Es ist das UNO-Jahr der Landwirtinnen!

Medienmitteilung vom 15. Januar 2026

Die UNO hat 2026 zum internationalen Jahr der Landwirtinnen (International Year of the Woman Farmer) erklärt. Die Organisation will damit die zentrale Rolle der Frauen in der Landwirtschaft weltweit sichtbar und bekannter machen. Auch in der Schweiz soll das Jahr dazu dienen, um Frauen in der landwirtschaftlichen Praxis zu fördern, sie zu vernetzen und zur Mitwirkung in der Branche zu motivieren. Dazu findet unter anderem am 6. November 2026 eine Netzwerktagung in Aarau statt. 

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Landwirtinnen (IYWF 2026) erklärt. Sie wollen damit die Leistungen der Landwirtinnen für die Ernährungssicherheit und die ländliche Entwicklung würdigen, die Gleichstellung fördern und die strukturellen Ungleichheiten abbauen.

Frauen in der Schweizer Landwirtschaft

Nach wie vor dominieren klassische Familienbetriebe die Schweizer Landwirtschaft. In diesen sind mehr oder weniger alle Familienmitglieder und oft mehrere Generationen eingespannt und die Rollenteilung ist auf den ersten Blick oft traditionell. Die Männer sind die Chefs auf dem Hof, die Frauen kümmern sich in erster Linie um Kinder, Haushalt, Verpflegung und Garten und springen bei Engpässen auf dem Betrieb ein. Doch bei genauerem Hinschauen haben Frauen schon längst andere Rollen übernommen. Sie managen Betriebszweige wie z.B. die Direktvermarktung, sind ebenbürtige Mitbewirtschafterinnen und sie übernehmen zunehmend als Hauptverantwortliche den elterlichen Betrieb. Damit steigt langsam, aber sicher der Anteil der Landwirtinnen, Betriebs(zweig)leiterinnen und Praktikerinnen in der Landwirtschaft. Offiziell werden mittlerweile fast 8% der landwirtschaftlichen Betriebe in der Schweiz von Frauen geleitet. Neben einer veränderten Stellung der Frauen in der gesamten Gesellschaft und einem neuen Selbstverständnis der Frauen selbst hilft es auch, dass die moderne Landwirtschaft dank Mechanisierung und Automatisierung weniger körperliche Kraft verlangt. 

Nach wie vor viele Herausforderungen

Es ist jedoch nach wie vor nicht selbstverständlich und problemfrei, als Frau einen Betrieb oder einen Betriebszweig zu leiten. Frauen sind mit verschiedenen Herausforderungen sowie fremden und eigenen Ansprüchen konfrontiert, die Männer weniger kennen. Das gilt speziell dann, wenn Kinder da sind. Auch die gesamte Gesellschaft hat sich noch wenig an Frauen als Chefinnen in der Landwirtschaft gewöhnt.

Engagement für die Rolle der Frau

Der Schweizer Bauernverband, die BFH-HAFL sowie die Bauernzeitung haben sich deshalb zusammengetan, um das UNO-Jahr der Landwirtinnen für Aktivitäten in der Schweiz zu nutzen. Sie wollen analog der UNO die Frauen mit einer aktiven Rolle in der Landwirtschaft sichtbar machen, stärken, untereinander vernetzen und für das Engagement in der Branche gewinnen. Im Zentrum stehen Portraits mit unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Herausforderungen von landwirtschaftlichen Praktikerinnen aus der ganzen Schweiz sowie eine Netzwerktagung am 6. November 2026 in Aarau. Das Programm der Tagung inkl. Anmeldeformular ist unter diesem Link zu finden.

Rückfragen

Sandra Helfenstein

Schweizer Bauernverband
Leiterin Departement Kommunikation und Marketing
Geschäftsbereich Medien & Kampagnen
Mediensprecherin

Telefon 056 462 52 21
Mobile 079 826 89 75
E-Mail sandra.helfenstein@sbv-usp.ch

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