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Woche 27-2022

Das Verhältnis zwischen den Produzentenpreisen und den Produktionsmittelpreisen ist ein Indikator («Kaufkraft») für die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaftsbetriebe. Nachdem sich das Verhältnis 2020 noch zu Gunsten der Landwirtschaft entwickelt hatte, machte sich ab Herbst 2021 ein erhöhter Preisdruck bei den Produktionsmitteln bemerkbar, vor allem bei der Energie und den Düngemitteln. Inzwischen hat sich das Verhältnis weiter verschlechtert. Alle Produktionsmittel sind teurer geworden: Futtermittel, Saatgut, Maschinen, Gebäude usw. Dabei lässt sich die weitere Entwicklung der Produktionsmittelpreise im internationalen Kontext derzeit kaum abschätzen. Noch steht ein Grossteil der Ernten im laufenden Jahr aus. Auch die Produzentenpreise werden ansteigen. Die Frage ist, ob der Anstieg ausreichen wird, um die Mehrkosten zu decken. Die Ausgangslage ist für die Landwirtschaftsbetriebe beunruhigend.