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UNO-Jahr der Landwirtinnen
Die UNO hat 2026 zum internationalen Jahr der Landwirtinnen erklärt. Die Organisation will damit die zentrale Rolle der Frauen in der Landwirtschaft weltweit sichtbar und bekannter machen. Die Ziele des Jahres sind:
- Die Leistungen der Landwirtinnen für die Ernährungssicherheit und die ländliche Entwicklung zu würdigen.
- Die Gleichstellung zu fördern.
- Die strukturellen Ungleichheiten in Bezug auf den Zugang zu Ressourcen, Bildung und Entscheidungspositionen abzubauen.
Frauen in der Schweizer Landwirtschaft
Nach wie vor dominieren klassische Familienbetriebe unsere Landwirtschaft. In diesen sind mehr oder weniger alle Familienmitglieder und oft mehrere Generationen eingespannt und die Rollenteilung ist auf den ersten Blick oft traditionell. Die Männer sind die Chefs auf dem Hof, die Frauen kümmern sich in erster Linie um Kinder, Haushalt, Verpflegung und Garten und springen bei Engpässen auf dem Betrieb ein. Doch bei genauerem Hinschauen haben Frauen schon längst andere Rollen übernommen. Sie managen Betriebszweige wie z.B. die Direktvermarktung, sind ebenbürtige Mitbewirtschafterinnen und sie übernehmen zunehmend als Hauptverantwortliche den elterlichen Betrieb. Damit steigt langsam, aber sicher der Anteil der Landwirtinnen, Betriebs(zweig)leiterinnen und Praktikerinnen in der Landwirtschaft. Offiziell werden mittlerweile fast 8% der landwirtschaftlichen Betriebe in der Schweiz von Frauen geleitet. Neben einer veränderten Stellung der Frauen in der gesamten Gesellschaft und einem neuen Selbstverständnis der Frauen selbst hilft es auch, dass die moderne Landwirtschaft dank Mechanisierung und Automatisierung weniger körperliche Kraft verlangt.
Nach wie vor viele Herausforderungen
Es ist jedoch nach wie vor nicht selbstverständlich und problemfrei, als Frau einen Betrieb oder einen Betriebszweig zu leiten. Frauen sind mit verschiedenen Herausforderungen sowie fremden und eigenen Ansprüchen konfrontiert, die Männer weniger kennen. Das gilt speziell dann, wenn Kinder da sind.
Engagement für die Rolle der Frau
Auch die gesamte Gesellschaft hat sich noch wenig an Frauen als Chefinnen in der Landwirtschaft gewöhnt. Der Schweizer Bauernverband, die BFH-HAFL sowie Bauernzeitung/Agri haben sich deshalb zusammengetan, um das UNO-Jahr der Landwirtinnen für Aktivitäten in der Schweiz zu nutzen. Sie wollen analog der UNO die Frauen mit einer aktiven Rolle in der Landwirtschaft sichtbar machen, stärken, untereinander vernetzen und für das Engagement in der Branche gewinnen.
Herzstück der Aktivitäten sind Portraits in BauernZeitung/Agri sowie ein Netzwerkanlass am 6. November 2026 in der Deutschschweiz (Aarau) und am 13. November 2026 in der Westschweiz (Yverdon).
Ab April 2026 zeigt das Freilichtmuseum Ballenberg im Rahmen des UNO-Jahres die Ausstellung «Frauen in der Landwirtschaft: gestern – heute – morgen».
Kontaktperson
Sandra Helfenstein
Schweizer Bauernverband
Leiterin Departement Kommunikation und Marketing
Geschäftsbereich Medien & Kampagnen
Mediensprecherin
Telefon 056 462 52 21
Mobile 079 826 89 75
E-Mail sandra.helfenstein@sbv-usp.ch