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Jean Ulmann, Gallosuisse

Schweizer Eier sind sauber

Marktkommentar vom 1. September 2017 in der BauernZeitung

Inland:

In Schweizer Eiern gibt es keine Rückstände des Insektizids Fipronil. Dies ergaben Analysen von Stichproben, welche das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zusammen mit dem Verband der Kantonschemiker der Schweiz (VKCS) letzte Woche durchgeführt hat.

Diese Mitteilung ist für den CH-Eiermarkt von enormer Wichtigkeit. All die Meldungen von „verseuchten“ Eiern sind nicht nur für die Importeier sehr schlecht, sondern der gesamte Eiermarkt leidet unter einem Skandal im Eiersektor.

Aus diesem Grunde ist und bleibt die Situation auf dem CH-Eiermarkt sehr unübersichtlich. Es gibt sicher Konsumenten, die jetzt wieder vermehrt die besten CH-Eier bevorzugen, aber auf der anderen Seite gibt es Konsumenten, welche bewusst oder auch unbewusst den Eierkonsum nach einem Skandal während einer gewissen Zeit einschränken.

Die Schuldigen an diesem Skandal sind bekannt, und die nicht konformen Eier sind schon längere Zeit nicht mehr im Handel. Deshalb rechnen wir damit, dass jetzt wieder Ruhe im Eierhandel einkehrt und mindestens das Vertrauen zum CH-Ei nochmals gestärkt wurde.
Tendenz: noch unübersichtlich, sollte aber bald besser werden

Ausland:
Die Lage im Ausland ist natürlich noch viel weniger übersichtlich. All die Eier aus den betroffenen Betrieben, die nicht mehr ausgeliefert werden können, müssen anderweitig besorgt werden. Andererseits ist durch den Skandal der Eierkonsum in vielen Ländern beeinträchtigt. Aufgrund der Vorkommnisse besteht eine grosse Unsicherheit auf den Märkten.

Die Preissituation hat sich kaum verändert, ist aber sehr uneinheitlich. Einen Riesenaufwand gaben hingegen die Kontrollen, Bescheinigungen und Nachweise, dass die Ware in Ordnung ist.

Tendenz: uneinheitlich und unübersichtlich

Jean Ulmann Präsident