wurde das Wetter vermehrt durch Hochdrucklagen bestimmt. Föhnlagen führten dabei in den Föhntalern zu Temperaturen von bis zu 24 Grad. Ab dem 26. Oktober führte eine Kaltfront zu Schneefällen bis in eine Höhe von 1000 Metern, in den Alpentälern sank die Schneegrenze teilweise bis auf 500 Meter. Hagel führte im laufenden Jahr bisher zu vergleichsweise wenig Schäden (Tabelle 1.4).

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - September 2020

13.10.20 | Der September 2020 war mild. Die Durchschnittstemperatur lag um 1,6 Grad über der Norm 1981-2010 (siehe Grafik 1.3). Vom 14. bis 16. September konnten an mehreren Orten sogar Hitzetage mit über 30 Grad verzeichnet werden. Bis zum 23. September war das Wetter ausgesprochen niederschlagsarm mit Regenmengen, welche grösstenteils maximal 15 % der Norm erreichten. Erst am Monatsende brachte ein Kaltluftvorstoss aus dem Nordatlantik kühle Verhältnisse, kräftige Regenfälle und Schnee bis auf 1000 Meter Höhe. Gemäss den phänologischen Daten hatte die Vegetation im September ca. eine Woche Vorsprung gegenüber der Periode 1981-2010. Bis Ende August war das laufende Jahr vergleichsweise wenig von Hagel- und Elementarschäden betroffen (Tabellen 1.4 bis 1.6).

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - August 2020

10.09.20 | Der August 2020 war mit einer landesweiten Durchschnittstemperatur von 15,2 Grad einer der wärmsten seit Messbeginn 1864. Nur der August 2003 war noch deutlich wärmer. Eine Hitzewelle von 6 bis 7 Tagen mit Temperaturen teilweise deutlich über 30 Grad setzte ab dem 6./7. August ein. Vom 13. bis 18. August führten feuchte Luftmassen aus Südwesten zu Gewitterlagen mit kräftigen Niederschlägen, Hagel und Sturmböen. Während die Regenmengen bis kurz vor Monatsende unterdurchschnittlich blieben, setzten ab dem 28. August massive Regenfälle ein, zuerst im Tessin und in Graubünden, anschliessend dehnten sich die Niederschläge fast auf die ganze Schweiz aus. Unterdurchschnittlich für den Monat August blieben die Regenfälle nur im französischsprachigen Teil des Juras. Im Juli wurden 824 Schadenmeldungen aufgrund von Hagel registriert. Damit ist das Jahr 2020 bis Ende Juli weiterhin wenig von Hagelschäden betroffen (Tabelle 1.4).

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juli 2020

11.08.20 | Wechselhaftes Wetter führte im Juli nur zu wenigen Hitzetagen. Trotzdem lag die Temperatur im Mittel um 1,3 Grad über der Norm 1981-2010. Trotz den zahlreich durchziehenden Kaltfronten blieben die Niederschläge in vielen Regionen ausgesprochen spärlich. Nur gerade in den nördlichen Alpen und Voralpen sowie in der Region um Payerne fielen Niederschläge im Bereich der Norm 1981-2010. Entlang des Jurabogens und in der Südschweiz blieb es sehr trocken. In Basel fielen nur 6 % der Niederschläge der Norm 1981-2010. Mit 15 Schadentagen und 761 Schadenmeldungen war der Juni im Vergleich zu früheren Jahren eher wenig vom Hagel betroffen (Tabelle 1.5).

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juni 2020

10.07.20 | Temperaturmässig lag der Juni 2020 im langjährigen Mittel. Dabei waren die ersten zwei Drittel kühler und deutlich nasser als das letzte Drittel. Allerdings gab es grosse Unterschiede: Im Wallis, im Engadin und im Südtessin wurden teilweise 160 % der Norm-Niederschläge gemessen, während am Bodensee und in der Südwestschweiz nur unterdurchschnittliche Regenmengen fielen. Nach den vorausgehenden trockenen Monaten hat sich damit die Wasserversorgung in den meisten Gebieten weiter entspannt. Gemäss der phänologischen Entwicklung hatte die Vegetation Ende Juni immer noch etwa 10 Tage Vorsprung. Bis und mit Ende Mai waren die Hagelmeldungen und -schäden deutlich unterdurchschnittlich (Tabellen 1.5 und 1.6). Im Mai gab es nur 60 Schadenmeldungen.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Mai 2020

11.06.20 | Auf den sehr warmen, sonnigen und vor allem trockenen April folgte ein milder und recht sonniger Mai. Er setzte die Niederschlagsperiode vom Ende April zuerst fort. In vielen Gebieten gab es 15 bis 30 mm Niederschlag, was entscheidend zur Entspannung der Apriltrockenheit beitrug. Die totalen Niederschlagsmengen fielen aber auch im Mai in den meisten Gebieten unterdurchschnittlich aus. In vielen Gebieten erreichten die Niederschlagssummen im Frühling deshalb nur 60 bis 70 Prozent der Norm 1981–2010. Mit Temperaturen durchschnittlich 1,0 °C über der Norm 1981–2010 stellte der diesjährige Mai keine Besonderheit dar. Er reiht sich aber in den Trend einer markanten Maierwärmung ein, die sich Ende der 1980-er Jahre einstellte. Seit Jahresbeginn ist die Schweiz extrem sonnenverwöhnt. Auch dieser Trend setzte sich im Mai fort. Die kumulierte Sonnenscheindauer der Monate Januar bis Mai bewegt sich an vielen Orten in Rekordbereichen. Entsprechend wies der Mai auch phänologisch einen Vorsprung aus: Die Blüte des Schwarzen Holunders markierte den Beginn des phänologischen Frühsommers 18 Tage früher als im Durchschnitt der Periode 1981-2010. Auch die Heuernte begann früh. Heuwetter gab es vom 6. bis 8. Mai und vom 17. bis 22. Mai sowie ab dem 25. Mai. Mit einer Durchschnittstemperatur von 6,2 °C war es der drittwärmste Frühling seit Messbeginn 1864.

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