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Statistik der Woche

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Woche 50/2021

17.12.21 | Die Importe von frischem Gemüse sind 2020 und 2021 deutlich angestiegen. Im Jahr 2020 wurden 247'992 Tonnen Frischgemüse importiert, was einer Menge von 28 Kilogramm pro Einwohner entspricht. Dies sind 10 % mehr als im Vorjahr. Vor allem während dem Lockdown lagen die Importe deutlich höher. Im aktuellen Jahr 2021 sind die misslichen Wetterbedingungen und die dementsprechend schlechte Gemüseernte im Inland eine Ursache für die hohen Importmengen. Bis Ende Oktober hat die kumulierte Menge im Jahr 2021 gegenüber derselben Periode des Vorjahres um weitere 9 % zugenommen.

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Woche 49/2021

10.12.21 | In der Nahrungsmittelbilanz ist der Anteil der pflanzlichen Nahrungsmittel am Energieverbrauch in den letzten Jahren leicht angestiegen. Gemäss der geschätzten Trendlinie stieg der Anteil von 69,3 % auf 70,3 %. Die Zunahme ist mit einem Prozent noch sehr gering. Die Auswirkungen für die landwirtschaftliche Produktion und die Nahrungsmittelbranche in der Schweiz könnten jedoch bedeutsam sein, falls dieser Trend in den nächsten Jahren anhält. Der festgestellte Trend entspricht auch dem aktuellen gesellschaftlichen Diskurs und Untersuchen zum Anteil der Vegetarier und Veganer in der Schweizer Bevölkerung.

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Woche 48/2021

03.12.21 | In der Schweiz weist wohl kein anderes Nutztier eine derart spezielle Verteilung wie die Legehennen auf. Auf 11'570 Landwirtschaftsbetrieben werden 3'487'972 Legehennen gehalten, dies sind 23 % aller Landwirtschaftsbetriebe (Jahr 2020). Daraus ergibt sich ein mittlerer Bestand von 301 Legehennen pro Betrieb. 83 % der Legehennen-Halter besitzen jedoch weniger als 50 Hennen. Diese Betriebe halten nur 3,6 % des Gesamtbestandes und produzieren einen kleinen Teil der Eier, v.a. für die Direktvermarktung und die Selbstversorgung. 2 % der Legehennen-Halter weisen Bestände von 4000 und mehr Legehennen auf und halten 66 % aller Legehennen. Dies sind die professionellen Eierproduzenten, deren Eier grösstenteils im Detailhandel verkauft werden. Fazit: Die meisten Betriebe halten nur wenige Legehennen, während der grösste Teil der Legehennen auf einer kleinen Zahl von Betrieben gehalten wird. Der berechnete Mittelwert von 301 Legehennen kann somit in die Irre führen. Die Anzahl Legehennen pro Betrieb ist in der Schweiz auf maximal 18'000 Stück begrenzt (Verordnung über Höchstbestände in der Fleisch- und Eierproduktion, SR 916.344).

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Woche 47/2021

26.11.21 | 2013 befanden sich 64,8 % der vorhandenen Stallplätze für Rindvieh in Laufställen. Im Jahr 2020 ist dieser Anteil auf 73,0 % angestiegen. Bei den Milchkühen ist der Anteil der Stallplätze in Laufställen in demselben Zeitraum von 42,5 % auf 57,5 % angestiegen. Damit wird inzwischen mehr als die Hälfte der Milchkühe in Laufställen gehalten. Entwicklungen in der Stallhaltung verlaufen nur langsam, da ein Stall eine langfristige Investition ist und über viele Jahre amortisiert wird. Der Trend zur Laufstall-Haltung ist jedoch deutlich.

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Woche 46/2021

19.11.21 | 1905 war die Schweiz noch weitgehend ein Agrarland. Bei 243'710 Landwirtschaftsbetrieben und 3,5 Millionen Einwohnern ergab sich ein Verhältnis von 15 Einwohnern pro Landwirtschaftsbetrieb. 2020 waren es noch 49'363 Landwirtschaftsbetriebe auf 8,7 Millionen Einwohner und damit 176 Einwohner pro Landwirtschaftsbetrieb. Natürlich war die Definition des Landwirtschaftsbetriebes 1905 nicht ganz dieselbe wie aktuell. Es ist jedoch unbestritten, dass der Anteil der landwirtschaftlichen Bevölkerung immer kleiner wird. Gleichzeitig ist das allgemeine Interesse an der Landwirtschaft in Politik und Gesellschaft gross und eher zunehmend. Trotz abnehmenden Betriebszahlen kümmert sich die Landwirtschaft gemäss der Arealstatistik 2004/2009 des Bundesamtes für Statistik um 35,9 % und damit um mehr als einen Drittel der Schweizer Fläche.

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Woche 45/2021

12.11.21 | Die biologisch bewirtschaftete Fläche ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und hat 2020 einen An-teil von 17 % an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche erreicht. Grosse Unterschiede bestehen jedoch zwischen den Kantonen. Der absolute Spitzenreiter mit einem Anteil von 66,2 % (Jahr 2020) ist der Kanton Graubünden. Deutlich tiefer sind die Anteile der Bio-Fläche im Mittelland bzw. in den Ackerbaugebieten. Am tiefsten liegt der Anteil mit 6,3 % (Jahr 2020) im Kanton Appenzell Innerrhoden.

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Woche 44/2021

05.11.21 | Die aktuelle Teuerungswelle führt insbesondere zu höheren Preisen für landwirtschaftliche Produktionsmittel (z.B. Preise für Energie, Dünger sowie für die Beschaffung und den Unterhalt von Maschinen und Gebäuden). Innert Jahresfrist sind die Preise gemäss dem Einkaufspreisindex um 3,5 % angestiegen. Gleichzeitig profitiert die Landwirtschaft von guten Produzentenpreisen. Diese liegen zurzeit um 1,5 % höher als vor einem Jahr. Allerdings können die guten Preise im Pflanzenbau die Ertragsausfälle im aktuellen Jahr nicht kompensieren. Wenig Einfluss hatte die Teuerungswelle bisher auf die Nahrungsmittelpreise im Detailhandel. Diese liegen gemäss dem Landesindex der Konsumentenpreise um 1,8 % tiefer als vor einem Jahr.

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Woche 43/2021

29.10.21 | Im letzten Jahrhundert erreichte der Kuhbestand in der Schweiz im Jahr 1961 mit 943'372 Kühen den Höchst-stand. Damals gab es noch keine jährlichen Viehzählungen. Bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts war zudem jede Kuh eine Milchkuh. Damals begannen einige Landwirtschaftsbetriebe mit der Haltung von Mutterkühen und deren Bestand nahm in der Folge kontinuierlich zu. Gleichzeitig ging der Bestand der Milchkühe immer weiter zurück. Im Jahr 2020 ist er bei 546'479 Milchkühen angelangt. Diese Abnahme war möglich, da die Milchleistung pro Milchkuh von ca. 3000 Kilogramm Milch pro Jahr auf ca. 7000 Kilogramm Milch pro Jahr gesteigert worden ist.

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