Inhalt - Betriebsverhältnisse

Betriebsverhältnisse

Dieser Bereich enthält Angaben zu den Strukturen der Landwirtschaftsbetriebe: Anzahl Betriebe, Nutzfläche, Bewirtschafter und Beschäftigte, Strukturverbesserungen und Bauinvestitionen. Die Daten in diesem Bereich stammen u.a. von den landwirtschaftlichen Betriebszählungen und den landwirtschaftlichen Strukturerhebungen des Bundesamtes für Landwirtschaft,  von diversen landwirtschaftlichen Organisationen sowie aus Erhebungen und Auswertungen von Agristat.

Kapitel 1 der Publikation SES: Betriebsverhältnisse (pdf)

 

 

Die landwirtschaftliche Betriebsstrukturerhebung und die landwirtschaftliche Betriebszählung erfassen Betriebe, welche mindestens einen der folgenden Mindestwerte erreichen: 1 Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche, 30 Aren Spezialkulturen, 10 Aren in geschütztem Anbau, 8 Mutterschweine, 80 Mastschweine oder 300 Stück Geflügel. 2015 erfasste das Bundesamt für Statistik aufgrund dieser Definition 53 232 Landwirtschaftsbetriebe. 69 % aller Landwirtschaftsbetriebe hielten am Stichtag Rindvieh. Bei den Betrieben mit mehr als 20 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche waren es gar 86 %. Dementsprechend wurde die Mehrzahl der Betriebe, nämlich 32 043, durch das Bundesamt für Statistik als Weideviehbetriebe klassiert. Die Zahl der biologisch wirtschaftenden Betriebe ist 2015 um 0,8 % angestiegen, auf 6244 Betriebe. Diese Betriebe bewirtschafteten eine Fläche von 137 234 ha. Dies entsprach 13,1 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche (Tabelle 1.9). Insbesondere die anhaltende Steigerung der Produktivität führt in der Landwirtschaft zu einem kontinuierlichen Strukturwandel. Die Zahl der Betriebe nimmt deshalb von Jahr zu Jahr ab. Der jährliche Rückgang lag im Mittel der letzten Jahre bei 2 % und erscheint damit gemässigt. Je nach Betriebstyp verläuft die Entwicklung jedoch teilweise deutlich schneller. So ist etwa die Anzahl der Schweine- und Hühnerhalter relativ betrachtet viel stärker zurückgegangen als die Anzahl Landwirtschaftsbetriebe insgesamt. Zudem führen der wirtschaftliche Druck und der technische Fortschritt in den Betrieben zu einer Reduktion der Anzahl Betriebszweige. Dabei gibt es Betriebe, die eher extensivieren und solche, welche die verbleibenden Betriebszweige intensivieren. Teilweise werden auch neue Betriebszweige, insbesondere in der Paralandwirtschaft erschlossen. (Tabellen 1.7 und 1.8)

71 % der Betriebe wurden als hauptberufliche Betriebe eingestuft. Auf den entsprechenden Betrieben fielen gemäss den Berechnungen des Bundesamtes für Statistik mehr als 1500 Arbeitsstunden pro Jahr an. Viele Betriebsleiter gehen jedoch weiteren, eher betriebsnahen oder betriebsfernen Tätigkeiten nach. Im Jahr 2013 boten 13 % der Betriebe einen Teil ihrer Produkte im Direktverkauf den Konsumenten an. Zu diesem Zweck wurden auf 10 % der Betriebe Erzeugnisse weiter verarbeitet. Ein ähnlicher Anteil der Betriebe verrichtete Lohnarbeiten für andere Betriebe oder ausserhalb der Landwirtschaft (Tabelle 1.7).

Link zu den Daten des Bundesamtes für Statistik