Nein zur Umweltverantwortungs- und Vegi-Initiative

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 7. November 2024

Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands lehnt die Umweltverantwortungsinitiative ab, die am 9. Februar 2025 zur Abstimmung kommt. Er sagt auch Nein zur Vegi-Initiative und spricht sich gegen einen Gegenvorschlag aus.

Am 9. Februar kommt die Umweltverantwortungsinitiative vors Volk. Auch wenn Wohnen, Mobilität, Konsum generell und Landwirtschaft komplett umgekrempelt würden, liesse sich das Ziel nicht erreichen. Zu viele Menschen wohnen heute schon in der Schweiz und die Zahl steigt weiter. Die Initiative hätte zudem sehr weitgehend negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft und würde die einheimische Lebensmittelproduktion massiv einschränken. Der Vorstand des Schweizer Bauernverband (SBV) sagt ja zum verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, aber nein zu dieser utopischen Initiative.

Ebenfalls lehnt er die Vegi-Initiative (Ernährungsinitiative) von Franziska Herren ab, die nächstes Jahr im Parlament beraten wird. Diese Initiative ist mit gekauften Unterschriften über eine wegen ihrer zweifelhaften Praktiken in die Schlagzeilen geratene Firma zustande gekommen. Sie will eine staatlich verordnete Ernährung der Schweizer Bevölkerung, die weitgehend ohne tierische Produkte (Milch, Eier, Fleisch) auskommen muss. Denn nur so liesse sich die Forderung von 70% netto Selbstversorgungsgrad erreichen. Die Initiative ist zudem eine Zwängerei: Vor drei Jahren lehnte das Stimmvolk eine erste Initiative mit ähnlichem Inhalt unter anderem Titel ab. Aktuell laufen bereits zahlreiche Arbeiten, um die Schweizer Landwirtschaft noch nachhaltiger zu machen. Der SBV fordert zudem, dass Bundesrat und Parlament auf einen Gegenvorschlag verzichten. Ein solcher ist unnötig. Das Volk soll über die Initiative befinden.

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

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Michel Darbellay

Stv. Direktor
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Laurstrasse 10, 5200 Brugg
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Departement Produktion, Märkte & Ökologie

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