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Pflanzenbau

Dieser Bereich enthält Angaben zur Flächennutzung, zur Produktion im Pflanzenbau und zu den Erträgen. Die Daten stammen u.a. von den landwirtschaftlichen Betriebszählungen und landwirtschaftlichen Strukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS), diversen landwirtschaftlichen Organisationen sowie Erhebungen und Auswertungen von Agristat.

Kapitel 2 der Publikation SES: Pflanzenbau (pdf)

 

 

Wie die Arealstatistik (2004-2009) belegt, wurden 1,482 Millionen Hektar des schweizerischen Territoriums landwirtschaftlich genutzt. Die landwirtschaftliche Nutzfläche im engeren Sinne betrug im Jahre 2015 gemäss der landwirtschaftlichen Betriebsstrukturerhebung rund 1,049 Millionen Hektar. Davon wurden auf 26 % Ackerkulturen angebaut.
Die mit Dauerkulturen, namentlich mit Obstbäumen und Rebstöcken bedeckte Fläche nahm rund 3 % ein. Rund 70 % der Fläche ist mit Natur- und Kunstwiesen, Weiden und Heueinschlägen bedeckt. Von der offenen Ackerfläche (272 816 ha) entfielen 31 % auf Brotgetreide, 22 % auf Futtergetreide, 17 % auf Silo- und Grünmais, 9 % auf Raps, 7 % auf
Zuckerrüben, je 4 % auf Kartoffeln und Gemüse und die übrigen 6 % auf vielerlei andere Kulturen.

Wie vielerorts ist auch im Ackerbau eine betriebliche Konzentration festzustellen. Die Anbauflächen einzelner Kulturen je Betrieb wurden deutlich ausgedehnt. Während 1996 beispielsweise je Betrieb 731 Aren mit Ackerkulturen bepflanzt waren, ergaben sich im Jahre 2015 durchschnittlich 1035 Aren je Betrieb. Die mittlere Getreidefläche je Betrieb stieg von 544 auf 676 Aren. Die Kartoffelfläche wurde von 99 auf 231 Aren gesteigert, die Beeren von 44 auf 143 Aren und das Rebland von 147 auf 275 Aren.

Neben der betrieblichen Konzentration ist aber auch eine Veränderung der Anbauflächen im Gang. So nahm die offene Ackerfläche im Vergleich zum Jahr 2000 um 7 % ab, die des Getreides sogar um 21 %. Daneben nahmen die Flächen für Eiweisserbsen (69 %), Raps (63 %), Soja (86 %), Gemüse (28 %), für Kunstwiesen (9 %) und Silo- und Grünmais (13 %) zu. Einen Rückgang verzeichneten die Dauerkulturen. Dazu trugen vor allem die Obstkulturen (-9 %) bei. Nach dem sehr milden Dezember 2014 und dem milden Januar 2015 brachte erst der Februar winterliche Kälte. Der März und der April zeigten sich dann bereits wieder von der sonnigen und milden Seite. Der Mai brachte viele und intensive Regenfälle. Ab Juni hielt dann ein sehr warmer und bis Ende August auch sehr trockener Sommer Einzug. Es war einer der wärmsten Sommer seit Messbeginn 1864. September und Oktober brachten zwar eine Abkühlung, trocken blieb es aber weiterhin. November und Dezember zeigten sich wieder von der sonnigen und warmen Seite. Es litten aber nicht alle Kulturen unter diesem heissen und trockenen Sommer. Kulturen, wie Raps und Getreide, welche bis Ende Juli geerntet wurden, verzeichneten qualitativ gute Erträge und waren von ausgezeichneter Qualität. Die Zuckerrüben verzeichneten tiefe Erträge aber hohe Zuckergehalte. Am meisten litten die Kartoffeln und der Körner- und Silomais unter der Trockenheit.

 

Link zu den Daten des Bundesamtes für Statistik