Glanzresultat mit Note 5.9: Simon Bandi ist der beste Meisterlandwirt

Medienmitteilung von Agriprof vom 22. August 2026

Elf Landwirtinnen, 97 Landwirte, vier Bäuerinnen sowie zwei Obstfachleute haben dieses Jahr in der Deutschschweiz die Höhere Fachprüfung bestanden. An der heutigen Diplomfeier am landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Plantahof konnten die 114 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen das Eidgenössische Diplom in Empfang nehmen. Herzliche Gratulation!

Heute durften in Landquart GR elf Meisterlandwirtinnen, 97 Meisterlandwirte, vier diplomierte Bäuerinnen sowie je eine Obstbaumeisterin und ein Obstbaumeister ihr Diplom für den erfolgreichen Abschluss der höheren Fachprüfung in Empfang nehmen. Damit liegen die Abschlusszahlen im gewohnten Rahmen. Die frisch gebackenen Meisterinnen und Meister schliessen eine intensive, mehrteilige berufliche Weiterbildung ab. Diese bereitet sie optimal darauf vor, ihren Beruf erfolgreich auszuüben und sich den stetig neuen Herausforderungen zu stellen.

Das modulare System der beruflichen Weiterbildung ist modern und praxisorientiert. Die Kandidatinnen und Kandidaten durchlaufen die Weiterbildung in der Regel in zwei Etappen:

1. Etappe: Berufsprüfung, Abschluss mit dem Eidg. Fachausweis

Die Berufsprüfung fokussiert vor allem auf die Produktionstechnik, Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter mit Eidg. Fachausweis erlernen die fachlich optimale Bewirtschaftung der Produktionszweige und Dienstleistungen eines Betriebs. Daneben werden sie in die operative Betriebsplanung und -führung eingeführt. Absolventen der Berufsprüfung können Lernende ausbilden. 

2. Etappe: höhere Fachprüfung (Meisterprüfung), Abschluss mit dem Eidg. Diplom

Die höhere Fachprüfung bildet Unternehmerinnen und Unternehmer aus. Sie sind in der Lage, den Betrieb strategisch und operativ zu führen. Sie analysieren und treffen selbständige Entscheidungen für das Unternehmen. Sie verfügen insbesondere über die Kompetenz zur Weiterentwicklung des Unternehmens mit dem Ziel, dieses nachhaltig zu entwickeln, die Mitarbeitenden des Betriebs und die materiellen Betriebsressourcen optimal einzusetzen und die Produktion auf die Bedürfnisse der Märkte sowie der Nachhaltigkeit auszurichten.

Hervorragende Leistungen geehrt

Auch in diesem Jahr zeichnete die Schweizer Agrarmedien AG an der Diplomfeier die besten Absolventinnen und Absolventen für ihre herausragenden Leistungen mit dem Agrarmedienpreis aus. Die beste Prüfung bei den Meisterlandwirten und Meisterlandwirtinnen legte Simon Bandi aus Oberwil bei Büren BE mit der Note 5.9 ab. An zweiter Stelle folgt Patrick Dönz aus Sarn GR mit 5.8. Die drittbeste Prüfung teilen sich Carmen Hausheer, Steinhausen ZG, und Samuel Hunkeler, Schötz LU. Beide erreichten die Note 5.7. Bei den Bäuerinnen HFP erzielte Jennifer Fröhlich aus Niederhasli ZH mit 5.3 das beste Resultat. 

Enge Zusammenarbeit zwischen Berufsverband und Bildungsanbietern

Die Betriebsleiterausbildung findet an den kantonalen landwirtschaftlichen Bildungszentren statt. Der Geschäftsbereich Agriprof des Schweizer Bauernverbands (SBV) stellt das einheitliche Bildungsangebot sicher und koordiniert den Prüfungsablauf in der Deutschschweiz im Sinne der Qualitätssicherung. Die Zusammenarbeit zwischen Berufsverband und Bildungsanbietern ist eng. Das gemeinsame Ziel ist eine moderne und zukunftsträchtige berufliche Weiterbildung. Der Ausbildungs- und Prüfungsqualität wird ein sehr hoher Stellenwert beigemessen. 

Revision der Prüfungsordnungen der Höheren Berufsbildung

Am zweistufigen System mit Berufs- und Meisterprüfung wird sich nach der derzeit laufenden Totalrevision der Höheren Berufsbildung nichts ändern. Auch das modulare System bleibt im Prinzip erhalten, wenn auch nicht in der gleichen Form wie bisher. Die Qualifikationsprofile der verschiedenen landwirtschaftlichen Berufe wurden bereits erarbeitet. Derzeit befasst sich die erweiterte Projektgruppe der Revision mit den Zulassungsbedingungen und dem modularen System. Die revidierten Prüfungsordnungen der Höheren Berufsbildung werden ab Sommer 2029 umgesetzt.

Ganzes Berufsfeld Landwirtschaft (D-CH und W-CH)

Wir danken den folgenden Organisationen und Partnern für die Unterstützung der Diplomfeier:

Hauptsponsor: fenaco

Co-Sponsor: Kanton Graubünden

Sponsoren: agrisano, UFA, OGGBERN, MÖHL, Plantahof

Gönner:Beck Hitz AG, Küblis / melior – Meliofeed AG, Herzogenbuchsee / Mutterkuh Schweiz, Lupfig / Otto Hauenstein Samen, Rafz / ÖKK, Landquart / SHGroup Schweizer Hagel, Zürich / SMP, Bern 

Rückfragen

Petra Sieghart

Leiterin Agriprof Schweizer Bauernverband
Sekretariat OdA AgriAliForm

Tel: 056 462 54 31
Mobile: 079 669 02 01
E-Mail: petra.sieghart@agriprof.ch 

Weitere Beiträge zum Thema

Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Einhalten der Sorgfaltspflicht schützt Tierhalter

03.07.19 | Die Verurteilung des österreichischen Landwirts, dessen Rinder eine deutsche Touristin tödlich verletzt haben, verunsichert Schweizer Tierhalter. Auch diese sind grundsätzlich haftbar, wenn sie nicht die nötigen Vorsichtsmassnahmen treffen.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 26 (24.06. – 28.06.2019)

03.07.19 | Gemäss dem Bienengesundheitsdienst kam es im Jahr 2018 zu deutlich weniger akuten Bienenvergiftungen als in den Vorjahren. So gab es 2017 15 dokumentierte Fälle, während es 2018 noch 4 waren. In der Hälfte davon waren Pflanzenschutzmittel die nachgewiesene Ursache. Unter anderem das kürzlich zurückgezogene Chlorpyrifos. Zudem fand man im Jahr 2018, im Gegensatz zum Vorjahr, in keiner Bienenprobe Neonicotinoide.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Ungerechtfertigte Pauschalverurteilung der Schweizer Nutztierhaltung

02.07.19 | Die Sonntagszeitung brachte einen reisserischen Artikel mit dem Titel «Skandalöse Zustände auf Schweizer Bauernhöfen». Der Schweizer Bauernverband wehrt sich mit einer Beschwerde beim Presserat gegen die ungerechtfertigte Pauschalverurteilung und die verzerrte Berichterstattung der TA-Medien-Gruppe. Auf 87 Prozent aller Betriebe wurden keinerlei Mängel festgestellt und deren Tierhaltung entspricht in allen Belangen dem strengen Schweizer Tierschutzgesetz.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Waschechtes Schweizer Zmorge und die Kuh nebenan!

01.07.19 | Wie könnte man als Schweizer-/in den Nationalfeiertag stimmungsvoller starten als mit einem üppigen und frischen Zmorge auf dem Bauernhof? Regionales und Selbstgemachtes, verbunden mit einer gemütlichen Atmosphäre – so präsentieren rund 350 Bauernfamilien ein einladendes 1. August-Brunchbuffet. Brunch-Liebhaber melden sich am besten heute noch beim Hof Ihrer Wahl an.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Veto zur angekündigten Milchpreissenkung

26.06.19 | Veto zur angekündigten Milchpreissenkung Obwohl die Marktsituation gut ist, haben verschiedene Abnehmer per Juli 2019 Milchpreis-senkungen angekündigt. Der Schweizer Bauernverband und die Schweizer Milchproduzenten fordern eine Korrektur. Mehr Fairness bei der Verteilung der Wertschöpfung ist dringend ge-fragt!

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 25 (17.06. – 21.06.2019)

26.06.19 | Mitte Juni schrieb die Zeitung Tribune de Genève, dass sich die Badegäste auf den Sommer freuen können: Die Wasserqualität des Genfersees sei gut. Sie berief sich dabei auf die zuständige Kommission für Gewässerschutz, welche die nachgewiesenen Rückstände als «tief» eingestuft. Die Qualität des Wassers sei an allen Badestränden gut bis exzellent. 1990 wiesen nur die Hälfte der Badestrände diese hohe Qualität auf. Das zeigt, dass die Anstrengungen der Landwirtschaft, die Rückstände in den Gewässern zu reduzieren, Erfolge zeigen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Raumplanungsgesetz: Neustart ist richtig

25.06.19 | Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats will nicht auf die Botschaft der 2. Etappe der Revision des Raumplanungsgesetzes eintreten. Der Schweizer Bauernverband findet den Entscheid für einen neuen Start richtig.

Mehr lesen
Marktkommentar Der Heupreis sinkt um 9 Franken

21.06.19 | Der Schweizer Raufutterverband beschloss kürzlich, den Richtpreis für Heu neu auf 29 bis 32 Franken je 100 Kilo, für belüftetes Heu, gepresst in Klein- und Grossballen, ab Hof und verladen, zu bestimmen. Dieser Preis liegt neun Franken unter dem alten Richtpreis, welcher jedoch im Trockenjahr 2018 angebracht war, wo Heu europaweit sehr gesucht war. Für auf dem Feld getrocknetes Heu wurde kein Richtpreis festgelegt. Der Richtpreis für Stroh lose ab Schwad der kommenden Ernte 2019 liegt neu bei 6 Franken je 100 Kilo. Der Preis für Stroh in Ballen sinkt um 4 Franken je 100 Kilo. Neu beträgt er in der kommenden Ernte 18 Franken je 100 Kilo in Kleinballen, verladen. Für Grossballen liegt der Richtpreis bei 14 Franken je 100 Kilo, verladen. Allgemein wurde von den Raufutterhändlern an der Sommerversammlung berichtet, dass die diesjährige Heuernte qualitativ und auch mengenmässig sehr gut ausgefallen sei. Die Wiesen hätten sich erstaunlich gut vom letztjährigen Trockenjahr erholt, wurde berichtet. Sie präsentierten sich in sehr gutem Zustand bei ausgezeichnetem Futterwuchs. Der Handel habe es im Herbst 2018 und im Winter 2018 / 2019 geschafft, die Viehhalter mit Futter zu versorgen, hiess es. Gegenwärtig sei auf dem Heu- und Strohmarkt nur eine geringe Nachfrage zu spüren, weil die Bauern sich mit billigerer Ware eindecken wollen.

Mehr lesen