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Hans Rüssli

Muni-und Kuhpreise fast gleich hoch

Marktkommentar vom 29. März 2018 in der BauernZeitung

 

Das Preisverhältnis zwischen den Mastmuni und den Schlachtkühen ist aktuell mit nur 40 Rappen je kg Schlachtgewicht (für QM-Muni Fr. 8.40 und Kühe Fr. 8.00 Qualität T3) franko Schlachthof extrem gering. Auf den öffentlichen Märkten werden die meisten Kühe übersteigert und die Kilopreise zwischen Muni und Kühen befinden sich fast auf gleichem Niveau. Bis Mitte April werden 1200 Tonnen Kühe in Hälften in die Schweiz importiert um die grosse Nachfrage abzudecken. Das ist auch nötig, denn das Angebot sinkt. 600 Tonnen Kuhhälften wurden im Schnitt zum einem durchschnittlichen Preis von Fr. 1.73 je Kilo ersteigert. Dies unterstreicht den Hunger nach Kuhfleisch. Normalerweise liegen die Steigerungspreise nur leicht über einem Franken je Kilo.

Bei den Bankkälbern ist der Markt vor Ostern abgeräumt bei einem stabilen QM-Preis von Fr. 13.30 für QM-Kälber T3 franko Schlachthof. Der gute Marktverlauf ist einerseits Ostern zu verdanken und anderseits der Einlagerung von 370 Tonnen Kalbfleisch mit Beiträgen der Proviande. Die  Bankkälberpreise sind aktuell  gleich hoch wie vor einem Jahr. Dieses Jahr stieg Januar und Februar wegen höherer Schlachtgewichte die Kalbfleischproduktion um 3,7% an. Dies im Gegensatz zum Vorjahr, wo die Kalbfleischproduktion übers ganze Jahr gerechnet um rund 5% abnahm.

Hans Rüssli, SBV