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Trockenheit und Pflanzenschutz-Initiative beschäftigen SBV-Vorstand

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 17. August 2018

Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands setzte sich an seiner Sitzung eingehend mit der Trockenheit und deren Auswirkungen auf die Landwirtschaft sowie der Volksinitiative „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ auseinander. Er stellt der Landwirtschaftskammer den Antrag, die Initiative abzulehnen und sich gegen einen allfälligen Gegenvorschlag auszusprechen. Die gleiche Position fasste der SBV bereits bei der Trinkwasser-Initiative.

Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) setzte sich an seiner August-Sitzung eingehend mit der Trockenheit und deren Auswirkungen auf die Landwirtschaft auseinander. Er begrüsst, dass der Markt für Schlachtkühe stabilisiert werden konnte und ruft die Produzenten auf, die Angebote kontinuierlich abzusetzen. Der Vorstand betonte einmal mehr die Notwendigkeit eines höheren Milchpreises zur Abfederung der Mehrkosten für die Fütterung und fordert die Branchenorganisation Milch auf, entsprechende Beschlüsse zu fassen. Dies ist insbesondere auch vor dem Hintergrund der rückläufigen Milchmengen und der guten Marktlage angezeigt. Um die Verfügbarkeit von Raufutter zu verbessern, sollen Landwirte mit genügend Angebot dies auf dem Markt und den von kantonalen Bauernverbänden eingerichteten Futtermittelbörsen platzieren. Die Versorgung ist aktuell insbesondere beim Heu knapp. Tierhalter, die Silage anstelle von Heu verfüttern können, sind aufgefordert dies zu tun, damit das Angebot für die silofreien Milchproduzenten zugänglich bleibt.

Der Vorstand befasste sich weiter mit der Initiative „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“. Er beschloss, der Landwirtschaftskammer – dem Parlament der Schweizer Bäuerinnen und Bauern – vorzuschlagen, die Initiative abzulehnen und sich gegen einen allfälligen Gegenvorschlag auszusprechen. Der Vorstand anerkennt die Herausforderungen – der nationale Aktionsplan Pflanzenschutzmittel ist aus seiner Sicht die adäquate Antwort darauf. Dieser umfasst 51 Massnahmen, die zu einer Reduktion der mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verbundenen Risiken führen wird. Die Initiative oder ein Gegenvorschlag sind daher in Analogie zur Trinkwasser-Initiative nicht nötig.

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