Resolution zum Milchmarkt verabschiedet und Position Mercosur bekräftigt

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 8. April 2026

Der Vorstand verabschiedete eine Resolution zum Milchmarkt. Im Zentrum stehen die Einführung eines flexiblen Instruments zur Mengensteuerung sowie eine verbesserte Transparenz beim Kauf von C-Milch.

Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) ist besorgt über die Situation auf verschiedenen Märkten. So auf dem Schweine-, Wein- und auch auf dem Milchmarkt. Letzterer ist geprägt von einer erneuten Phase der Überproduktion, die für die Milchbetriebe zu einem sehr schmerzlichen Preisverfall bei der Industriemilch führte. Aus diesem Grund unterstützte der SBV eine von AgriJura eingereichte Resolution zuhanden der Branchenorganisation Milch. Diese sieht ein Instrument für eine flexible Mengensteuerung auf Betriebseben vor, um den Markt künftig nachhaltig zu stabilisieren und wiederkehrende Krisen zu vermeiden. Es soll möglich sein, bei den ersten Anzeichen eines Ungleichgewichts einen entsprechenden Mechanismus zur Mengenreduktion zu aktivieren, ohne dass es sich dabei um eine «versteckte Kontingentierung» handelt. Weiter fordert sie eine monatliche Transparenz beim Erstkauf von C-Milch. Die Importe im Rahmen des Veredelungsverkehrs sollen zudem mit den Anstrengungen im Einklang stehen und die Schweizer Milch auch in den Sortimenten der Detailhändler aktiv gefördert werden. Und schliesslich ist die Einhaltung der Swissnessregeln konsequent durchzusetzen. 

Mercosur: Zugeständnisse erfordern zwingend Begleitmassnahmen

Die Mitglieder des Vorstands befassten sich weiter mit internationalen Fragen und darunter dem Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Die aussenpolitische Kommission des Nationalrates wird sich demnächst mit dem Abkommen befassen. Dieses sieht Zugeständnisse im Landwirtschaftsbereich vor, welche die betroffenen Branchen auf dem Markt schwächen. Für den Vorstand ist deshalb klar: Der SBV wird dem Abkommen nur zustimmen können, wenn das Parlament der Landwirtschaft adäquate Begleitmassnahmen verbindlich zusichert.

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Michel Darbellay

Stv. Direktor
Leiter Departement Produktion, Märkte & Ökologie
Leiter Geschäftsbereich Viehwirtschaft

Telefon 078 801 16 91
E-Mail michel.darbellay@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

Stellungnahmen Teilrevision Verordnung über den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen; Vernehmlassungsverfahren

27.11.18 | Teilrevision Verordnung über den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen: Für den Schweizer Bauernverband (SBV) hat der Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen in zweifacher Hinsicht eine Bedeutung. Einerseits bringt der Kataster den Landwirten einen Nutzen, da sie ohne grossen Aufwand allfällige Nutzungsbeschränkungen auf gepachtetem Landwirtschaftsland direkt prüfen können, um gegebenenfalls die Bewirtschaftung anzupassen. Aus Sicht der Landwirtschaft und der Grundeigentümer ist es von grösster Bedeutung, dass die im ÖREB-Kataster enthaltenen Informationen zuverlässig, beständig und soweit möglich vollständig dargestellt werden.

Mehr lesen
Marktkommentar Bankvieh: starke Produktionsausdehnung

23.11.18 | Während das Segment der Kategorie Muni MT seit Mai um 0.7% stieg, verzeichneten die Rinder (RG) eine Produktionssteigerung von 6.8% und diejenige von Ochsen (OB) von 11.4%.

Mehr lesen
Stellungnahmen Bodenstrategie

23.11.18 | Bodenstrategie des BAFU: Der SBV ist der Meinung, dass die Überprüfung sich auf die zonenfremden Nutzungen konzentrieren soll. Die zonenkonforme Landwirtschaft darf nur ausserhalb Bauzone bauen und erwartet daher die ihr gebührenden Freiheiten. Bereits heute existieren dutzende von kostentreibenden Restriktion. Wenn der Bund neue Vorgaben machen will, dann soll er die finanziellen Kosten tragen. Zudem fehlen Vorschläge, wie der Kulturlandverlust durch Infrastrukturbauten und den damit verbundenen ökologischen Ausgleichsmassnahmen minimiert wird. Beim Ausbau von Strasse und Schiene sind die besten statt die billigsten Varianten zu wählen, z.B.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Bauernverband verabschiedet Resolution zur Agrarpolitik 22+

22.11.18 | Die Delegierten des Schweizer Bauernverbands verabschiedeten an der heutigen Jahresversammlung eine Resolution zur Agrarpolitik 22+. Darin fordern sie unter anderem mehr Stabilität bei den Rahmenbedingungen, die Umsetzung des neuen Artikels 104a zur Ernährungssicherheit und weniger Administration. Weitere Themen waren der Umgang mit der Trinkwasserinitiative und der Initiative für eine schweiz ohne synthetische Pestizide. Die Versammlung ehrte zudem die Siegerinnen und Sieger in den landwirtschaftlichen Berufen an den SwissSkills 2018.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 46 (12.11. – 16.11.2018)

21.11.18 | Die diesjährige Delegiertenversammlung (DV) in Bern wird komplett live auf Facebook gestreamt. Für alle, die nicht dabei sein können, besteht die Gelegenheit, die DV so trotzdem mitzuverfolgen. Zudem wird der Stream auch im Nachhinein noch auf der Facebook-Seite in voller Länge zugänglich sein. Wer auf Twitter aktiv ist, findet zusätzlich alle News zur DV unter dem Hashtag #DVSBV18.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Keine Klontiere für die Schweizer Landwirtschaft

19.11.18 | In den USA sind geklonte Tiere in der Landwirtschaft bereits allgegenwärtig. Mit dem Handel von Sperma und Embryonen gelangen geklonte Tiere oder ihre Nachkommen leicht auch in die Schweiz. Der Schweizer Bauernverband will das verhindern. Deshalb passt er die Richtlinien für sein Programm QM-Schweizer Fleisch entsprechend an.

Mehr lesen
Marktkommentar Lämmer: Schmerzgrenze liegt bei Fr. 11.10

16.11.18 | Der Lammfleischmarkt im Spätherbst 2018 wiederspiegelt die bereits seit Monaten angespannte Marktsituation.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Agrarpolitik 22+: Reform ohne Mehrwert

14.11.18 | Dem Schweizer Bauernverband gelingt es nicht, in der heute vom Bundesrat verabschiedeten Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik einen konkreten Mehrwert zu erkennen, der erneute Anpassungen auf Gesetzesebene rechtfertigen würde.

Mehr lesen