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SBV-News Nr. 37 (09.09 – 15.09.2019)

Notiz­ der Woche

Das Abkommen zwischen den EFTA-Ländern, darunter die Schweiz, und dem Mercosur machte Schlagzeilen. Die Gefahr eines Referendums besteht bereits. Der Schweizer Bauernverband führt aktuelle eine detaillierte Analyse durch und wird Stellung nehmen, sobald der Inhalt Abkommen öffentlich ist und die Botschaft des Bundesrats dazu steht. 


 

Vorstand

Der Vorstand des SBV befasste sich mit verschiedenen aktuellen Geschäften wie der Lage auf den Märkten, dem Stand der Arbeiten bei der AP22+, den Pflanzenschutzinitiativen, den geplanten Absenkpfaden bei den Phosphor- und Stickstoffemissionen oder dem Freihandelsabkommen mit Mercosur. Er nahm weiter das neue Kommunikationskonzept sowie die neue Wegleitung für soziale Dienstleistungen zur Kenntnis und wählte je ein neues Mitglied in den Stiftungsrat der Agrisano und in die Fachkommission Berufsbildung. Schliesslich nominierte er Anne Challandes als Vizepräsidentin des SBV zuhanden der Landwirtschaftskammer.

Parlament

Der SBV lud die bäuerlichen Parlamentarier zum Start der Herbstsession ein, um die anstehenden Themen mit Bezug zur Landwirtschaft zu besprechen. So diskutierten die Anwesenden unter anderem die Initiativen Trinkwasser und Pestizidfrei, die Raumplanungsrevision für Bauern ausserhalb der Bauzone sowie die Freihandelsabkommen mit Indonesien, Grossbritannien und Mercosur.

Fachkommission Kommunikation

Die Mitglieder der Fachkommission Kommunikation des SBV beschäftigten sich mit der Kampagne «Wir schützen, was wir lieben» und dem weiteren Vorgehen zur Information der Bevölkerung. Eine Grundlage dazu bildet die durchgeführte GfS-Umfrage, die jetzt in Fokusgruppen vertieft wird. In diesem Zusammenhang stand auch der Umgang mit den negativen Medienartikeln. Ein Schwerpunkt der Sitzung war das gemeinsame landwirtschaftsübergreifende Jahresthema 2020 «Regionalität» und die Umsetzung in den einzelnen Kantonen und Branchen. Weiter diskutierten die Kommission die laufenden und geplanten Projekte der Basiskommunikation von «Schweizer Bauern».

Arbeitsgruppe «Aufzeichnung und risikobasierte Kontrollen»

Die Arbeitsgruppe «Aufzeichnung und risikobasierte Kontrolle» im Rahmen der administrativen Vereinfachung beendet ihre Arbeit. Zum Abschluss besuchten die Mitglieder den Betrieb von SBV-Vorstandsmitglied Sepp Mure, um sich am praktischen Beispiel mit dem neuen Kontrollsystem zu befassen. Fragen tauchte vor allem zum Gewässerschutz auf und wie mit (möglichen) Mängel ausserhalb der Kontrollpunkte umgegangen werden soll.

Facebook «Verantwortungsvolle Landwirtschaft»

Der Verband Thurgauer Landwirtschaft liess Videos produzieren, die er dem SBV für die Facebook-Seite «Verantwortungsvolle Landwirtschaft» zur Verfügung stellte. Unter anderem zeigte Gemüsebauer Ralph Bötsch Salat mit Läusen, die er so nicht verkaufen kann. Obwohl einige in den Kommentaren wenig Verständnis für den Mitteleinsatz zeigten, gab eine Mehrheit bei der durchgeführten Umfrage an, dass sie keine Läuse im Salat wollen. Ob die anderen 48 Prozent im Ernstfall zu ihrem Wort stehen, bleibt zu beweisen. Tatsache dürfte sein, dass wohl viele Leute keine Mittel und keine Läuse – also den Fünfer und das Weggli – wollen.

Statistik der Woche

Wo fanden im Jahr 2019 die grössten Flächenveränderungen statt? In absoluten Zahlen liegen die Kunstwiesen an der Spitze, deren Fläche im laufenden Jahr um mehr als 3500 Hektaren zugenommen hat. Relativ betrachtet hat die Sorghum-Fläche am stärksten zugelegt. Sie hat sich mehr als verdoppelt und ist von 123 Hektaren auf aktuell ca. 300 Hektaren angestiegen. Beide Entwicklungen sind wohl durch das Trockenjahr 2018 beeinflusst worden, welches auf vielen Betrieben zu Futtermangel geführt hat.