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Milch: Branche hat versagt!

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 23. August 2018

Die Branchenorganisation Milch (BO Milch) bewies mit ihrem gestrigen Entscheid einer Nullrunde beim Richtpreis Milch, dass sie weder fähig noch willens ist, brancheninterne Entscheide zu fällen. Diese wären dringend und notwendig gewesen: Es ist unbestritten, dass die Milchbauern aktuell mit Futterknappheit und teuren Zukäufen konfrontiert sind und damit die Produktionskosten massiv steigen. Eine Erhöhung des bereits sehr tiefen Milchpreises um 5 Rappen wäre in dieser ausserordentlichen Lage zwingend gewesen. Das hätte gezeigt, dass die Milchbranche in der Lage ist auf ausserordentliche Entwicklungen zu reagieren – ohne dass jedes Mal die Politik bemüht werden muss. Der Entscheid der BO Milch ist unverständlich und Wind in die Segel der verschie-denen, anstehenden Volksinitiativen. Bei andauerndem Marktversagen beginnt die Bevölkerung berechtigter-weise sich zu fragen, warum Verarbeitung und Handel permanent die Profite einstreichen und die Bauern die Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Der Schweizer Bauernverband ist empört über die Arroganz und feh-lende Solidarität. Er fordert die BO Milch auf, auf den Entscheid zurückzukommen! Die Geduld der Produzenten ist erschöpft – wenn die Branche sich nicht selbst helfen will, dann muss in Zukunft die Politik wieder mitreden!

Rückfragen

Markus Ritter

Markus Ritter

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Jacques Bourgeois

Jacques Bourgeois

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Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband
Leiter Corona-Task Force 

Telefon 078 803 45 54
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Hans Frei

Hans Frei

Vizepräsident Schweizer Bauernverband
Präsident AG Milch SBV

Telefon 079 431 78 11

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