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Preise, Löhne, Zinsen

Dieser Bereich enthält eine vielfältige Sammlung von Preisen, Indices, Löhnen und Zinsen. Die Daten stammen von diversen Organisationen aus der Landwirtschaft, vom Bundesamt für Statistik (BFS), von kantonalen Statistikämtern und von Agristat.

Kapitel 7 der Publikation SES: Preise, Löhne, Zinsen (pdf)

 

 

Preise der Berichterstatter-Erhebungen

 

Weitere Preise

 

Die Agrarpreisindizes geben Informationen über die Entwicklung der Produzentenpreise landwirtschaftlicher Erzeugnisse (Output) und der Einkaufspreise   landwirtschaftlicher Produktionsmittel und -faktoren (Input). Der Warenkorb des im 2007 revidierten Einkaufspreisindexes landwirtschaftlicher Produktionsmittel (EPI) wurde  um fast das Doppelte erweitert. Deswegen können nicht alle Indexreihen vor Beginn der Referenzperiode (Januar 2007) auf die neue Basis umgerechnet werden  (Tabelle 7.6). Der Index ist in der aktuellen Version weiterhin kohärent mit dem Produzentenpreisindex landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Kapital- und Arbeitskosten, Pachtzinsen, Versicherungen und Landkauf  sind vom EPI ausgeschlossen. Die beiden Ersten werden im Index der Preise landwirtschaftlicher Produktionsfaktoren erfasst (Tabelle 7.9).

Der Produzentenpreisindex wurde im Jahr 2010 revidiert und wird mit der Originalreferenzperiode (Dezember 2010 = 100) des Bundesamtes für Statistik publiziert (Tabelle  7.5). Bei der Revision wurde die Nomenklatur an die Agrarpreisstatistik von Eurostat angepasst, was zur Folge hat, dass nicht alle Indexreihen vor der Umstellung auf die  neue Basis umgerechnet werden können. Um die direkte Vergleichbarkeit mit dem Produzentenpreisindex sowie den übrigen Indices zu gewährleisten, wurde der  Einkaufspreisindex auf die Referenzperiode Dezember 2010 = 100 umgerechnet (Tabelle 7.7).

Der Produzentenpreisindex erreichte im Jahr 1990 mit 144,1 Punkten seinen  Höchststand. Im Jahr 2015 ist er gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Punkte auf 100,1 Punkte gesunken (Tabelle 7.5). Grund dafür waren tiefere Erlöse für die tierische Erzeugung, insbesondere für Schlachtschweine und Milch. Die Preise der konventionellen Milch  waren stärker (-11,2 Punkte) vom Rückgang betroffen als jene der Bio-Milch (-1,4 Punkte). Die pflanzliche Erzeugung blieb mit plus 0,1 Punkte fast stabil. Der Einkaufspreisindex landwirtschaftlicher Produktionsmittel (Dezember 2010 = 100) ist im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um -2,3 Punkte auf 97,7 Punkte gesunken (Tabelle  7.7). Der Teilindex der Produktionsmittel landwirtschaftlicher Herkunft (Futtermittel, Saat- und Pflanzgut) nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Punkte ab, auch der  Teilindex der restlichen Produktionsmittel sank um 2,3 Punkte. Am stärksten rückläufig waren die Preise für Energie- und Schmierstoffe (-3,4 Punkte) sowie die Dünge- und  Bodenverbesserungsmittel (-5,4 Punkte).

Der Schweizerische Landesindex der Konsumentenpreise (Basis Dezember 2010 = 100) nahm im Jahr 2015 um 1,1 Punkte im Vergleich zum Vorjahr ab und lag bei 97,9  Punkten (Tabelle 7.12). Der Teilindex für Nahrungsmittel verzeichnete eine geringere Abnahme als der Gesamtindex und lag 0,8 Punkte tiefer als im Vorjahr bei 98,7   Punkten. Insgesamt ist die Kaufkraft der Landwirte gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Punkte gesunken, da die Preise für Produktionsmittel weniger stark rückläufig waren als  jene für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse (Tabelle 7.8).

 

Link zu den Daten des Bundesamtes für Statistik