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Statistik der Woche

Statistik der Woche
Woche 41/2021

15.10.21 | Steigende Energiepreise und verbreitete Engpässe in der Logistik und der Warenbeschaffung führen aktuell zu höheren Teuerungsraten. Dabei kann der Blick zurück beruhigend wirken: Die allgemeine Teuerung war in den letzten Jahren tief und teilweise sogar negativ. Die Nahrungsmittelmittelpreise für Konsumenten sind sogar noch weniger angestiegen. Dies ist vielleicht mit ein Grund, weshalb zunehmend über Food Waste geklagt wird. - Was wenig Wert hat, erfordert auch wenig Aufmerksamkeit. Für die Landwirtschaft haben sich die Preise der Produktionsmittel in den letzten Jahren günstig entwickelt. Die aktuelle Teuerung kommt natürlich ungelegen, es muss aber kaum mit einem extremen Anstieg der Kosten gerechnet werden. Die Preise für landwirtschaftliche Produkte sind in den letzten beiden Jahren insgesamt leicht angestiegen. Sie werden jedoch kaum das Niveau des Jahres 2008 erreichen. Damals herrschte eine weltweite Nahrungsmittelkrise.

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Woche 40/2021

08.10.21 | Das laufende Jahr führt im Pflanzenbau generell zu sehr tiefen Erträge. Alle Kulturen wurden in irgendeiner Form von Spätfrösten, Starkregen, Überschwemmungen, Staunässe, Sonnenmangel, Hagel und/oder Sturmwind betroffen. Die Versicherung «Schweizer Hagel» spricht vom schlimmsten Jahr ihrer 141-jährigen Geschichte und schätzt die versicherten Schäden aufgrund von Hagel und Elementarereignissen auf mehr als 110 Millionen Franken. Die Ernten der wichtigsten Kulturen werden zurzeit um 7 % (Getreide für Futtermittel) bis 73 % (Aprikosen) kleiner als im Vorjahr eingeschätzt.

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Woche 39/2021

01.10.21 | Schafe werden in der Schweiz v.a. für die Fleischproduktion gehalten. Im Jahr 2020 hatte das Schaffleisch einen Anteil von einem Prozent an der inländischen Fleischproduktion. Auf den Markt gelangt v.a. Lammfleisch, d.h. Fleisch von jungen Masttieren. Seit zwei Jahren haben sich die Preise für die Produzenten sehr erfreulich entwickelt. Erstaunlicherweise nimmt die Produktion seit mehr als einem Jahr jedoch ab. Innert Jahresfrist ergab sich eine Abnahme um drei Prozent. Dabei ist der Schafbestand stabil und scheint nach ersten Schätzungen auch im laufenden Jahr nicht abzunehmen.

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Woche 38/2021

24.09.21 | Gesextes Sperma erlaubt es, das Geschlecht des Kalbes im Voraus zu wählen. Dies ermöglicht es, bei Besamungen mit Milchrassen vermehrt weibliche Kälber zu produzieren, welche in der Folge zu Milchkühen aufgezogen werden. Männliche Kälber, welche sich bei Milchrassen nur schlecht zur Mast eignen, werden so vermieden. Mit der zunehmenden Verbreitung des Spermasexings steigt deshalb der Anteil der weiblichen Kälber an. In den letzten 12 Monaten wurden bei insgesamt 675'152 Abkalbungen 359'251 weibliche Kälber und 315'091 männliche Kälber gemeldet. Der Anteil der weiblichen Kälber beträgt damit zurzeit 53,2 %. Falls die aktuelle Entwicklung anhält, kann der Anteil der weiblichen Kälber bis auf etwa 60 % ansteigen.

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Woche 37/2021

17.09.21 | 2020 wurden 1'593'953 Tonnen Kuhmilch zu Käse und Quark verarbeitet. Dies entspricht 46,8 % der insgesamt verarbeiteten Milchmenge von 3'405'139 Tonnen. Dabei hat die Bedeutung des Käses für die Milchwirtschaft in den letzten Jahren noch zugenommen. Mit deutlichem Rückstand folgen die Butter mit einem Anteil von 14,4 % und die Konsummilch mit einem Anteil von 11,3 %. Im Corona-Jahr 2020 nahm die zu Konsummilch verarbeitete Milchmenge erstmals seit vielen Jahren wieder zu. Mehr Informationen zur Schweizer Milchwirtschaft finden sich in der Publikation «Milchstatistik der Schweiz 2020».

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Woche 35/2021

03.09.21 | Die verfügbaren Informationen zur Weizenernte deuten auf bessere Erträge hin, als man dies aufgrund des schlechten Wetters hätte erwarten können. Man kann davon ausgehen, dass es insgesamt keine Missernte wie 2003 (zu trocken) oder 2016 (zu nass) gegeben hat. Gemäss einer ersten Schätzung ist die Weizenfläche gegen-über dem Vorjahr um 4,4 % angestiegen. Die Gesamternte könnte deshalb beinahe das Niveau des Vorjahres erreichen. Ein Teil des Weizens wird zum Voraus als Futterweizen angebaut. Ebenfalls in den Futterkanal geht der ausgewachsene Brotweizen. Dabei handelt es sich um Körner, welche schon vor der Ernte zu keimen beginnen, meist aufgrund feuchter Witterung. Ausgewachsener Weizen eignet sich nur noch für die Fütterung. Der Preis liegt deutlich tiefer als jener für Brotweizen. Sehr viel Auswuchsweizen musste im nassen Jahr 2007 geerntet werden. Im laufenden Jahr mit vielen Niederschlägen fällt ebenfalls mehr Auswuchsweizen an. Viele Landwirte werden aufgrund von ausgewachsenem Weizen eine finanzielle Einbusse erleiden.

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Woche 34/2021

27.08.21 | Hirsche, Neuweltkameliden und Bisons bilden in der Schweiz die Kategorie der sogenannten «anderen Raufutterverzehrer». Ihr Bestand hat in den letzten Jahren zugenommen, erreicht jedoch bei weitem nicht die Bedeutung der traditionellen Raufutterverzehrer, d.h. der Rinder, Pferdeartigen, Schafe oder Ziegen. Im Jahr 2020 hat der Bestand eher stagniert. Gemessen in Grossvieheinheiten beträgt der Anteil der anderen Raufutterverzehrer am Schweizer Viehbestand nur 0,2 %. Da sie sich v.a. auf der Weide aufhalten, erwecken sie dennoch Aufmerksamkeit. Neuweltkameliden eignen sich auch für den Herdenschutz, weshalb ihre Zahl in den nächsten Jahren viel-leicht noch zunehmen wird.

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Woche 33/2021

20.08.21 | Wertmässig stammen die meisten Landwirtschaftsimporte (Zollkapitel 1-24) aus der EU. Am wichtigsten sind dabei unsere Nachbarländer Deutschland, Italien und Frankreich. Die bedeutendste Zolltarifposition hinsichtlich der Importe aus Deutschland war im Jahr 2020 «Hunde- und Katzenfutter in Aufmachung für den Detailhandel» mit einem Importwert von 33,4 Millionen CHF. Bei Frankreich und Italien war es die Position «Roter Naturwein in Behältnissen von ≤ 2 Liter» mit einem Importwert von 122,5 bzw. 97,0 Millionen Franken. Viele weitere Informationen zum landwirtschaftlichen Aussenhandel befinden sich in der aktualisierten Ausgabe des Kapitels «Aussenhandel» der Publikation «Statistische Erhebungen und Schätzungen über Landwirtschaft und Ernährung».

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