Auftrag ist klar: Es braucht ein effizienteres Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel

Medienmitteilung vom 14. Oktober 2026

Der Schweizer Bauernverband sieht sich durch den Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle in seiner Forderung bestätigt: Die Schweiz braucht ein effizienteres, rasches und praxistaugliches Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel. Im Zentrum muss eine möglichst einfache Übernahme der europäischen Zulassungen stehen. So lassen sich der Aufbau neuer, bürokratischer Strukturen und zusätzliche Kosten vermeiden.

Der neue Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle zum Schweizer Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel zeigt deutlich, dass die heutigen Abläufe zu komplex sind. Es fehlen effiziente Prozesse und verbindliche Fristen. Der Schweizer Bauernverband begrüsst, dass der Bund damit die bestehenden Defizite anerkennt. Wirkstoffe vom Markt zu nehmen, ohne den betroffenen Bauernfamilien praxistaugliche Alternativen zur Verfügung zu stellen, ist keine zukunftstaugliche Lösung. Mit der Annahme der parlamentarischen Initiative Bregy 22.441 «Modernen Pflanzenschutz in der Schweiz ermöglichen» hat das Parlament bereits 2025 den Weg für raschere und verlässlichere Zulassungen geebnet. Diesen Auftrag gilt es nun konsequent umzusetzen. 

Die Lösung liegt in einer möglichst einfachen Übernahme der europäischen Zulassungen, klaren Fristen für die Bearbeitung der Dossiers und dem Abbau der offenen Gesuche – statt im Aufbau neuer Bürokratie, der Schaffung zusätzlicher Stellen und den damit verbundenen höheren Zulassungsgebühren. Zusätzliche Kosten sind angesichts der bestehenden Herausforderungen für die Landwirtschaft nicht akzeptabel. Es ist nun an der Zeit, rasch konkrete Verbesserungen umzusetzen, um den Schutz der Kulturen und damit die Produktionsfähigkeit des Schweizer Pflanzenbaus sicherzustellen. 

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Raumplanungsvorlage gehört zurück an den Absender

14.12.18 | Die Botschaft zur Revision des Raumplanungsgesetzes schwächt die Landwirtschaft massiv. Sie verunmöglicht Innovation und eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Bauernbetriebe. Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands fordert das Parlament deshalb auf, nicht auf die Vorlage einzutreten.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Unfairer Druck auf die Produzentenpreise

14.12.18 | Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands stellt eine unerfreuliche Tendenz fest: Detailhandel und Verarbeitungsindustrie wälzen das unternehmerische Risiko vermehrt auf die Bauern ab.

Mehr lesen
Marktkommentar Vieh ging billiger an die Metzger

14.12.18 | Das Rindvieh ging 2018 billiger an die Metzger als 2017. Kumuliert nahm die Fleischproduktion von grossem Rindvieh im zu Ende gehenden Jahr um 7,4% zu.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Petition «Insektensterben aufklären» übergeben

13.12.18 | Das Insektensterben beunruhigt die Bevölkerung stark: Innert 100 Tagen unterschrieben 165’512 Personen die von Naturfreunde Schweiz, Dark-Sky Switzerland, dem Schweizer Bauernverband und apisuisse lancierte Petition «Insektensterben aufklären!» Heute morgen wurde diese dem Bundesrat und Parlament übergeben. Die beteiligten Organisationen fordern von den Behörden ein rasches und konsequentes Handeln. Die Umweltkommission des Nationalrats soll die Forderungen der Petition bereits Anfang 2019 behandeln.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 49 (03.12. – 07.12.2018)

12.12.18 | Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerart der Motion von Markus Hausammann mit dem Titel „Stärkung der Schweizer Pflanzenzüchtung jetzt!“ zugestimmt. Diese fordert ein grösseres Engagement des Bundes in der Pflanzenzüchtung als Antwort auf die Herausforderungen in den Bereichen Pflanzenschutz und Klimawandel. Nach der klaren Haltung des Parlamentes braucht es nun ein zusätzliches Engagement und zwar schnell! Der Bund soll die nötigen Mittel zur Verfügung stellen, um die praktische Pflanzenzüchtung in diese Richtung inkl. Sortenprüfung zur fördern.

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
AGRISTAT aktuell AGRISTAT Aktuell 11-18: Das Trockenjahr 2018

11.12.18 | Das Trockenjahr 2018 hat v.a. den Futterbau beeinträchtigt. In der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung des Jahres 2018 ist dies kaum ersichtlich. Die Tierbestände werden aktuell etwas ausgedünnt, gehen jedoch nicht übermässig zurück. Die Mehrkosten für importiertes Raufutter können bis Ende Winter 2018/19 ohne weiteres auf 35 Millionen HF ansteigen. Dafür stützt die schlechte Futtersituation den Milchpreis.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Ist Tierwohl nichts mehr wert?

11.12.18 | Coop kündigt an, das Coop-Naturafarm-Programm ab 2019 Jahr stark zu reduzieren oder gar zu streichen. Das ist ein Rückschritt für das Tierwohl in der Schweizer Landwirtschaft und ein sehr grosses Problem für die mitwirkenden Bauernfamilien, die entsprechende Investitionen getätigt haben. Das ist die zweite Hiobsbotschaft, nachdem bereits die Migros ab 2019 keine RAUS-Prämie für Schlachtkälber mehr bezahlt. Die Produzenten fordern die Detailhändler auf, auf die unverständlichen Entscheide zurückzukommen und mit den Produzenten an den Verhandlungstisch zu sitzen!

Mehr lesen
Marktkommentar Der Heupreis klettert auf 38 bis 40 Franken

07.12.18 | Die Heuhändler beschlossen, den Richtpreis für Heu kräftig zu erhöhen.

Mehr lesen