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Leben retten mit «Schon geschnallt?»

Medienmitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung und des Schweizer Bauernverbands
vom 21. Januar 2020

«Schon geschnallt?» heisst die neue Sensibilisierungskampagne der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft unter der Schirmherrschaft des Schweizer Bauernverbands. Diese soll mit zahlreichen Massnahmen zum Gurtentragen motivieren und so die zahlreichen Todesfälle aufgrund umkippender Landwirtschaftsfahrzeuge verhindern.

2018 war für die Landwirtschaft ein trauriges Jahr: Es ereigneten sich 46 tödliche Arbeitsunfälle. 16 davon waren auf umstürzende Fahrzeuge zurückzuführen, bei denen auch Lernende ihr Leben verloren. Diese Todesfälle hätten sich mit grosser Wahrscheinlichkeit verhindern lassen, wenn die Fahrzeugführenden angegurtet gewesen wären. Unter der Schirmherrschaft des Schweizer Bauernverbands (SBV) lanciert deshalb die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) 2020 eine zweijährig und breit angelegte gesamtschweizerische Sensibilisierungskampagne für das Tragen von Gurten – auch in landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Diese läuft unter dem Titel «Schon geschnallt?» und will alle landwirtschaftlichen Organisationen einbinden. Allen in der Landwirtschaft arbeitenden Personen soll mit verschiedenen Massnahmen aufgezeigt werden, wie überraschend wenig es braucht, damit ein Fahrzeug kippt. Und dass Angegurtete mit grosser Wahrscheinlichkeit überleben. Ziel ist es, das Gurtentragen in allen Situationen zu einer Selbstverständlichkeit zu machen und so die Zahl der Todesfälle deutlich zu reduzieren.

Vielfältige Kommunikationskanäle

Die Kampagne hat ein eigenes Logo, um den Wiedererkennungswert zu erhöhen. Sie arbeitet mit Fachartikeln und Inseraten in den landwirtschaftlichen Zeitungen und Zeitschriften. Sie stellt Infoblätter, Flyer und Erklärvideos zur Verfügung. Sie informiert auf den Webseiten sowie über die Social Media und andere Infokanäle der involvierten Organisationen. Sie bietet Beratungsgespräche, Vorträge und Schulungen an und nutzt Messen, Ausstellungen und andere öffentliche Anlässe. Vorgesehen sind dieses Jahr Auftritte an der agrovina in Martigny, der Lohnunternehmertagung in Granges-Paccot, der Tier & Technik in St. Gallen, an der agrimesse in Thun und an der agrama in Bern. An diesen Anlässen kann man mit einer Virtual Reality-Brille einen Traktorsturz selber erleben.

Nach der von Januar 2020 bis Dezember 2021 laufenden Kampagne sollen möglichst alle in der Landwirtschaft tätigen Personen die Kernbotschaft von «Schon geschnallt?» kennen. Sie sollen zudem motiviert werden, allenfalls fehlende Gurten in geeigneter Form nachzurüsten und ganz selbstverständlich den Gurt anzulegen, wenn sie ein Landwirtschaftsfahrzeug bewegen. Schliesslich haben sie geschnallt, wie schnell und unerwartet ihr Gefährt kippen kann und wie trügerisch die vermeintliche Kontrolle über ein Fahrzeug ist. Denn «ohni Gurt, bisch furt»!

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Peter Kopp

Peter Kopp

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Tel. 062 739 50 90
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