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Qualität der Lämmer ist wichtig

Marktkommentar vom 03. Mai 2019 in der BauernZeitung

Nach monatelangem Verharren auf Fr. 11.10 ist endlich Bewegung beim Lammpreis auf dem Markt festzustellen. Die Wanderherden durften im vergangenen Winter von gutem Wetter profitieren. Zum Winterende wurden viele Tiere aus den Herden mit ausgezeichnetem Ausmastgrad geschlachtet. Trotz des höheren Angebots sind die Preise in dieser Zeit nicht gesenkt worden. Die Aktivitäten der Abnehmer werden von den Produzenten sehr geschätzt. Die rückläufigen Auffuhren an den öffentlichen Märkten und die freundliche Nachfrage führten ab 29. April zu einer Preiserhöhung von 30 Rp. je Kilo Schlachtgewicht auf Fr. 11.60 für T3-Lämmer.  Abgehende Mutterschafe waren in der letzten Zeit zurück gestaut, daher hat sich deren Preis nicht erhöht. Es ist zu hoffen, dass die angestauten Mutterschafe bald verwertet werden und der Preis für ältere Schafe ansteigt. Klar zu beobachten ist, dass vor muslimischen Feiertagen in der Schweiz Lämmer und Schafe sehr gesucht sind. In den kommenden Wochen sind Lämmer laufend abzusetzen. Die Qualität bleibt zentral, der Ausmastgrad 3 bei den Schlachtkörpern sollte erreicht werden. Konsumenten,  die ein gutes Produkt im Laden kaufen,  machen Werbung für Schweizer Lammfleisch und sie werden wieder Schweizer Lammfleisch kaufen.

Peppino Beffa

Präsident Schweizer Schafzuchtverband

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11.11.22 | Bei den landwirtschaftlichen Kulturen der Schweiz gibt es über längere Zeiträume deutliche Veränderungen. So lag die Anbaufläche des Maises bis 1955 unter 5000 Hektaren. Die wärmeliebende Pflanze aus Mexiko musste zuerst züchterisch bearbeitet werden, damit sie in der Schweiz erfolgreich angebaut werden konnte. In der Folge stieg die Anbaufläche in den 60er und 70er Jahren rasant an. Inzwischen ist die Fläche ziemlich stabil mit 62 881 Hektaren im Jahr 2021. Dies entspricht 23 % der offenen Ackerfläche von 276 496 Hektaren. Die Kultur wird zur Körnergewinnung genutzt oder als ganze Pflanze verfüttert, hauptsächlich als Silage. Mit Hinblick auf den vieldiskutierten Klimawechsel stellt sich die Frage, ob es weitere Kulturen mit einem ähnlichen Entwicklungspotenzial gibt. In den letzten Jahren kamen viele neue oder wieder entdeckte Kulturen wie Hirse, Sorghum, Quinoa, Reis, Soja, Linsen, Buchweizen und Kichererbsen in die Schweiz. Aktuell besetzen diese Kulturen erst kleine Flächen. Dies kann sich jedoch ändern.

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Agristat Aktuell 10-22: Getreide: Inlandproduktion und Importe verarbeiteter Produkte

10.11.22 | Getreide spielt eine zentrale Rolle in unserer Ernährung und macht etwas mehr als die Hälfte der offenen Ackerfläche aus. In den letzten 100 Jahren hat sich die Getreidefläche stets verändert; in der letzten Dekade verlief die Entwicklung allerdings mehrheitlich konstant. Dies gilt grösstenteils auch für die Inlandproduktion, die allerdings aufgrund meteorologischer, klimatischer und wirtschaftlicher Bedingungen Schwankungen unterliegen kann. Bei den Importen zeigt sich die Sachlage komplexer: Während sich die Importe von Getreide und Mehl über die Jahre konstant entwickelt haben, nahmen die Importe verarbeiteter Getreideprodukte stetig zu. Dies gilt vor allem für Teiglinge sowie für Back- und Konditoreiwaren. Diese Importe setzen die inländische Verarbeitung unter Druck und führen oft dazu, dass inländischer Brotweizen deklassiert werden muss.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Oktober 2022

10.11.22 | Der Oktober 2022 war der wärmste seit Messbeginn 1864. Im landesweiten Mittel stieg die Temperatur dank milden West- und Südwestströmungen um 3,7 Grad über die Norm 1991-2020. Der Oktober war sogar wärmer als der vorangehende September. Niederschläge fielen vor allem im letzten Monatsdrittel und waren insgesamt eher unterdurchschnittlich. Grössere Regenmengen wurden im Wallis, auf der Alpensüdseite und in Graubünden registriert. Mit 7805 Schadenmeldungen bis Ende September war 2022 vergleichsweise stark von Hagel betroffen (Tabellen 1.4 und 1.5). Das Ausmass war jedoch deutlich geringer als im extremen Vorjahr mit 11 501 Schadenmeldungen bis Ende September. Bei den Elementarschäden ist die Situation ähnlich (Tabellen 1.6 und 1.7). Bis Ende September lagen 1685 Schadenmeldungen vor. Dies ist deutlich weniger als im Vorjahr mit 2353 Schadenmeldungen, aber dennoch ein eher hoher Wert. Im August 2022 war die nicht ständige ausländische Wohnbevölkerung, die in der Landwirtschaft tätig war, mit 4462 Personen deutlich tiefer als 2021 (5134) und 2020 (5240).

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Woche 44-2022

04.11.22 | Die Schweizer Landwirtschaft liefert einen hohen Anteil der in der Schweiz konsumierten Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Die Inlandproduktion an tierischen Nahrungsmitteln belief sich 2020 auf 94 % des Verbrauchs. Einerseits kann ein grosser Teil der Schweizer Landwirtschaftsfläche (das Grasland) nur mit Wiederkäuern (Rin-der, Schafe, Ziegen) sinnvoll genutzt werden. Andererseits kam der Pflanzenbau in der Schweiz ab Ende des 19. Jahrhunderts (Aufkommen der Eisenbahn und der Dampfschifffahrt) durch zunehmende Importe unter Druck. An dieser Situation hat sich insgesamt wenig geändert. Im Jahr 2021 lag die Inlandproduktion von pflanzlichen Nahrungsmitteln im Verhältnis zum Verbrauch bei 39 %. Falls der Anteil der Schweizer Landwirtschaft im Pflanzenbau gestärkt werden soll, dann muss dazu das entsprechende wirtschaftliche Umfeld geschaffen werden. Für 2021 wird erwartet, dass das Verhältnis der Inlandproduktion von pflanzlichen Nahrungsmitteln zum Verbrauch aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen deutlich zurückgeht. Agristat wird die Nahrungsmittelbilanz 2021 mit den entsprechenden Details am 12. Dezember 2022 publizieren.

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28.10.22 | Die Ernten schwanken im Pflanzenbau von Jahr zu Jahr beträchtlich. 2017 haben Spätfröste v.a. den Obst- und Weinbau stark beeinträchtigt. Das Jahr 2020 lieferte im Allgemeinen erfreuliche Ernten. 2021 haben Spätfröste, Hagel und Nässe mit wenigen Ausnahmen zu sehr schlechten Resultaten geführt. Im laufenden Jahr hat die Trockenheit teilweise Spuren hinterlassen. Dennoch ist die Situation deutlich besser als im Vorjahr. Für die Landwirtschaftsbetriebe stellt sich angesichts der stark steigenden Kosten allerdings die Frage, ob die Rechnung am Jahresende wirtschaftlich aufgeht.

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21.10.22 | Gemäss Schätzung sind die Flächen von Dinkel und Hafer im laufenden Jahr deutlich angestiegen (+20 % bzw. +47 %). Dinkel war vor 100 Jahren eine wichtige Getreideart mit einer Fläche von mehr als 20 000 Hektaren. Nach einem stetigen Rückgang erreichte die Fläche im Jahr 2000 mit 1404 Hektaren den absoluten Tiefpunkt. Inzwi-schen ist die Fläche auf geschätzte 7961 Hektaren angestiegen. Das ursprüngliche Getreide ist bei den Konsu-menten immer beliebter. Im laufenden Jahr wird die Ernte auf ca. 29 000 Tonnen (inklusive Saatgut) geschätzt. Hafer war früher als Futter für die Pferde wichtig. Im zweiten Weltkrieg betrug die Haferfläche deshalb mehr als 40 000 Hektaren. Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft verlor der Hafer seine Bedeutung und die Fläche ging bis auf 1494 Hektaren im Jahr 2014 zurück. Inzwischen wurde der Hafer für neue Produkte wie die Hafer-milch entdeckt. Die Fläche wird im laufenden Jahr auf 2825 Hektaren geschätzt.

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Woche 41-2022

14.10.22 | Das Nettounternehmenseinkommen der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR, erstellt durch das Bundesamt für Statistik) entspricht in etwa dem einzelbetrieblichen landwirtschaftlichen Einkommen gemäss der zentralen Buchhaltungsauswertung (ZA, erstellt durch Agroscope). Während das gesamtwirtschaftliche Nettounternehmenseinkommen in den letzten zwanzig Jahren stagniert hat, ist das einzelbetriebliche Einkommen aufgrund der rückläufigen Zahl der Landwirtschaftsbetriebe in dieser Zeit angestiegen. Aus dem einzelbetrieblichen landwirtschaftlichen Einkommen wird der Arbeitsverdienst pro Arbeitskraft der Betriebsleiterfamilie berechnet. Lange Zeit stieg dieser aufgrund der deutlich zunehmenden Arbeitsproduktivität stärker an als das landwirtschaftliche Einkommen pro Betrieb. In den letzten Jahren nahm dieser Effekt jedoch ab. Im Detail gibt es Unterschiede zwischen der LGR und der ZA. So berücksichtigt die LGR etwa keine Versicherungsleistungen, was zumindest teilweise die unterschiedliche Entwicklung im schadengeplagten Jahr 2021 erklärt.

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Agristat Aktuell 09-22: Entwicklung des Schweizer Nutztierbestandes

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