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SBV-News Nr. 31

Notiz­ der Woche

200'000 Kühe töten und so das Klima retten: Mit dieser Meldung schafft es Irland in diesem Sommerloch in alle Medien. Sofort kam die Frage auf, ob das auch für die Schweiz ein möglicher Weg ist. Ist es nicht! Aus verschiedenen Gründen: Unter anderem, weil die Kühe und ihre Methanemissionen zu Unrecht dermassen am Pranger stehen. Der SBV hat diese Woche einen Bericht dazu publiziert. Mit mehr Biogasanlagen wäre gar eine klimaneutrale Tierhaltung möglich.


 

Intervention bei Coop

Der SBV intervenierte bei Coop auf das Naturaplan-Inserat «Wie wir die Natur behandeln? Gar nicht.» und teilte seinen den Unmut über eine solche Botschaft mit. Diese trägt zur Verzerrung der Wahrnehmung bei den Konsumentinnen und Konsumenten bei. Pflanzenschutz kann und lässt sich sehr wohl erklären, auch in der Bio-Produktion.

Austausch mit Frankreich zur Agrarpolitik

Mit zwei Vertretern des französischen Bauernverbands tauschte sich der SBV zum Thema Weiterentwicklung der Agrarpolitik aus. Frankreich will in Zukunft hauptsächlich die Ernährungssouveränität sichern, die Energieabhängigkeit reduzieren sowie die Klimaerwärmung bekämpfen. Entscheidend wird auch der weitere Verlauf des Kriegs Russlands in der Ukraine sein, da letztere eine wichtige Handelspartnerin der EU-Länder ist. Die Kollegen aus Frankreich gehen davon aus, dass sich die Europa-Wahlen im nächsten Jahr ebenfalls entscheidend auf die Agrarpolitik auswirken werden.

Statistiken

Agristat hat das Kapitel 3 «Viehwirtschaft» der Publikation Statistische Erhebungen und Schätzungen veröffentlicht. Während die Bestände der Rinder, Schweine, Schafe, Equiden und Ziegen in den letzten zwanzig Jahren stabil oder leicht rückläufig waren, stieg das Geflügel stetig an. Die Zunahme zum Vorjahr beträgt 4.3 Prozent. Die Rohholzpreiserhebung von Agristat vom Mai/Juni zeigt, dass die Stammholzpreise innert zwei Jahre um 40 Prozent angestiegen sind, jene für Energieholz um 20 Prozent. Der Hintergrund sind die durch den Kriegs Russlands in der Ukraine ausgelösten hohen Preise für Energiemittel. Energieholz tendiert zu langfristigen Verträgen, während Rohholz eher kurz- oder mittelfristig gehandelt wird.

Wanderung mit Bundesrat Ignazio Cassis

Die Tradition wird fortgesetzt: Dieses Jahr wanderte Bundesrat Ignazio Cassis mit ausgelosten Leserinnen und Lesern der Zeitschriften «Schweizer Illustrierte» und «Illustré» durch die Gotthardregion. Dabei sprach er mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretenden des Schweizer und Tessiner Bauernverbands und speiste auf der Alp Sorescia. Der SBV nutzte die Gelegenheit, die Landwirtschaft zu zeigen, für deren einzigartige Produkte zu werben und den Kontakt zu pflegen.