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Arbeitskräftevermittlung

Sie sind aufgrund des Corona-Ausnahmezustands auf der Suche nach Arbeitskräften für Ihre Betriebe oder möchten in der Landwirtschaft aushelfen? Das sind die Varianten (Mehrfachnutzung möglich):

Zu beachten: Egal, welchen Weg man wählt: Die Bauernfamilien müssen sich bewusst sein, dass das so rekrutierte Personal in den meisten Fällen keine Vorkenntnisse hat und in die Arbeit eingeführt werden muss. Ebenso, dass ein häufigerer Wechsel erforderlich ist, weil nicht alle Leute die ungewohnt harte Arbeit für längere Zeit durchhalten werden.

Agrix.ch

Ab sofort steht mit www.agrix.ch eine nationale Plattform für die Vermittlung von offenen Stellen in der Landwirtschaft aufgrund des Coronavirus zur Verfügung. Die in der Westschweiz bereits genutzte und vom Waadtländer Bauernverband Prometerre betriebene Vermittlungs-Plattform ist neu auch auf Deutsch und national nutzbar. Landwirtschaftsbetriebe, die Mitarbeitende suchen, können ihre Arbeitsplätze sichtbar machen. Im Gegenzug können sich auch Personen, die zurzeit keiner Arbeit nachgehen (können), ebenfalls registrieren oder nur schauen, wo in ihrer Umgebung Bedarf besteht. Auf der Einstiegsseite der Plattform sind auch alle wichtigen Informationen zum Thema Arbeitsverträge, Löhne und beim Anstellen von Personen (auch solchen mit Kurzarbeit) zu finden.

Agrarjobs

Das Stellenportal der BauernZeitung hat auf die aktuelle Situation ebenfalls reagiert. Auf www.agrarjobs.ch können ab sofort Gesuche und Angebote für temporäre Aushilfen platziert werden, um ausländische Saisonarbeitskräfte zu ersetzen. Das Portal ist normalerweise kostenpflichtig und es muss aufgrund der aktuellen Eingabemasken auch eine Rechnungsadresse eingegeben werden. Agrarjobs verschickt aber für die Kategorie «temporäre Aushilfe» keine Rechnungen.

Coople

Ist eine Personalverleih Plattform, die normalerweise flexibles Personal an Unternehmen in der Gastronomie, den Einzelhandel, Lagerhäuser und Eventorganisatoren vermittelt. Aufgrund der aktuellen Situation suchen viele der 300’000 registrierten «Coopler» kurzfristig nach neuen Arbeitsmöglichkeiten. Coople offeriert daher ein spezielles Angebot für die Landwirtschaft und bietet den Vermittlungs-Service zum Selbstkostenpreis an. Die Landwirte können mit Kosten pro Arbeitsstunde ab ca. 17 Franken/Stunde rechnen. Diese enthalten den Bruttolohn, alle Sozialabgaben, und den administrativen Aufwand, denn Coople regelt alles Vertragliche und die Lohnabrechnung. Dieses Merkblatt informiert die interessierten Betriebe über das Vorgehen und die Vorteile.  

Vernetzt über «Landwirtschaft mit Zukunft»

Auch die Bewegung von «Landwirtschaft mit Zukunft» hat eine Plattform eingerichtet, die arbeitswillige Schweizerinnen und Schweizer mit Bäuerinnen und Bauern vernetzten will, die Hilfe auf ihren Feldern brauchen. Auch dort gilt: Betriebe können ihren Bedarf an Arbeitskraft in den kommenden Tagen oder Wochen auf der Plattform melden. Freiwillige Helfer nehmen direkt Kontakt auf mit dem Betrieb, auf dem sie mitarbeiten möchten. 

Stellenplattform z’Alp für die Alpwirtschaft

Z’Alp ist die Stellenplattform speziell für die Vermittlung von Arbeitskräften in der Alpwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Die Aufgabe eines Inserats ist gratis. Wenn Sie auf der Suche für Personal in der Alpwirtschaft sind, haben Sie hier eventuell bessere Chancen, eine Person mit Erfahrung in Alp- oder Landwirtschaft zu finden.

Vermittlung über die kantonalen Behörden

Der SBV fordert die Arbeitgeber in jedem Fall auf, ihre offenen Stellen auch den zuständigen kantonalen Stellen zu melden (telefonisch oder via Jobroom). Auch diese können Arbeitskräfte auf Betriebe vermitteln.

Facebook

Facebook eignet sich, um selber und unkompliziert mit Leuten in der Umgebung Kontakt aufzunehmen. Eine entsprechender «Post» mit einem Aufruf, für wann man wie viele Leute benötigt, lässt sich durch eine Bewerbung sehr gezielt in der näheren Umgebung des Hofes ausspielen. Das funktioniert ganz unabhängig von der Grösse des «Freundeskreises». Wenn jemand dabei Hilfe braucht kann er sich an: webmaster@hellosbv-usp.ch wenden.

Vermittlung im Kanton Tessin

Im Kanton Tessin betreibt der Tessiner Bauernverband (Unione Contadini Ticinesi) eine eigene Vermittlungsplattform für Arbeitskräfte. Auch dort können sowohl die Betriebe ihren Bedarf an Personal kundtun, und Arbeitswillige und -suchende ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen.

Rückfragen

Sandra Helfenstein

Schweizer Bauernverband
Stv. Leiterin Departement Kommunikation und Services
Co-Leiterin Kommunikation, Bereich Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Mediensprecherin

Telefon 056 462 52 21
Mobile 079 826 89 75
E-Mail sandra.helfenstein@sbv-usp.ch

Monika Schatzmann

Schweizer Bauernverband
Leiterin Agrimpuls

Telefon 056 461 78 41
E-Mail monika.schatzmann@agrimpuls.ch

Medienmitteilungen
Landwirtschaftsbetriebe sind «versorgungsrelevant»

01.04.20 | Landwirtschaftsbetriebe sind gemäss Bestätigung des Bundes relevant für die Versorgung der Schweiz und können ihre Arbeit weiterführen. Der Schweizer Bauernverband sucht weiter nach Lösungen für die von Corona betroffenen Betriebe und begrüsst die heute vom Bundesrat beschlossenen Entlastungsmassnahmen im Fleischbereich.

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Stellungnahmen 09.503 Pa.Iv. Stempelsteuer schrittweise abschaffen und Arbeitsplätze schaffen

30.03.20 | Stellungnahme: 09.503 Pa.Iv. Stempelsteuer schrittweise abschaffen und Arbeitsplätze schaffen Sehr geehrte Damen und Herren Mit Ihrem Schreiben vom 16. Januar 2020 laden Sie uns ein, zur oben genannten Vorlage Stellung zu nehmen. Für die uns gegebene Möglichkeit danken wir Ihnen bestens und sind gerne bereit, uns in dieser Angelegenheit ver-nehmen zu lassen. Die Landwirtschaft ist von der Abschaffung der Stempelsteuer nicht direkt betroffen. Allerdings sind zahlreiche Reformen (wie STAF, Reform der Verrechnungssteuer, Kinderdrittbetreuungskosten, Revision des Aktienrechtes, Aufhebung der Industriezölle, Erhöhung der Pauschalabzüge bei der direkten Bundessteuer, Abschaffung der Hei-ratsstraffe usw.) verabschiedet oder in deren Vorbereitung. Die finanziellen Auswirkungen können hierzu noch nicht abgeschätzt werden. Berücksichtigt man aber die prognostizierten Mindereinnahmen von rund zwei Milliar-den Franken pro Jahr infolge der Abschaffung der Umsatz- und der Versicherungsabgaben, wird sich der finanz-politische Handlungsspielraum des Bundes drastisch verringern. Mit all den geplanten Reformen sind die finanziellen Auswirkungen nicht abzuschätzen. Zudem sind keinerlei Kom-pensationsmassnahmen vorgesehen. Es ist mehr als nur fraglich, ob die Steuerausfälle beim Wegfall der Stempel-steuer mittelfristig kompensiert werden können. Vielmehr muss aufgrund der Schuldenbremse davon ausgegan-gen werden, dass Sparmassnahmen eingeleitet werden müssen, um den Bundeshaushalt ins finanzielle Gleichge-wicht zu bringen. Wir teilen deshalb die Befürchtung der Kommissionminderheit, dass es angesichts der zahlreichen laufenden und anstehenden Steuerreformen unverantwortlich ist, auf die Vorentwürfe - ohne dass eine wirklich ausgewiesene Notwendigkeit besteht - einzutreten. Aus diesem Grund lehnt der SBV die beiden Vorentwürfe ab. Wir hoffen, dass Sie unser Anliegen berücksichtigen, und danken Ihnen nochmals für die Möglichkeit zur Stellung-nahme.

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Standpunkte
Und plötzlich ist alles anders

26.03.20 | Wer hätte sich die aktuelle Situation im Vorfeld vorstellen können? Niemand! Uneingeschränkte Reisetätigkeit, Warenfluss über den ganzen Erdball hinweg und jederzeit volle Regale schienen für alle Ewigkeit zu gelten. Und nun das: Grenzen zu, Schulen zu, kaum noch Flugverkehr, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Mobilisierung von Teilen der Armee, leer gekaufte Gestelle und vieles mehr, was ausserhalb unserer Vorstellung lag. Die Corona-Krise führt auch in der Landwirtschaft zu vielen Fragen und Unsicherheiten. Der Schweizer Bauernverband (SBV) setzte bereits am Tag, als der Bundesrat die ausserordentliche Lage erklärte, eine Task-Force ein. Der neue Direktor Martin Rufer stellt den Kontakt zu den involvierten Bundesstellen sicher. Francis Egger ist die Kontaktperson zur Westschweiz und ich zur Deutschschweiz, Sandra Helfenstein obliegt die Kommunikation. Mit Unterstützung der Mitarbeitenden, aber auch der Mitgliedsektionen und Partner, bearbeiten wir die Herausforderungen, welche die Ausnahmesituation für alle Beteiligten mit sich bringt. Im Vordergrund steht die Sicherung der Versorgung. Da viele ausländische Arbeitskräfte nicht kommen können oder wollen, ist ein massgeblicher Faktor die Verfügbarkeit von genügend Personal für die anstehenden Arbeiten. Wir haben eine in der Westschweiz bereits bestehende Plattform auf Deutsch angepasst und zeigen auf unserer Webseite weitere Möglichkeiten auf, wie die Betriebsleitenden Arbeitskräfte im Inland finden können. Auch sonst sind verschiedene Betriebe von der aktuellen Situation betroffen und suchen Hilfe und Unterstützung. Für Themen von allgemeinem Interesse haben wir auf der Webseite eine «Fragen&Antworten»-Seite eingerichtet: Falls Sie Fragen haben, die dort oder über die Informationen des Bundesamtes für Landwirtschaft nicht abgedeckt sind, können Sie diese senden an: corona@sbv-usp.ch. Wir sind für Sie da! Neben Corona gilt es den Betrieb des SBV unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Und Sie, liebe Bäuerinnen und Bauern, führen der Schweiz vor Augen, welche grosse Bedeutung einer Produktion vor Ort zukommt. Auch für Ihren Einsatz darf man klatschen! Urs Schneider, Stv. Direktor SBV, Corona-Task Force, Brugg

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Medienmitteilungen
Plattformen für die Arbeitsvermittlung in der Landwirtschaft

25.03.20 | Ab sofort stehen mit agrix.ch oder agrarjobs.ch kostenlose Plattformen für die Vermittlung von offenen Stellen in der Landwirtschaft aufgrund des Coronavirus zur Verfügung. Weitere Möglichkeiten sind online zu finden.

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Medienmitteilungen
Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

21.03.20 | Der Schweizer Bauernverband und seine Mitgliedsektionen bearbeiten intensiv die verschiedenen Probleme und offenen Fragen, die sich aus dem Corona-Ausnahmezustand für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie die Bauernfamilien ergeben.

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Medienmitteilungen
Vorgängige Anmeldung für Einreise erforderlich!

20.03.20 | Noch bis zum nächsten Donnerstag können ausländische Arbeitskräfte nur mit Arbeitsvertrag in die Schweiz einreisen. Sie müssen aber vorgängig den Behörden gemeldet worden sein. Der Schweizer Bauernverband stellt dafür ein Formular zur Verfügung.

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Medienmitteilungen
Ausländische Arbeitskräfte: Sofortiges Handeln nötig!

18.03.20 | Die Schweizer Grenzen sind wegen des Corona-Virus geschlossen. Damit ausländische Arbeitskräfte in die Schweiz einreisen können, brauchen sie eine offizielle Aufenthaltserlaubnis. Die Arbeitgeber müssen diese sofort beantragen.

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Medienmitteilungen
Neuerungen bei der Stellenmeldepflicht

10.12.19 | Bei der auf den 1. Juli 2018 eingeführten Stellenmeldepflicht gibt es auf Anfang 2020 Neuerungen. Damit fallen ab 1. Januar sämtliche Hilfskräfte in der Landwirtschaft darunter, auch jene mit Gemüse- und Weinbau. Alle offenen Stellen sind folglich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zu melden. Der Schweizer Bauernverband hat sein Merkblatt zur Stellenmeldepflicht überarbeitet.

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