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Woche 39-2022

Die Importe von Getreidekörnern und -mehl haben sich über die Jahre konstant entwickelt und weisen einen jährlichen Energiegehalt von rund 3000 Terajoule auf. Die Importe verarbeiteter Getreideprodukte (mehrheitlich Positionen aus dem Zollkapitel 19) sind stetig angestiegen. In den letzten 10 Jahren betrug die Zunahme auf Ebene Energie beinahe 50 %. Im Gegensatz zu nicht oder wenig verarbeiteten Agrarprodukten ist der Grenzschutz bei verarbeiteten Produkten gering. Diese können zu tiefen Preisen eingeführt und angeboten werden. Die verarbeiteten Importprodukte setzen die inländische Produktion und vor allem deren Verarbeitung unter Druck. Anreize für eine lokale Weiterverarbeitung von inländischem Getreide und eindeutige Herkunftsangaben könnten Abhilfe schaffen. Bei den Backwaren gibt es bereits die Marke «Schweizer Brot», die für eine Schweizer Herkunft garantiert.