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Statistik der Woche

Statistik der Woche
Woche 30-2022

29.07.22 | Betrachtet man die Düngereinfuhren der Schweiz nach Transportmittel, zeigt sich, dass rund die Hälfte mit dem Schiff über den Rhein in die Schweiz gelangt. 40 % werden über die Strasse in die Schweiz befördert. Rund 20 Kilo-tonnen (8,3 %) werden mit der Bahn eingeführt. Der Luftverkehr spielt bei den Düngereinfuhren keine nennenswerte Rolle. Ausgewertet wurde das Nettoeinfuhrgewicht des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Es ist gut möglich, dass in Zukunft während längeren Perioden mit tiefen Wasserpegeln vermehrt auf die Strasse ausgewichen werden muss.

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Woche 29-2022

22.07.22 | Die Kosten der Landwirtschaftsbetriebe nehmen seit Ende 2021 aufgrund steigender Produktionsmittelpreise immer stärker zu. Entsprechend steigen tendenziell auch die Preise der landwirtschaftlichen Produkte an. Die grosse Ausnahme ist der Preis für Schlachtschweine: Der Basispreis ist auf 3.30 Franken pro Kilogramm Schlachtgewicht gesunken. So tief lag der Preise letztmals im Jahr 2011. Vor zwei Jahren lag der Preis noch bei 4.85 Franken. Dabei nimmt die Produktion seit 2012 langfristig betrachtet ab. Eine leichte Ausdehnung des Angebots um ca. 5 % im Verlauf der beiden Corona-Jahre 2020/2021 hat jedoch dazu geführt, dass der Markt aktuell übersät-tigt ist. Für die Schweinezüchter ist die Situation angesichts sinkender Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Kosten mehr als ungemütlich. In der Grafik wird für die Produktionsmenge und den Produzentenpreis der Trend über 12 Monate angezeigt.

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Woche 28-2022

15.07.22 | Stickstoffdünger (Ammoniumnitrat, Harnstoff und weitere Stickstoffdünger) werden über das ganze Jahr eingeführt, mit einem deutlichen, saisonalen Peak in den Monaten August bis November. Grosse Mengen kommen aus Deutschland und den Niederlanden. Russland weist vor allem beim Harnstoff grosse Anteile auf. Die Einfuhren aus Russland sind im April und Mai 2022 auf Null gesunken. Dafür ist Ägypten in die Bresche gesprungen. In der vorliegenden Grafik sind jeweils die Herkunftsländer abgebildet; wo die Dünger effektiv hergestellt wurden, kann anhand der vorliegenden Daten nicht eruiert werden.

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Woche 27-2022

08.07.22 | Das Verhältnis zwischen den Produzentenpreisen und den Produktionsmittelpreisen ist ein Indikator («Kaufkraft») für die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaftsbetriebe. Nachdem sich das Verhältnis 2020 noch zu Gunsten der Landwirtschaft entwickelt hatte, machte sich ab Herbst 2021 ein erhöhter Preisdruck bei den Produktionsmitteln bemerkbar, vor allem bei der Energie und den Düngemitteln. Inzwischen hat sich das Verhältnis weiter verschlechtert. Alle Produktionsmittel sind teurer geworden: Futtermittel, Saatgut, Maschinen, Gebäude usw. Dabei lässt sich die weitere Entwicklung der Produktionsmittelpreise im internationalen Kontext derzeit kaum abschätzen. Noch steht ein Grossteil der Ernten im laufenden Jahr aus. Auch die Produzentenpreise werden ansteigen. Die Frage ist, ob der Anstieg ausreichen wird, um die Mehrkosten zu decken. Die Ausgangslage ist für die Landwirtschaftsbetriebe beunruhigend.

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Woche 25-2022

04.07.22 | Die Teuerung kommt in der Schweiz bei den Nahrungsmitteln mit Verzögerung an. Die Konsumentenpreise für Nahrungsmittel stiegen gemäss dem Bundesamt für Statistik im Mai 2022 innert Jahresfrist trotz den massiven Preissteigerungen auf dem Weltmarkt erst um 0,9 %. Dafür gibt es diverse Gründe: Der hohe Kurs des Schweizer Frankens hat eine dämpfende Wirkung. Verkaufte Inlandprodukte stammen teilweise noch von den Ernten des Vorjahres. Importe laufen oft über langfristige Verträge und kommen mit Verzögerung in den Verkauf. Die Importpreise für unverarbeitete und verarbeitete Landwirtschaftsprodukte sind erst spät angestiegen, dürften nun aber die Konsumentenpreise für Nahrungsmittel zunehmend beeinflussen.

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Woche 24-2022

17.06.22 | Die Schweizer Bevölkerung wächst kontinuierlich. Waren es 2000 anfangs Jahr noch 7,2 Millionen Einwohner stieg diese Zahl bis anfangs Januar 2021 auf 8,8 Millionen Einwohner. Die pro Einwohner verfügbare Landwirtschaftsfläche hat dadurch laufend abgenommen. Standen im Jahr 2000 noch 570 Quadratmeter Ackerland pro Einwohner zur Verfügung, so waren es 2021 noch 453 Quadratmeter. Diese Fläche entspricht einem Rechteck von 21,3 auf 21,3 Meter und einer Abnahme um 20,5 % im Vergleich zu 2000. Betrachtet man die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche, so ergibt sich eine ähnliche relative Abnahme der Fläche pro Einwohner um 20,3 %.

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Woche 23-2022

10.06.22 | Die Fläche ist nicht gleichmässig auf die Landwirtschaftsbetriebe verteilt. 28,4 % der Betriebe haben eine Grösse zwischen 10 bis 20 Hektaren, bewirtschaften zusammen jedoch nur 20,0 % der Gesamtfläche. Insgesamt bewirtschaften 56,5 % der Betriebe (mehr als die Hälfte) weniger als 20 Hektaren pro Betrieb. Sie haben zusammen nur einen Anteil von 26,1 % der Gesamtfläche (etwa einen Viertel). Nach Fläche ist die Gruppe der Betriebe mit 30 bis 50 Hektaren am bedeutendsten: Diese 16,4 % der Betriebe bewirtschaften zusammen 29,4 % der Gesamtfläche.

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Woche 22-2022

03.06.22 | Die Teuerungswelle hat die Nahrungsmittelpreise im Detailhandel noch nicht erfasst. Auch die Preise, welche die Landwirtschaftsbetriebe für ihre Produkte erhalten, haben sich bisher kaum bewegt. Dies war ja auch nicht möglich, da die Ernten im Pflanzenbau grösstenteils noch bevorstehen. Massiv gestiegen sind jedoch die Preise für landwirtschaftliche Produktionsmittel, insbesondere für Dünger, Energie (inklusive Treibstoffe) und Futtermittel. Der Einkaufspreisindex landwirtschaftlicher Produktionsmittel lag im April 2022 auf 112,2 Punkten (Dezember 2020 = 100) und damit um 10,4 % höher als im April 2021. Dies erzeugt für die Landwirtschaft im laufenden Jahr geschätzte Mehrkosten von 900 Millionen Franken. Ohne eine deutliche Erhöhung der Preise für landwirtschaftliche Produkte wird das Einkommen der Landwirte und Landwirtinnen massiv zurückgehen.

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