SBV-News Nr. 35

Notiz der Woche

Hüst und Hot des Bundesrates in der Finanzpolitik: Der Bundesrat hat am 26. August zusätzliche 54 Mio. Franken für Betriebshilfedarlehen zur Bewältigung der Auswirkungen der Trockenheit zur Verfügung gestellt. Das ist grundsätzlich begrüssenswert. Nicht nachvollziehbar ist aber, dass der gleiche Bundesrat im Rahmen des Budgets 2027 die Mittel für die Direktzahlungen um 85 Mio. Franken kürzen will. Die finanziellen Folgen der Trockenheit werden auch 2027 noch spürbar sein und die Kürzung ist daher nicht haltbar.


 

Treffen Mitgliedorganisationen

Der SBV traf sich mit den GeschäftsführerInnen und PräsidentInnen seiner Mitgliedorganisationen (KOL) zum alljährlichen zweitägigen Austausch. Dabei ging es um aktuelle Geschäfte wie die Folgen der Trockenheit, Situation auf den Märkten und bei Tierseuchen. Weitere Schwerpunkte bildeten die AP 2030, PFAS, Raumplanung, Gewässerräume und Klimapolitik. Zudem informierten die Verantwortlichen über das Bundesbudget 2027, internationale Dossiers, die Wahlen 2027 und die Vegan-Initiative. Die Konferenz thematisierte auch die Zusammenarbeit mit den Mitgliedorganisationen und die Arbeiten der Basiskommunikation.

Futtermittelversorgung

Der SBV diskutierte mit den wichtigsten Akteuren der Futtermittelbranche die Verfügbarkeit von Raufutter. Die Trockenheit verursacht einen Ausfall von rund 20 %. Die Branche versucht, die Lücke mit Importen von Raufutter und Ersatzprodukten zu schliessen. Am 8. September folgt eine erneute Lagebeurteilung.

Ernährungsinitiative 

An einem Podium organisiert durch die Berner Junglandwirte-Kommission zur Ernährungsinitiative legte der SBV die Argumente für ein Nein dar. Die JA-Seite argumentierte, der Tierbestand in der Schweiz sei zu hoch und die Schweiz solle künftig Fleisch statt Futtermittel importieren. 

Tag des letzten Cervelats

Am 26. August wurde an 82 Standorten in der ganzen Schweiz rund 30’000 kostenlose Cervelats verteilt, um mit einem «Tag des letzten Cervelats» auf die Folgen der Ernährungsinitiative aufmerksam zu machen. Danke allen, die sich hier engagiert haben!