Resolution zum Milchmarkt verabschiedet und Position Mercosur bekräftigt
Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) ist besorgt über die Situation auf verschiedenen Märkten. So auf dem Schweine-, Wein- und auch auf dem Milchmarkt. Letzterer ist geprägt von einer erneuten Phase der Überproduktion, die für die Milchbetriebe zu einem sehr schmerzlichen Preisverfall bei der Industriemilch führte. Aus diesem Grund unterstützte der SBV eine von AgriJura eingereichte Resolution zuhanden der Branchenorganisation Milch. Diese sieht ein Instrument für eine flexible Mengensteuerung auf Betriebseben vor, um den Markt künftig nachhaltig zu stabilisieren und wiederkehrende Krisen zu vermeiden. Es soll möglich sein, bei den ersten Anzeichen eines Ungleichgewichts einen entsprechenden Mechanismus zur Mengenreduktion zu aktivieren, ohne dass es sich dabei um eine «versteckte Kontingentierung» handelt. Weiter fordert sie eine monatliche Transparenz beim Erstkauf von C-Milch. Die Importe im Rahmen des Veredelungsverkehrs sollen zudem mit den Anstrengungen im Einklang stehen und die Schweizer Milch auch in den Sortimenten der Detailhändler aktiv gefördert werden. Und schliesslich ist die Einhaltung der Swissnessregeln konsequent durchzusetzen.
Mercosur: Zugeständnisse erfordern zwingend Begleitmassnahmen
Die Mitglieder des Vorstands befassten sich weiter mit internationalen Fragen und darunter dem Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Die aussenpolitische Kommission des Nationalrates wird sich demnächst mit dem Abkommen befassen. Dieses sieht Zugeständnisse im Landwirtschaftsbereich vor, welche die betroffenen Branchen auf dem Markt schwächen. Für den Vorstand ist deshalb klar: Der SBV wird dem Abkommen nur zustimmen können, wenn das Parlament der Landwirtschaft adäquate Begleitmassnahmen verbindlich zusichert.
Rückfragen
Michel Darbellay
Stv. Direktor
Leiter Departement Produktion, Märkte & Ökologie
Leiter Geschäftsbereich Viehwirtschaft
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