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Neues Beitragseinzugssystem für Rindvieh- und Schweinehalter

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 22. Januar 2018

Ab dem 1. Februar 2018 erhalten Rindvieh- und Schweinehalter direkt eine Rechnung für ihre Beiträge an den Schweizer Bauernverband (SBV). Die Identitas verschickt diese im Auftrag des SBV. Er setzt diese Mittel für Leistungen zugunsten der Viehwirtschaft ein.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) übernimmt übergeordnete Aufgaben und erbringt Leistungen für die gesamte Landwirtschaft und alle Bauernfamilien. Dazu gehören die nationale politische Arbeit, die Bearbeitung von übergeordneten Marktfragen, Kommunikation und Marketing sowie eine breite Palette an Dienstleistungen. Die Finanzierung der Arbeit des SBV basiert zu zwei Dritteln aus selbst erwirtschafteten Einnahmen oder verrechneten Dienstleistungen und einem Drittel aus Mitgliederbeiträgen. 60 Prozent der Mitgliederbeiträge zahlendie kantonalen Bauernverbände auf Grundlage der Flächen.

40 Prozent steuern die Produzentenorganisationen bei. Das Total von 2.27 Millionen Franken ist seit den 90-er Jahren trotz gestiegenen Herausforderungen unverändert. Neu erfolgt die Festlegung des Beitrags für die einzelnen Produktionszweige auf Basis des Durchschnittswerts der Endproduktion der letzten drei Jahre. Die Delegiertenversammlung des SBV hat das entsprechende Reglement am 23. November 2017 verabschiedet. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Organisationen wird ab 2018 auch das Inkasso der Beiträge der Rindvieh- und Schweinehalter an den SBV auf ein neues Fundament gestellt. Neu stellt die Identitas den Beitrag direkt bei den Tierhaltern in Rechnung.

Die Rindvieh- und Schweinehalter profitieren von den Arbeiten des SBV. Für sie ist ein griffiger Grenzschutz von existenzieller Bedeutung. Auch bei der Beschaffung von Mitteln für Marktentlastungsmassnahmen, der Raumplanung, der Markttransparenz, den Deklarationsregeln und der Auslobung der Herkunft Schweiz, die Dienstleistung QM-Schweizer Fleisch oder der Sensibilisierung der Konsumenten unterstützt die Arbeit des SBV ihren Erfolg am Markt.

Mit der Umstellung entfallen die bisher durch die Organisationen der Viehwirtschaft entrichteten Beiträge an den SBV für das Schlachtvieh. Die Schweizer Milchproduzenten SMP beispielsweise haben ihre direkten Beiträge deshalb bereits vorgängig per 1. Mai 2017 um zehn Prozent gesenkt. Auch Mutterkuh Schweiz reduziert den Mitgliederbeitrag entsprechend dem wegfallenden Betrag.

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

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