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Treibhauseffekt und Handlungsbedarf der Landwirtschaft

Medienmitteilung von AgroCleanTech vom 09. November 2018

Landwirtschaftliche Klimaschutzmassnahmen umsetzen – ja, aber wie und mit welchen Mitteln? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Referentinnen und Referenten sowie ein hochkarätiges Podium an der 4. AgroCleanTech-Tagung in Bern, nachdem der trockene Sommer 2018 die Diskussion um den Klimaschutz angeheizt hat. 

Die Landwirtschaft steht vor der doppelten Herausforderung ihre Treibhausgasemissionen reduzieren und sich gleichzeitig an den Klimawandel anpassen zu müssen. Noch fehlt es an konkreten Handlungsempfehlungen. Verglichen mit Verkehr oder Industrie hat die Landwirtschaft mit komplexen biologischen Prozessen zu tun. Die Messbarkeit der effektiven Wirkung ist daher oft schwierig und Massnahmen umzusetzen kann mit hohen Kosten verbunden sein. Die heutige AgroCleanTech-Tagung griff hier den aktuellen Stand auf. Um es vorwegzunehmen: Massnahmen sind in der Theorie zwar vorhanden, für die Umsetzung in die Praxis mangelt es immer noch stark an angewandten Empfehlungen, der Umsetzbarkeit oder Finanzierung. 

Wenig praktische Handlungsempfehlungen

Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW bekräftigte ihre Klimaschutz-Ziele und präsentierte einen bunten Strauss von theoretischen Ansätzen in der Landwirtschaft Treibhausgase zu reduzieren. Deutschland setzt im landwirtschaftlichen Klimaschutz auf Sensibilisierung, Beratung und bessere Mindeststandards bei gehobenen Nahrungsmitteln. AgroCleanTech zeigte am Beispiel der klimafreundlichen Milchvieh-Fütterung, dass die vorhandenen Forschungsresultate noch wenig handfeste Empfehlungen zulassen. Mit klaren technischen Vorschlägen konnte Ökostrom Schweiz ein grosses Reduktions-Potenzial von Methan aus Hofdüngern durch landwirtschaftliche Biogasanlagen aufzeigen, verständlicherweise offen blieb dabei die Frage der Finanzierung. 

Bewegung im landwirtschaftlichen Klimaschutz

Sowohl für BioSuisse als auch IP-Suisse ist die Vermeidung von Treibhausgasen ein Vermarktungs-Thema, welches man bei IP-Suisse sehr konkret mit einem Punktesystem angeht. AgroCO2ncept Flaachtal macht mit der praktischen Umsetzung des Klimaschutzes auf ihren Betrieben erfreuliche Fortschritte. Eine Bündelung dieser Kräfte und eine Intensivierung des Ausbaus der angewandten Forschung sind die Erfolgsfaktoren, um die Landwirtschaft im Prozess hin zu mehr Klimaschutz fit zu machen. Das abschliessende politische Podium der Tagung bestätigte: die Absicht ist da, die Landwirtschaft mit einem aktiven Klimaschutz vor den Folgen des Klimawandels zu bewahren.

Rückfragen

Simon Gisler

Simon Gisler

Schweizer Bauernverband
Geschäftsführer AgroCleanTech

Telefon 056 462 50 14
E-Mail simon.gisler@agrocleantech.ch

Priska Stierli

Priska Stierli

Schweizer Bauernverband
Fachexpertin Energie & Klima bei AgroCleanTech

Telefon 056 462 50 21
E-Mail priska.stierli@agrocleantech.ch

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