Hauptinhalt

Industriezölle sollen bleiben

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 25. Februar 2020

 

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats diskutierte die vom Bundesrat vorgeschlagene Abschaffung der Industriezölle. Die Mitglieder wehrten sich gegen die Pläne und beschlossen, nicht auf die Botschaft einzutreten. Der Schweizer Bauernverband (SBV) begrüsst diesen Entscheid. Er sprach sich in der Vernehmlassung ebenfalls dagegen aus. Eine einseitige Zollsenkung ist strategisch falsch: Damit vergibt sich die Schweiz viel Verhandlungsspielraum bei anstehenden Freihandelsverhandlungen. Die Abschaffung der Industriezölle würde zudem ein Loch von 540 Millionen Franken in die Bundeskasse reissen. Geld, das dem Staat in der Folge fehlen würde und das er anderswo wieder einsparen müsste. Die Erfahrungen aus verschiedenen Handelsabkommen zeigen weiter, dass Zollsenkungen in erster Linie die Margen des Handels erhöhen und nicht zu tieferen Konsumentenpreisen führen. Diese richten sich weniger nach den effektiven Importpreisen, als nach der Kaufkraft.

Rückfragen

Markus Ritter

Markus Ritter

Schweizer Bauernverband
Präsident
Nationalrat

Telefon 079 300 56 93
E-Mail markus.ritter@parl.ch

Beat Röösli

Beat Röösli

Schweizer Bauernverband
Leiter Internationales

Telefon 079 768 05 45
E-Mail beat.roeoesli@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

Medienmitteilungen
Grosses Potential für den Schweizer Ackerbau

26.01.21 | Der neue Bericht «Potential ausgewählter Ackerkulturen in der Schweiz» des Schweizer Bauernverbands zeigt auf, wo es Marktchancen im Bereich der pflanzlichen Lebensmittel gibt und was es braucht, damit die Landwirtschaftsbetriebe diese auch nutzen können.

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 03/2021

22.01.21 | Die erneute Schliessung der Gastronomie trifft die Kälbermäster besonders hart, da die Gastronomie ein wichtiger Abnehmer von Kalbfleisch ist. Der aktuelle Lockdown verstärkt den ohnehin schon negativen Trend mit rückläufigen Schlachtzahlen. Dabei werden v.a. weniger männliche Kälber geschlachtet. In den letzten zwei Jahren haben die Schlachtungen männlicher Kälber um 15 428 Stück abgenommen, jene der weiblichen Kälber um 695 Stück. Aufgrund der Abnahme des Viehbestandes und der Zunahme des Spermasexings stehen weniger männliche Kälber zur Verfügung und diese gehen vermehrt in die Grossviehmast.

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 02/2021

15.01.21 | Die Produktion von Konsummilch und insbesondere von UHT-Milch kann als Corona-Krisenbarometer dienen. Je mehr die Leute zu Hause bleiben, umso mehr Konsummilch kaufen sie. UHT-Milch lässt sich zudem gut lagern. In den ersten 11 Monaten des Jahres 2020 wurde 7,6 % mehr UHT-Milch produziert als in derselben Periode des Jahres 2019. Ein deutlicher Anstieg war im März und im November 2020 zu verzeichnen.

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
Agristat Aktuell 12-20: Das Landwirtschaftsjahr 2020 – Rückblick und Ausblick

11.01.21 | Ein erfolgreiches Jahr 2020 - Nicht alle Probleme sind gelöst - Die Konsumenten ändern ihren Speisezettel - Der Bio-Anteil wächst - Die Inlandproduktion sinkt im Verhältnis zum Verbrauch - Die Konsumenten und Steuerzahler als Kunden

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Dezember 2020

11.01.21 | Das Jahr 2020 endete mit einem milden Monat Dezember. In der Südschweiz und in den Alpen fielen grosse Schneemengen. Regional gab es v.a. auf der Alpennordseite teilweise sehr wenig Sonnenschein. Insgesamt war das Jahr 2020 genauso warm wie das Trockenjahr 2018. Das Jahr startete mit dem mildesten Winter seit Messbeginn. Auch der Frühling war überdurchschnittlich warm und gleichzeitig sehr trocken. Die Niederschläge kamen in den meisten Regionen ab Ende April jedoch noch rechtzeitig und verhinderten ein neues Trockenjahr. Mit zwei gemässigten Hitzewellen fiel der Sommer 2020 moderat aus. In Erinnerung bleiben werden v.a. die regenreichen Unwetter von Ende August in der Südschweiz. Auch der Oktober brachte grosse Regenmengen, welche die letzten Ernten des Jahres erschwerten. Das Jahr 2020 war insgesamt überdurchschnittlich warm und sonnig sowie eher trocken. Für die Landwirtschaft waren dies an den meisten Standorten günstige Voraussetzungen.

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 01/2021

08.01.21 | Aufgrund des abnehmenden Rindviehbestandes werden immer weniger Kühe geschlachtet und die Produktion von Kuhfleisch nimmt ab. In den letzten zehn Jahren ging die Produktion im Mittel jährlich um 0,9 % zurück. Die zu-nehmende Umstellung auf Mutterkuhhaltung mit längerer Nutzungsdauer der Kühe und die Optimierung der Milchviehhaltung (längere Nutzungsdauer, weniger Aufzucht) verstärken diese Entwicklung. Kurzfristig führte das Trockenjahr 2018 aufgrund des Futtermangels ab zweitem Semester 2018 bis Ende erstes Semester 2019 zu einer Zunahme der Schlachtungen und tieferen Preisen. Inzwischen haben sich die Preise erholt und alles deutet auf eine weiterhin günstige Preissituation für die Landwirte hin.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Ethylenoxid ist kein Pflanzenschutzmittel

22.12.20 | In den letzten Wochen mussten verschiedene Schweizer Detailhändler Lebensmittel zurückrufen, die Ethylenoxid enthielten. In ihrer Kommunikation behaupten sie teilweise, dass es sich dabei um ein Pflanzenschutzmittel handelt. Das ist kompletter Unfug!

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 51/2020

18.12.20 | Getreide und Zucker sind im Hinblick auf die Nahrungsmittelversorgung mit Abstand die wichtigsten Produkte des Schweizer Pflanzenbaus. Im Verhältnis zum gesamten Energieverbrauch der Schweizer Bevölkerung von 39 512 Terajoule im Jahr 2019 lieferte das Inlandgetreide mit 4398 Terajoule einen Beitrag von 11,1 %. Bei den Zuckerrü-ben lag der Beitrag mit 3472 Terajoules bei 8,8 %. Während der Beitrag des Getreidebaus zur Nahrungsmittelver-sorgung in den letzten Jahren mit Ausnahme der Missernte im Jahr 2016 annähernd konstant war, ging der Bei-trag des Zuckerrübenanbaus in den letzten Jahren zurück. 2020 konnte zwar der Rückgang der Anbaufläche ge-stoppt werden, Krankheiten wie das Syndrome Basse Richesse und die viröse Vergilbung beeinträchtigen jedoch den Ertrag und den Zuckergehalt der Rüben. Somit ergibt sich auch 2020 keine Trendwende.

Mehr lesen