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SBV-News Nr. 35 (26.08 – 30.08.2019)

Notiz­ der Woche

Die reisserische und einseitige Berichterstattung rund um das Thema Pflanzenschutz reisst nicht ab. Umso wichtiger, dass wir mit der Aufklärungskampagne «Wir schützen was wir lieben» mit Fakten entgegenhalten. In einem Facebook-Post wiesen wir darauf hin, was gemäss Bundesamt für Umwelt in einem Jahr den Rhein hinunterfliesst: 65t Industrie- und Haushaltchemikalien, 20t Arzneimittel, 20t künstliche Lebensmittelzusatzstoffe und 1t Pflanzenschutzmittel. Dieser Beitrag ging viral, erreichte bereits 130'000 Menschen und wurde über 1'100 Mal geteilt. Die weitere Verbreitung ist sehr gewünscht!


 

Treffen aller Mitgliedorganisationen

Die Konferenz der operativen Leiter (KOL) des SBV traf sich im Kanton Schwyz, um sich über verschiedenste Themen auszutauschen. So wurde unter anderem in Workshops mögliche Massnahmen zum Themenschwerpunkt 2020 «Biodiversität» evaluiert, Chancen und Hindernisse verschiedener Ressourcenprojekte diskutiert, der Projektstand der AP22+, der RPG II sowie der Aufklärungskampagne «Wir schützen was wir lieben» erörtert und das weitere Vorgehen festgelegt.

Engagement gegen Littering

Das Engagement gegen Littering war ein weiteres Thema am Treffen aller Mitgliedsektionen. Der SBV stellt die bestehenden Elemente zur Sensibilisierung (Tafeln, Flyer, Ausstellungselement) weiter zur Verfügung. Das Mitmachen an den jährlichen Clean-up-Days der IG saubere Umwelt wird jedem Kanton überlassen. Dies gilt auch für andere mögliche Aktivitäten wie Raumpatenschaften. Ebenso sind aktuell keine politischen Massnahmen geplant. Dies nicht zuletzt, weil immer mehr Kantone unterdessen eine Busse für Littering kennen. Weitere Instrumente wie Pfand auf Getränkepackungen, Verbote z.B. von Aludosen, erachteten die landwirtschaftlichen Organisationen nicht als zielführend. Der SBV prüft noch, wie das Thema an die Schulen und zu den Lehrpersonen gebracht werden kann. Für die Glaubwürdigkeit ist es wichtig, dass auch die Betriebe selber mit gutem Beispiel vorangehen und keinen Abfall rund um Haus und Hof liegen lassen!

Neue Pflanzenzüchtungen

Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz hat an der ETH einen Anlass zu den neuen Züchtungsmethoden durchgeführt. Im Rahmen einer Expertenrunde konnte der SBV seine Einschätzung einbringen. Er betonte, dass die Akzeptanz der Technologie bei den Konsumentinnen und Konsumenten wichtig ist und dass Züchtungen gefragt sind, die einen echten Mehrwert bringen.

Statistik der Woche

2018 importierte die Schweiz gemäss eidgenössischer Zollverwaltung 77’042 Tonnen Fleisch und Schlachtnebenerzeugnisse (gemäss im Zollkapitel 2). Pro Einwohner entspricht dies einer Menge von 9 Kilogramm. Davon waren 50,8 % Geflügelfleisch, 27,1 % Rindfleisch und 7,6 % Schaffleisch (anderes Fleisch: 8,8 %). 63.3 % der Importe stammten aus Ländern der EU, 27.1 % aus Ländern des Mercosur und 6.8 % aus Australien und Neuseeland (andere Herkunftsländer: 2.8 %).