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Tierhaltung

Statistik der Woche
Woche 40-2022

07.10.22 | Gemäss der Schätzung der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung 2022 durch das Bundesamt für Statistik kann die Landwirtschaft im laufenden Jahr den Produktionswert gegenüber 2021 deutlich steigern. Trotz der Trockenheit herrschen bessere Bedingungen als im durch Spätfrost, Hagel, Starkregen und Überschwemmungen geplagten Jahr 2021. Aufgrund der stark gestiegenen Kosten fällt der Nettobetriebsüberschuss, der zur Entschädigung der Arbeit der Betriebsleiterfamilien dient, jedoch um 114 Millionen Franken kleiner aus als im bereits schlechten Vorjahr. Die Kosten der Betriebe steigen im laufenden Jahr um mehr als 600 Millionen Franken an.

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Statistik der Woche
Woche 39-2022

30.09.22 | Die Importe von Getreidekörnern und -mehl haben sich über die Jahre konstant entwickelt und weisen einen jährlichen Energiegehalt von rund 3000 Terajoule auf. Die Importe verarbeiteter Getreideprodukte (mehrheitlich Positionen aus dem Zollkapitel 19) sind stetig angestiegen. In den letzten 10 Jahren betrug die Zunahme auf Ebene Energie beinahe 50 %. Im Gegensatz zu nicht oder wenig verarbeiteten Agrarprodukten ist der Grenzschutz bei verarbeiteten Produkten gering. Diese können zu tiefen Preisen eingeführt und angeboten werden. Die verarbeiteten Importprodukte setzen die inländische Produktion und vor allem deren Verarbeitung unter Druck. Anreize für eine lokale Weiterverarbeitung von inländischem Getreide und eindeutige Herkunftsangaben könnten Abhilfe schaffen. Bei den Backwaren gibt es bereits die Marke «Schweizer Brot», die für eine Schweizer Herkunft garantiert.

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Medienmitteilungen
Klare Mehrheit erachtet Massentierhaltungsinitiative als unnötig

25.09.22 | Die Schweizer Stimmbevölkerung lehnt die Massentierhaltungsinitiative mit 63 Prozent klar ab. Sie sagt damit Nein zu einer staatlich verordneten Tierhaltung gemäss Bio-Standard. Die Schweizer Landwirtschaft ist froh über diesen Entscheid. Denn: Das Angebot ist bereits da! Wenn alle Ja-Stimmenden dieses in Zukunft nutzen, dann können sich Bio-Lebensmittel und andere besonders tierfreundliche Labels über eine markante Steigerung des Absatzes bei tierischen Produkten freuen und zahlreiche Bauernbetriebe ihre Tierhaltung umstellen.

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Statistik der Woche
Woche 38-2022

23.09.22 | Die Inflation in der Schweiz nimmt weiter zu. Im August lagen die Konsumentenpreise leicht über dem Niveau des Vormonats und 3,5 % über dem Vorjahresniveau. Eine Entspannung ist mittelfristig nicht zu erwarten. Auch die Landwirtschaft bleibt vor dieser Entwicklung nicht verschont: Die meisten Preisindices für landwirtschaftliche Produktionsmittel liegen weit über den Vorjahreswerten; mit Zunahmen um die 50 % bei Heiz- und Treibstoffen sowie bei den Düngemitteln hat die Landwirtschaft gar erhebliche Mehrkosten zu bewältigen.

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Standpunkte
Wir brauchen nochmals einen 13. Juni 2021-Effekt

16.09.22 | Der 25. September und die Entscheidung über die Massentierhaltung naht. Zahlreiche Bauernbetriebe haben in den letzten Wochen mitgeholfen, die Massnahmen und Argumente für ein NEIN bei der Stimmbevölkerung zu streuen. Für dieses Engagement danken wir herzlich! Die Diskussionen in der jüngsten Zeit zeigten einmal mehr, wie emotional das Thema Tierhaltung ist. Deshalb sind auch die Umfrageresultate viel weniger klar, als die guten Nein-Argumente es würden annehmen lassen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor wird deshalb sein, wer stärker mobilisieren kann. Ist es die linke, eher urbane Seite, welche die AHV- und Verrechnungssteuer versenken will oder der bürgerliche und eher ländliche Raum, der die Schweizer Landwirtschaft nicht gefährden und die AHV sichern will?

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Statistik der Woche
Woche 37-2022

16.09.22 | Die Schweiz gehört zu den grössten Kaffee-Exporteuren weltweit; Kaffeeröstung und -verarbeitung haben in der Schweiz Tradition und werden immer wieder durch neue Innovationen geprägt. Hauptsächlich wird Rohkaffee ein- und gerösteter Kaffee ausgeführt. Der Exportwert konnte seit 2006 kontinuierlich gesteigert werden und betrug im Jahr 2021 knapp über 3 Milliarden Schweizer Franken. Der Exportpreis (Ausfuhrwert / Ausfuhrgewicht) legte vor allem in den Jahren 2006 bis 2009 sprunghaft zu (+ 127 %). Haupttreiber dieser Entwicklung ist ein weltweit tätiger Kaffee-Kapsel-Produzent, der sämtliche seiner Kapseln in der Westschweiz herstellt. Gut möglich, dass neue Innovationen in der Kaffeeverarbeitung die Exporte weiter beflügeln werden.

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AGRISTAT aktuell
Agristat Aktuell 08-22: Schätzung der Schweizer Ackerfläche 2022

12.09.22 | Die offene Ackerfläche nimmt 2022 kaum zu (+0,3 %). Die Kunstwiesenfläche wächst um 1164 Hektaren oder 1,0 %. Die grössten Flächenzunahmen ergeben sich in absoluten Zahlen beim Silomais, Dinkel, Ha-fer, Soja und bei den Sonnenblumen. Den grössten Flächenrückgang verzeichnen Körnermais, Winter-weizen, Eiweisserbsen, Zuckerrüben und Futterweizen. Nach der starken Reduktion der Silomais- und Kunstwiesenfläche vom Vorjahr erfolgte 2022 eine leichte Korrektur zugunsten des Futterbaus.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - August 2022

12.09.22 | Der August 2022 war der zweitwärmste seit 1864. Die Durchschnittstemperatur lag um 1,9 Grad über der Norm 1991-2020. Nur im Jahr 2003 war der August mit 3,5 Grad über der Norm noch deutlich wärmer. Ab dem 15. August gab es in mehreren Regionen der Schweiz endlich Schauer, vielerorts waren dies die ersten relevanten Niederschläge seit anfangs Juli. In der zweiten Augusthälfte gab es teilweise massive Niederschläge mit regional hohen Tagessummen. Gebietsweise litten vor allem Gras- und Maisbestände stark unter der Trockenheit. Teilweise wurde Silomais schon im August geerntet. Nach 4374 Schadenmeldungen im Juni sind diese im Juli auf 1790 Meldungen gefallen (Tabelle 1.5). Die Schadenlage war damit im Juli 2022 im Vergleich zu früheren Jahren insgesamt durchschnittlich. Auch bei den Elementarschäden war dies mit 327 Meldungen der Fall (Tabelle 1.6).

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