Klimaleistungen in Wert setzen
Die Schweizer Landwirtschaftsbetriebe tragen bereits stark zum Klimaschutz bei, auch wenn dies oft nicht ausreichend anerkannt wird. Ob Verminderung des Ausstosses von Treibhausgasen, Kohlenstoffspeicherung im Boden, Verwendung erneuerbarer Energien oder Anpassung der Praxis: Diese Initiativen verdienen sowohl auf politischer Ebene als auch in der öffentlichen Wahrnehmung Anerkennung. Es ist grundlegend, die Klimaschutzinitiativen der Landwirtinnen und Landwirte angemessen zu würdigen, um den Übergang zu begünstigen sowie die gesellschaftliche Akzeptanz und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Produkte zu stärken.
Klimafreundlichere landwirtschaftliche Anbaumethoden sind oft zeitintensiver und erfordern mehr Material und Bildung. Ansätze wie das optimierte Düngen, die ständige Bodenbedeckung, die längere Lebensdauer der Milchkühe oder die Installation von PV-Anlagen auf dem Stalldach sind Beispiele für das konkrete Engagement der Landwirtinnen und Landwirte. Oft sind diese Massnahmen jedoch für die breite Öffentlichkeit wenig sichtbar oder werden in den nationalen Bilanzen nicht angemessen berücksichtigt.
Um dies zu ändern wurden mehrere Initiativen ins Leben gerufen. Dazu gehört das Label IP-Suisse mit dem Klimapunktesystem oder die Initiative KlimaStarMilch, mit denen die Landwirtinnen und Landwirte ihren Aufwand dokumentieren, die Auswirkungen messen und bei den Konsumierenden oder Behörden sichtbar machen können. Auch AgroImpact ermöglicht neu eine finanzielle Entschädigung für Betriebe, die sich mit einem sechsjährigen Aktionsplan verpflichten, ihren Ausstoss zu senken und/oder in ihren Böden Kohlenstoff zu speichern.
Neben den freiwilligen Initiativen sieht auch die Agrarpolitik Instrumente vor, um klimafreundliche Praktiken zu fördern und finanziell zu unterstützen. Bestimmte Beiträge beziehen sich auf spezifische Anbautechniken, die nachhaltige Bewirtschaftung von Weiden oder die Verringerung des Einsatzes fossiler Betriebsmittel. Mit diesen Instrumenten kann die Anerkennung in die bestehenden landwirtschaftlichen Fördermechanismen verankert werden.
Projekte
Kontaktperson
Selina Fischer
Departement Produktion, Märkte und Ökologie
Co-Leiterin Energie und Umwelt
Telefon: 056 462 50 27
E-Mail: selina.fischer@sbv-usp.ch