Rehkitzrettung

Ausgangslage

Die Setzzeit der Rehgeissen von Ende April bis Mitte Juli und das Mähen der Wiesen für die Silage- oder Heuproduktion fallen zeitlich und örtlich zusammen. Damit die Rehkitze nicht in den Mähmaschinen sterben, sind bewährte (Verblenden) und moderne (Suche mit Drohnen) Schutzmassanahmen nötig.

Das Wesentliche in Kürze

  • Rechtzeitige Kontaktaufnahme und Information der regionalen / lokalen Jägerschaft. Alternativ gibt es kantonale oder regionale Organisationen, die die Schutzmassnahmen koordinieren.
  • Information über die Parzelle und über den vorgesehenen Zeitpunkt des Mähens. 

Tierschutz

Auch für Wildtiere gilt das Tierschutzgesetz. Daher sind im Rahmen der Sorgfaltspflicht Massnahmen nötig, um die Rehkitze vor Verletzungen und Tod zu schützen

Gängige Massnahmen 

  • Das traditionelle, in der Jägersprache, „Verblenden“ einer Wiese ist weiterhin eine taugliche Massnahme zum Schutz der Kitze. Beim «Verblenden» muss der Rehgeiss Zeit gegeben werden, um das Kitz aus dem Feld zu holen. Somit werden die Felder i.d.R. am Vorabend des geplanten Mähens verblendet.
  • Die Suche der Rehkitze mit Drohnen, die mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet sind, ist eine moderne und effiziente Methode. Die Wärmebildkameras erkennen die Temperaturdifferenz zwischen der Körpertemperatur des Rehkitzes und der kühleren Umgebung. Damit diese Methode funktioniert, muss die Parzelle am frühen Morgen abgesucht werden. Nachdem das Kitz lokalisiert ist, wird es von der Drohnenequipe geborgen und ausserhalb des Feldes in Sicherheit gebracht.

Wichtige Kontakte 

  1. Die regionale oder lokale Jägerschaft - erste Priorität
  2. Regionale oder kantonale Koordinationsstellen für die Rehkitzrettung, siehe Anhang
  3. Bei der nationalen Organisation «Rehkitzrettung Schweiz», kann die Feldanmeldung für die Suche mit Drohnen auch erfolgen. Bitte rechtzeitig anmelden. 

Kontaktperson

Thomas Jäggi

Thomas Jäggi

Stv. Leiter Viehwirtschaft
Geschäftsführer Swiss Beef & Interessengemeinschaft öffentliche Märkte
Fachverantwortlicher: Veterinärwesen, Fütterung, Wald & Holz

Laurstrasse 10, 5200 Brugg
thomas.jaeggi@sbv-usp.ch
Departement Produktion, Märkte & Ökologie
Geschäftsbereich Viehwirtschaft