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Statistik der Woche

Statistik der Woche
Woche 13/2022

01.04.22 | Die Produktion von Konsummilch kann als Massstab der Corona-Krise dienen: Wenn die Leute aufgrund der Corona-Krise vermehrt zu Hause blieben, dann kauften sie offenbar mehr Konsummilch und vor allem mehr UHT-Milch. So lag die Produktion zu Beginn der Krise im März 2020 extrem hoch. Auch im Herbst 2020 und in den folgenden Monaten lag die Produktion erneut hoch. Die Konsummilchproduktion nimmt seit dem Sommer 2021 ab und deutet somit auf eine Normalisierung der Lage.

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Woche 12/2022

25.03.22 | Die Käseproduktion wird immer wichtiger für die Schweizer Milchwirtschaft. Im Jahr 2021 wurden 47,6 % der Milch - d.h. beinahe die Hälfte – zu Käse und Quark verarbeitet, während es Im Jahr 2011 lediglich 42,0 % waren. Die verwertete Milchmenge hat in dieser Periode leicht abgenommen, von 3446 Millionen Kilogramm im Jahr 2011 auf 3381 Millionen Kilogramm im Jahr 2021 (-1,9 %).

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Woche 10/2022

11.03.22 | Die Preise für landwirtschaftliche Produktionsmittel wie Dünger, Energie, Saatgut, Futtermittel etc. lagen schon im Januar 2022 um 7,4 % höher als vor einem Jahr. Damals bestand noch die Aussicht, dass sich die Produktionsmittelpreise mit dem Abflauen der Corona-Krise wieder normalisieren. Aufgrund des Krieges in der Ukraine bleiben die Preise jedoch hoch oder steigen weiter an, insbesondere bei der Energie und den Düngemitteln. Die Teuerung dürfte in der nächsten Zeit auf fast alle Bereiche übergreifen. Eine Beruhigung ist nicht in Sicht. Für die Schweizer Landwirtschaft wird es entscheidend sein, ob sie höhere Kosten mit höheren Produktepreisen ausgleichen kann.

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Woche 09/2022

04.03.22 | Auf dem Weltmarkt bewegt sich der Weizenpreis aktuell (4. März 2022) im Bereich des Höchststandes von 2008. D.h. der Preis liegt im Bereich von 400 CHF pro Tonne und hat sich somit seit Ende 2020 ungefähr verdoppelt. Dies ist in der Grafik nicht ersichtlich, da nur monatliche Mittelwerte bis und mit Februar 2022 abgebildet werden. Der Ukraine-Krieg hat somit deutliche Auswirkungen auf die weltweite Versorgung mit Nahrungsmitteln, welche schon aufgrund der Corona-Krise angespannt war. Am stärksten werden die hohen Preise ärmere Länder z.B. in Afrika treffen. Dort werden die Einwohner die hohen Nahrungsmittelpreise kaum bezahlen können. Der Krieg in der Ukraine richtet schon unsägliches Elend vor Ort an. Zusätzlich könnte er in vielen Ländern zu einer Nahrungs-mittelkrise führen.

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Woche 08/2022

25.02.22 | In der Schweiz ernährt ein Landwirtschaftsbetrieb im Schnitt knapp 100 Personen (im In- und Ausland, da Nahrungsmittel wie z.B. Käse auch exportiert werden). In der Grafik ist eine deutliche Steigerung von 1990 bis 2014 ersichtlich. In dieser Periode steigt die Anzahl der ernährten Personen von 46 auf 97 an. Es folgt eine Phase der Stagnation. Eine mögliche Ursache ist die zunehmende Extensivierung der Landwirtschaft.

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Woche 07/2022

18.02.22 | Der Anteil des Rindviehs in Laufställen hat von 2013 auf 2020 deutlich zugenommen. 2013 betrug der Anteil der Stallplätze in Laufställen beim Rindvieh noch 65 %, 2020 war er auf 73 % angestiegen. Besonders gross ist der Anteil in der Mutterkuhhaltung und in der Grossviehmast. Dort war der Anteil schon 2013 so hoch, dass sozusa-gen keine Entwicklung mehr stattfand. Tiefer liegt der Anteil bei den Milchkühen, dafür ist dort eine deutliche Zunahme von 46 % auf 58 % ersichtlich. Deutlich sind die Unterschiede zwischen den Regionen. In der Bergregion ist der Anteil der Tiere in Laufställen kleiner als in der Talregion. Die Statistik beruht auf einer Stichprobenerhebung und hat einen gewissen Fehlerbereich. Deshalb wurden die Angaben im Text auf ganze Prozent gerundet.

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Woche 06/2022

11.02.22 | Gemäss Index sind die Einkaufspreise für landwirtschaftliche Produktionsmittel (Dünger, Energie, Futtermittel, Maschinen, Gebäude usw.) innert Jahresfrist um 6,2 % angestiegen. Extrem fällt die Teuerung bei den Düngemitteln und der Energie aus. Höhere Energiepreise, schwierige Transportbedingungen, Verzögerungen in den Liefer-ketten und generell höhere Rohstoffpreise führen bei den meisten Produktionsmitteln zu einer deutlichen Teuerung für die landwirtschaftliche Produktion.

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Woche 05/2022

04.02.22 | Die Schweizer Milchproduktion erreichte im Jahr 2014 den bisherigen Höhepunkt mit 3511 Millionen Kilogramm Milch. Seither ging die Milchproduktion zurück, konnte sich in den letzten beiden Jahren jedoch stabilisieren, 2021 betrug die Produktion 3382 Millionen Kilogramm. Gemäss Nahrungsmittelbilanz erreichte der Milchverbrauch in der Schweiz schon 2013 den Höchstwert, mit einer Menge von 2634 Millionen Vollmilchäquivalenten (für die Nahrungsmittelbilanz werden alle Milchprodukte inklusive Butter in Vollmilch umgerechnet). Die ausgewiesene Verbrauchsmenge entspricht etwa drei Viertel der Produktionsmenge, da ein Teil der Milchproduktion exportiert wird und bei der Käseproduktion Schotte entsteht. Letztere geht zum grössten Teil in die Tierfütterung. Bis zum Jahr 2019 ging auch der Verbrauch von Milch und Milchprodukten trotz zunehmender Bevölkerung zurück. Im Jahr 2020 ist der Verbrauch auf 2645 Millionen Milch-äquivalente angestiegen, vor allem weil der Einkaufstourismus stark eingeschränkt war. Dieser wird in der Nahrungsmittelbilanz nicht erfasst. 2021 dürfte sich der Verbrauch wohl noch einmal ähnlich wie 2020 entwickeln. Die Frage ist, auf welchem Niveau sich Produktion und Verbrauch nach der Corona-Krise einpendeln werden.

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