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Massnahmen von Bund und Kantonen

Dieser Bereich enthält Angaben der eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV), des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) und des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) zu den Ausgaben der öffentlichen Hand für Landwirtschaft und Ernährung.

Kapitel 8 der Publikation SES: Massnahmen von Bund und Kantonen (pdf)

 

 

Die ordentlichen Ausgaben des Bundes beliefen sich 2015 auf 65,2 Milliarden Franken, 1,9 % mehr als im Vorjahr. Ein Drittel der Ausgaben (34 %) beanspruchte die soziale  Wohlfahrt, gefolgt vom Bereich Finanzen und Steuern, welcher die Zinsausgaben sowie die Kantonsanteile an Steuereinnahmen des Bundes umfasst (15 %), vom Verkehr (13 %), der  Bildung und Grundlagenforschung (11 %) und von der Landesverteidigung (7 %). Die Ausgaben für den Bereich Landwirtschaft und Ernährung (6 %) folgten an sechster  Stelle. (Tabelle 8.1)

57 % der Bundesausgaben flossen in Form von Subventionen zu den verschiedensten Empfängergruppen. Jene mit den grössten Anteilen waren die Alters-,  die Invaliden-, die Kranken- und die sonstigen Sozialversicherungen mit zusammen 27 %, der Verkehr (8 %), der Bereich Bildung und Forschung (10 %), und der Bereich  Landwirtschaft und Ernährung (5 %). (Tabelle 8.2)

Im Berichtsjahr 2015 wurden Direktzahlungen im Betrag von 2,86 Milliarden Franken ausgerichtet. Im Vergleich dazu fielen die dem Bereich Landwirtschaft und Ernährung  zugerechneten Aufwendungen für Verwaltung (17 Mio. Fr.), zur Grundlagenverbesserung (148 Mio. Fr.) sowie die Ausgaben für Produktion und Absatz von Produkten (517 Mio. Fr.) deutlich kleiner aus. (Tabelle 8.3)

Den Ausgaben des Bundes für Ernährung und Landwirtschaft standen im Jahr 2015 zweckgebundene und sonstige Einnahmen in Höhe von 221 Millionen Franken gegenüber. Diese setzen sich vor allem aus Erlösen aus Kontingentsversteigerungen und den Einnahmen aus der der Tierverkehrskontrolle zusammen. (Tabelle 8.4) Die Nettoausgaben der Kantone für die Landwirtschaft beliefen sich 2014 auf 280 Millionen Franken. (Tabelle 8.5)

2014 trat die neue Agrarpolitik in Kraft. Das führte zu einem massiven Umbau bei den Direkt-zahlungen. Insgesamt wurden 2,78 Mia Franken für Direktzahlungen  ausgegeben. Der grösste Anteil entfiel auf die Versorgungssicherheitsbeiträge (39,4), gefolgt von den Kulturlandschaftsbeiträgen (17,8 %), den Produktionssystembeiträgen (15,8 %) und den Biodiversitätsbeiträgen (13,8 %). Den Abschluss bilden die Übergangsbeiträge mit 11,1 % und die Ressourceneffizienzbeiträge mit 0,2 %. (Tab. 8.6)

Mittels zinsgünstigen Investitionskrediten unterstützt der Bund die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsgrundlagen. Im Jahre 2015 bewilligten die zuständigen  kantonalen Stellen Beiträge in der Höhe von 303 Millionen Franken. Rund 36 % dieser Mittel wurden zur Finanzierung von Ökonomiebauten benötigt. Rund 27 % kamen nichtbaulichen Massnahmen zu Gute, namentlich der Starthilfe für Junglandwirte. Zur Erneuerung von Wohnbauten wurden 17 % verwendet. 3 % wurden in Wohn- und  Ökonomiegebäuden investiert. Mit den verbleibenden 17 % wurden Investitionen von Gemeinschaften mitfinanziert. (Tabelle 8.24)

Für die Bauernfamilien nach wie vor  bedeutungsvoll sind die Familienzulagen des Bundes. Im Jahre 2015 kamen 21 917 Landwirte und ihre Angestellten in den Genuss von Zahlungen in Form von Kinder- bzw. Haushaltungszulagen im Gesamtbetrag von 115 Millionen Franken. (Tabelle 8.25)

 

Link zum Agrarbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft