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SBV-News Nr. 36 (02.09 – 06.09.2019)

Notiz­ der Woche

Sechs Wochen vor den Eidgenössischen Wahlen steht schon die entscheidende Phase des Wahlkampfs bevor. Angesichts der vielen und bedeutenden landwirtschaftlichen Themen, die im Parlament zur Behandlung anstehen, ist es äusserst wichtig, auch in der nächsten Legislaturperiode über eine starke bäuerliche Vertretung zu verfügen. Der SBV wird daher in Aufrufen und Inseraten die bäuerliche Basis und deren Umfeld zur Teilnahme an den Wahlen aufrufen. Die Teilnahme war schon immer wichtig, aber dieses Mal ist sie wichtiger als je zuvor.


 

Verbot von Chlorpyrifos

Per 1. August 2019 wurde die Anwendung von 22 Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos verboten. Das Pflanzenschutzmittel Ephosin (auch Chlorpyrifos), das heute als einziges Produkt zur Drahtwurmbekämpfung zugelassen ist, soll gemäss BLW noch bis 2021 zur Verfügung stehen. Der SBV und die Kartoffelproduzenten setzen sich nun für die Zulassung einer biologischen Alternative ein.

Plattform Basiskommunikation

Der SBV lud seine Marketingverantwortlichen seiner Mitgliedorganisationen zur jährlichen Plattform Basiskommunikation ein. Ziel ist die gegenseitige Information den geplanten Aktivitäten umso Synergien frühzeitig erkennen und nutzen zu können. Gleichzeitig dient der Anlass aber auch, Ideen aus den Regionen und von anderen Verbänden auszutauschen. Der Vormittag stand im Zeichen der Kampagne „Schweizer Bauern“, eines Referats zum Thema Live-Kommunikation und Beispielen, wie Kantone und Fachorganisationen dies bereits umsetzen. Am Nachmittag – dann mehrheitlich noch mit den Vertretern der kantonalen Bauernverbände – diskutierten die Anwesenden in Workshops die Projekte der Basiskommunikation und brachte sich zu den laufenden Aktivitäten aus den Kantonen auf den neusten Stand.

Markenschutzgesetz

Der SBV hat zu den geplanten Änderungen des Markenschutzgesetzes Stellung genommen und unterstützt diese. Er heisst auch den Beitritt der Schweiz zur Genfer Akte vom 20. Mai 2015 des Lissabonner Abkommens über Ursprungsbezeichnungen und geografische Angaben gut: Anerkannte und geschützte geografischen Angaben bringen den Konsumenten Qualität und den Produzenten Mehrwert.

Statistik der Woche

Die Importe von Getreide für die menschliche Ernährung (+1,4 % Jahr) nehmen stärker zu als der Verbrauch (+0,5 % pro Jahr). Der Anstieg findet hauptsächlich bei den Importen von Getreide in verarbeiteter Form (v.a. Zollkapitel 19) statt mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 4,2 % pro Jahr. Bei gleichbleibender Inlandproduktion muss somit jedes Jahr mehr Getreide – normalerweise in verarbeiteter Form - exportiert werden, damit die inländische Getreideproduktion für Nahrungsmittel nicht reduziert werden muss.