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Statistik der Woche

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Woche 03/2022

21.01.22 | Schlachttiere, die unter einem Label vermarktet werden, haben von Haltungsbedingungen profitiert, welche die gesetzlichen Mindeststandards übertreffen. Deshalb verursacht die Haltung von Label-Tieren mehr Aufwand, was zu höheren Kosten und dementsprechend zu höheren Preisen im Verkauf führt. 2020 lagen die Label-Anteile der Schlachttiere beim Gross- und Kleinvieh je nach Tiergattung zwischen 11 und 40 %. Betrachtet man die längerfristige Entwicklung, dann stellt man nur bei den Kühen einen deutlichen Anstieg des Label-Anteils fest. Dabei wäre das Angebot an zusätzlichen Label-Tieren in der Landwirtschaft durchaus vorhanden, es fehlt an der Nachfrage.

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Woche 02/2022

14.01.22 | Mit 933'983Tonnen lagen die Importe von ganzem Getreide 2017 nach der schlechten Inlandernte 2016 hoch. In den folgenden Jahren nahmen die Importe aufgrund besserer Inlandernten ab. Aktuell steigen die Importe infolge der schlechten Ernte 2021 wieder an. Wurden 2020 bis Ende November insgesamt 685'131 Tonnen importiert, so waren es 2021 in demselben Zeitraum 765'369 Tonnen. Dies entspricht einer Zunahme von 11,7 %. 2022 werden die Importe ähnlich wie 2017 wohl weiter ansteigen.

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Woche 01/2022

07.01.22 | Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe ist von 70 537 Betrieben im Jahr 2000 auf 49 363 Betriebe im Jahr 2020 zurückgegangen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Abnahme der Betriebe um 1,8 % pro Jahr: Von 100 Betrieben geben in einem Jahr ungefähr 2 Betriebe die Landwirtschaft auf. In den einzelnen Kantonen verläuft der Rückgang offensichtlich mit einer annähernd konstanten Geschwindigkeit. Dabei gibt es jedoch grosse Unter-schiede zwischen den Kantonen. So gingen die Betriebe im Kanton Wallis (VS) jährlich um 3,5 % zurück, während die Abnahmerate im Kanton Jura (JU) nur 1,0 % pro Jahr betrug. Entsprechend sank die Zahl der Betriebe im Kanton Wallis innert 20 Jahren um 51 % (von 5401 im Jahr 2000 auf 2634 im Jahr 2020) und im Kanton Jura nur um 18 % (von 1228 Betrieben im Jahr 2000 auf 1009 Betriebe im Jahr 2020). In der Grafik wurde eine logarithmische Skala gewählt. Falls die Abnahmerate konstant ist, liegen die Betriebszahlen auf einer geraden Linie. Dies ist bei der Mehrheit der Kantone der Fall. Kantone mit einer deutlich variierenden Abnahmerate sind die Kantone Tessin (TI), Waadt (VD), Genf (GE) und Jura (JU). In diesen Kantonen hat sich der Rückgang der Betriebe in den letzten Jahren verlangsamt.

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Woche 50/2021

17.12.21 | Die Importe von frischem Gemüse sind 2020 und 2021 deutlich angestiegen. Im Jahr 2020 wurden 247'992 Tonnen Frischgemüse importiert, was einer Menge von 28 Kilogramm pro Einwohner entspricht. Dies sind 10 % mehr als im Vorjahr. Vor allem während dem Lockdown lagen die Importe deutlich höher. Im aktuellen Jahr 2021 sind die misslichen Wetterbedingungen und die dementsprechend schlechte Gemüseernte im Inland eine Ursache für die hohen Importmengen. Bis Ende Oktober hat die kumulierte Menge im Jahr 2021 gegenüber derselben Periode des Vorjahres um weitere 9 % zugenommen.

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Woche 49/2021

10.12.21 | In der Nahrungsmittelbilanz ist der Anteil der pflanzlichen Nahrungsmittel am Energieverbrauch in den letzten Jahren leicht angestiegen. Gemäss der geschätzten Trendlinie stieg der Anteil von 69,3 % auf 70,3 %. Die Zunahme ist mit einem Prozent noch sehr gering. Die Auswirkungen für die landwirtschaftliche Produktion und die Nahrungsmittelbranche in der Schweiz könnten jedoch bedeutsam sein, falls dieser Trend in den nächsten Jahren anhält. Der festgestellte Trend entspricht auch dem aktuellen gesellschaftlichen Diskurs und Untersuchen zum Anteil der Vegetarier und Veganer in der Schweizer Bevölkerung.

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Woche 48/2021

03.12.21 | In der Schweiz weist wohl kein anderes Nutztier eine derart spezielle Verteilung wie die Legehennen auf. Auf 11'570 Landwirtschaftsbetrieben werden 3'487'972 Legehennen gehalten, dies sind 23 % aller Landwirtschaftsbetriebe (Jahr 2020). Daraus ergibt sich ein mittlerer Bestand von 301 Legehennen pro Betrieb. 83 % der Legehennen-Halter besitzen jedoch weniger als 50 Hennen. Diese Betriebe halten nur 3,6 % des Gesamtbestandes und produzieren einen kleinen Teil der Eier, v.a. für die Direktvermarktung und die Selbstversorgung. 2 % der Legehennen-Halter weisen Bestände von 4000 und mehr Legehennen auf und halten 66 % aller Legehennen. Dies sind die professionellen Eierproduzenten, deren Eier grösstenteils im Detailhandel verkauft werden. Fazit: Die meisten Betriebe halten nur wenige Legehennen, während der grösste Teil der Legehennen auf einer kleinen Zahl von Betrieben gehalten wird. Der berechnete Mittelwert von 301 Legehennen kann somit in die Irre führen. Die Anzahl Legehennen pro Betrieb ist in der Schweiz auf maximal 18'000 Stück begrenzt (Verordnung über Höchstbestände in der Fleisch- und Eierproduktion, SR 916.344).

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Woche 47/2021

26.11.21 | 2013 befanden sich 64,8 % der vorhandenen Stallplätze für Rindvieh in Laufställen. Im Jahr 2020 ist dieser Anteil auf 73,0 % angestiegen. Bei den Milchkühen ist der Anteil der Stallplätze in Laufställen in demselben Zeitraum von 42,5 % auf 57,5 % angestiegen. Damit wird inzwischen mehr als die Hälfte der Milchkühe in Laufställen gehalten. Entwicklungen in der Stallhaltung verlaufen nur langsam, da ein Stall eine langfristige Investition ist und über viele Jahre amortisiert wird. Der Trend zur Laufstall-Haltung ist jedoch deutlich.

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Woche 46/2021

19.11.21 | 1905 war die Schweiz noch weitgehend ein Agrarland. Bei 243'710 Landwirtschaftsbetrieben und 3,5 Millionen Einwohnern ergab sich ein Verhältnis von 15 Einwohnern pro Landwirtschaftsbetrieb. 2020 waren es noch 49'363 Landwirtschaftsbetriebe auf 8,7 Millionen Einwohner und damit 176 Einwohner pro Landwirtschaftsbetrieb. Natürlich war die Definition des Landwirtschaftsbetriebes 1905 nicht ganz dieselbe wie aktuell. Es ist jedoch unbestritten, dass der Anteil der landwirtschaftlichen Bevölkerung immer kleiner wird. Gleichzeitig ist das allgemeine Interesse an der Landwirtschaft in Politik und Gesellschaft gross und eher zunehmend. Trotz abnehmenden Betriebszahlen kümmert sich die Landwirtschaft gemäss der Arealstatistik 2004/2009 des Bundesamtes für Statistik um 35,9 % und damit um mehr als einen Drittel der Schweizer Fläche.

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