SBV-News Nr. 21
Notiz der Woche
Der Bundesrat gab bekannt, wie er die Landwirtschaft im Hinblick auf Mercosur und weitere internationale Abkommen unterstützen will. Die kommunizierten Begleitmassnahmen sind enttäuschend. Der Bundesrat sieht eine Unterstützung von insgesamt lediglich 158 Mio. Franken vor, welche durch die Versteigerungserlöse der Zollkontingente finanziert werden sollen. Unter dieser Prämisse wird die Landwirtschaft das Abkommen nicht unterstützen können. Der Blick richtet sich nun auf die Sommersession, wo mit der Kommissionsminderheit aus der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats der aktuell einzig brauchbare Vorschlag vorliegt. Die Kommissionsminderheit fordert einen Verpflichtungskredit über 880 Mio. Franken, womit die Auswirkungen auf die Agrarmärkte ausreichend abgefedert werden könnten.
Work-Shop zur AP30
Anlässlich einer gemeinsamen Sitzung der Fachkommissionen des SBV zum Thema Agrarpolitik 2030 befasste man sich mit vier Themen (SAK-Schwelle, die Einführung von ergebnisorientierten Direktzahlungen, die Umsetzung gewisser Massnahmen auf dem Markt und das Abschliessen von Zielvereinbarungen mit dem Detailhandel) die gemäss Information des Bundesrates, Teil der nächsten Agrarpolitik sein werden. Die Resultate des Work-Shops fliessen in die weiteren Arbeiten der Agrarpolitik 2030 ein.
Wissenstransfer PFAS
AGRIDEA baut eine Plattform für den Wissenstransfer zur PFAS-Problematik auf. Während in der Schweine- und Geflügelhaltung die Biosicherheit längst gelebt wird, haben die Halter von Rindvieh und Kleinwiederkäuern noch «Luft nach oben». Der Rindergesundheit Schweiz wird die Tierhalter zum Thema Biosicherheit vor dem Hintergrund der bedrohlichen Seuchenlage im nahen Ausland informieren, sensibilisieren und grundlegende Massnahmen bekanntmachen.
Fernerkundungstechnologie
Das Projekt sieht die Nutzung von Fernerkundungstechnologie zur Erfüllung von Teilen des ÖLN vor. Je konkreter das Ganze wird, um so wichtiger werden Fragen wie «Zielorientierung», «Indikator», «kontinuierliche Überwachung», «degressive Entschädigungsansätze» usw. Wichtig bliebt auch, dass die Betriebe nachvollziehen können, wie und warum am Ende eine Entschädigung geflossen ist oder eben nicht.