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Finanzkontrolle unterschätzt die landwirtschaftlichen Biogasanlagen

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 23. August 2018

Die eidgenössische Finanzkontrolle nahm die finanziellen Unterstützungen für Biogasanlagen und deren Rentabilität für die Betreiber unter die Lupe. In ihrem Bericht attestiert sie, dass sich die verschiedenen Förderinstrumente für Biogasanlagen sinnvoll ergänzen und es zu keiner ungerechtfertigten Überförderung der Anlagen komme. Gleichzeitig stellt sie aber die Effizienz der Installationen in Frage. Sie verkennt dabei die Bedeutung von landwirtschaftlichen Biogasanlagen zur Energieproduktion und ihren Beitrag zum Klimaschutz.

Biogasanlagen steuern mit der Produktion von erneuerbarem Strom zum Erreichen der Ziele im Rahmen der Energiestrategie 2050 bei. Neben der erneuerbaren Elektrizität produzieren Biogasanlagen auch Wärme zum Heizen und wertvolle einheimische Dünger. Weiter unterstützen sie die Bereitstellung von Regelenergie auf lokaler und nationaler Ebene sowie die Möglichkeit, Elektrizitätsreserven zu halten und tragen zur Stabilität des Stromnetzes sowie zur Versorgungssicherheit bei. Und nicht zuletzt leisten Biogasanlagen mit dem Abbau des im Hofdünger enthaltenen klimaschädlichen Methans einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Schliesslich schaffen sie Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Schweiz.

Die Zusammenhänge zwischen Energie- und Klimapolitik sind heute ebenso offensichtlich wie der Klimawandel. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, warum sich die eidgenössische Finanzkontrolle so einseitig und ausschliesslich auf die Effizienz der Stromproduktion einer multifunktionalen Anlage konzentriert und diese als ineffizient taxiert. Als Bundesinstitution sollte sie einen breiten Fokus haben und die übrigen Leistungen, die aus der Gesamtsicht ebenso wichtig sind, auch in die Beurteilung miteinbeziehen.

Positiv ist hingegen die Bestätigung der Finanzkontrolle, dass nach Auslaufen der kostendeckenden Einspeisevergütung eine Nachfolgelösung zur Förderung von Biogasanlagen dringend angezeigt ist. So wie dies auch in Österreich umgesetzt worden ist.

Rückfragen

Fabienne Thomas

Schweizer Bauernverband
Stv. Leiterin Departement Produktion, Märkte und Ökologie
Leiterin Geschäftsbereich Energie und Umwelt

Mobile 079 919 11 82
E-Mail fabienne.thomas@sbv-usp.ch

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