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Woche 45-2022

Bei den landwirtschaftlichen Kulturen der Schweiz gibt es über längere Zeiträume deutliche Veränderungen. So lag die Anbaufläche des Maises bis 1955 unter 5000 Hektaren. Die wärmeliebende Pflanze aus Mexiko musste zuerst züchterisch bearbeitet werden, damit sie in der Schweiz erfolgreich angebaut werden konnte. In der Folge stieg die Anbaufläche in den 60er und 70er Jahren rasant an. Inzwischen ist die Fläche ziemlich stabil mit 62 881 Hektaren im Jahr 2021. Dies entspricht 23 % der offenen Ackerfläche von 276 496 Hektaren. Die Kultur wird zur Körnergewinnung genutzt oder als ganze Pflanze verfüttert, hauptsächlich als Silage.
Mit Hinblick auf den vieldiskutierten Klimawechsel stellt sich die Frage, ob es weitere Kulturen mit einem ähnlichen Entwicklungspotenzial gibt. In den letzten Jahren kamen viele neue oder wieder entdeckte Kulturen wie Hirse, Sorghum, Quinoa, Reis, Soja, Linsen, Buchweizen und Kichererbsen in die Schweiz. Aktuell besetzen diese Kulturen erst kleine Flächen. Dies kann sich jedoch ändern.