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Hanf

Der Hanfanbau zur Gewinnung von Betäubungsmitteln ist verboten. Für andere Zwecke ist der Anbau erlaubt. Cannabisprodukte mit einem Gehalt an Tetrahydrocannabinol (=THC, die im Hanf enthaltene psychoaktive Substanz) von unter einem Prozent sind nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt. Sie werden deshalb zunehmend kommerziell vermarktet. Vor allem Produkte mit dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD) gewinnen an Bedeutung. Cannabidiol gilt als entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und für Zigaretten, Kosmetikprodukten, Lebensmitteln u.ä.m. verwendet.

In der Schweiz ist der Anbau von Hanf- Sorten, die auf der europäischen Sortenliste aufgeführt sind, mit zertifiziertem Saatgut erlaubt. Hanfsorten, die in der Europäischen Gemeinschaft zugelassen sind, sind auch in der Schweiz zugelassen (Art. 20 Bst. a und Art. 27 Abs. 1 Bst. c der Saat- und Pflanzgut-Verordnung des WBF, SR 916.151.1). Für die Kontrolle müssen die Belege mit der Herkunft des Saatgutes, der Menge des Saatgutes (Lieferschein) und der Zweckbestimmung des Erntegutes (Anbauvertrag) bereitgehalten werden. Hanfproduzenten müssen damit rechnen, dass sie durch die zuständigen Behörden kontrolliert werden.

Bei Landwirtschaftsbetrieben, die Direktzahlungen erhalten, wird Hanf auf dem Flächenformular des BLW unter dem Code 535 erfasst. Auf kantonaler Ebene wird empfohlen, den zuständigen Behörden jedes Vorhaben im Zusammenhang mit dem Anbau von Hanf zu melden. In manchen Kantonen ist diese Meldung zwingend. Laut Direktzahlungsverordnung ist Hanf eine nicht beitragsberechtigte Kultur.  

Kontaktperson

Niklaus Ramseyer

Niklaus Ramseyer

Schweizer Bauernverband
Geschäftsbereich Pflanzenbau

Telefon 056 462 50 13
E-Mail niklaus.ramseyer@sbv-usp.ch

  

SBV-News SBV-News Nr. 35 (28.08. – 01.09.2017)

06.09.17 | Gleich mehrere Tierschutzfälle haben in den vergangenen Wochen Schlagzeilen gemacht. Sehr oft liegen die Gründe für solche Fälle in der persönlichen Situation der Betroffenen. Darum hat der SBV unter dem Titel „Brauchen Sie Hilfe?“ bereits vor einiger Zeit eine Liste mit Hilfsangeboten auf nationaler und kantonaler Ebene auf seiner Website aufgeschaltet. Eine solche Anlaufstelle zu nutzen braucht aber Mut, und manchmal ist ein Gespräch unter Berufskollegen dafür ein erster wichtiger Schritt. Darum: Hinsehen und ansprechen statt wegschauen lohnt sich!

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