Fachbewilligung Pflanzenschutz: Alle müssen JETZT handeln!

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 18. Mai 2026

Wer ab dem 1. Januar 2027 über keine gültige, digitale Fachbewilligung Pflanzenschutz verfügt, kann keine Pflanzenschutzmittel mehr kaufen und darf auch keine ausbringen. Auch wer bereits eine Fachbewilligung oder eine anerkannte Ausbildung hat, muss diese zwingend bis zum 30. Juni 2026 eintauschen und sich dafür in ein zentrales Register eintragen.

Ab dem 1. Januar 2027 verlangt der Bund für den Kauf und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln eine gültige Fachbewilligung. Auch wer bereits über eine anerkannte Ausbildung oder eine bestehende Fachbewilligung verfügt, muss sich bis spätestens 30. Juni 2026 in ein zentrales Register eintragen. Das gilt auch für jene Personen, die im Grünland Einzelstockbehandlungen z.B. von Blacken vornehmen wollen, sowie für Bio-Betriebe. 

Die Umstellung erfolgt nicht automatisch: Die Registrierung muss aktiv vorgenommen werden! Wer sich nicht rechtzeitig registriert, muss (erneut) eine Prüfung ablegen. Die künftig gültige Fachbewilligung wird digital ausgestellt. Alle relevanten Informationen zum Vorgehen und zu den verschiedenen Bewilligungstypen sind auf der Webseite des Bundes (Stichwortsuche «Fachbewilligung Pflanzenschutzmittel») zu finden. 

Diese Massnahme des Bundes ist Teil des Nationalen Aktionsplans zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Ziel ist es, die Risiken für Mensch, Tier und Umwelt zu minimieren. 

Was ist AGOV und warum lohnt es sich?

AGOV ist das neue Behörden-Login der Schweiz. Damit kann man sich bei den Online-Diensten von Bund, Kantonen und Gemeinden anmelden. Auch für den Zugang auf die verschiedenen digitalen Plattformen der Landwirtschaft kann man AGOV nutzen. Es funktioniert ohne klassisches Passwort und gilt deshalb als einfacher und sicherer. Am einfachsten nutzt man dafür die AGOV «Access App» auf dem Smartphone. Wer AGOV das erste Mal nutzt, muss sich registrieren. Anschliessend ist es sehr einfach. Wenn man sich für eine behördliche Online-Plattform anmelden will, scannt man mit der APP den gezeigten QR-Code und bestätigt den Zugang z.B. mit seinen biometrischen Daten (Gesicht oder Fingerabdruck) oder einem Pin. 

Rückfragen

Diana Fomasi

Fachverantwortliche Grundbildung

Laurstrasse 10, 5201 Brugg
diana.fomasi@agriprof.ch  
Departement Wirtschaft, Bildung & Internationales
Geschäftsbereich Agriprof

Lara Stamler

Geschäftsführerin Vereinigung Schweizer Kartoffelproduzenten
Fachverantwortliche: Getreide, Futtermittel, Digitalisierung im Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Nährstoffe, Nischenkulturen und Biolandbau

Belpstrasse 26, 3007 Bern
lara.stamler@sbv-usp.ch
Departement Produktion, Märkte & Ökologie
Geschäftsbereich Pflanzenbau

Weitere Beiträge zum Thema

Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Recycling statt Littering

19.03.18 | Der Schweizer Bauernverband (SBV) ist seit 2015 Partner der Ausstellung „Recycling City“ in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach. Die Anti-Littering-Kuh „Lisa“ führt den Besuchern seither mit ihrem Plexiglasmagen vor Augen, weshalb weggeworfene Abfälle auf Wiesen und Weiden über das Futter im Magen von Nutztieren landen und diese schwer verletzen können. Ziel des Auftritts ist, die Bevölkerung für das korrekte Entsorgen von Abfällen zu sensibilisieren.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Studie über Erfolgsfaktoren in der Milchbranche ist online

14.03.18 | Die Junglandwirtekommission des Schweizer Bauernverbands (JULA) untersuchte in einem Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) die Erfolgsfaktoren von Projekten im Milchmarkt. Die Resultate zeigen, dass transparente Beziehungen zwischen Produzent und Verarbeiter sowie engagierte Führungspersonen zentrale Voraussetzungen für gute Wertschöpfung und nachhaltige Milchpreise sind. Die vom Schweizer Bauernverband und von den Schweizer Milchproduzenten SMP unterstützte Studie ist online abrufbar.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 10 (05.03. – 09.03.2018)

14.03.18 | Der SBV reichte seine Stellungnahme zur Revision der Gewässerschutzverordnung ein. Darin begrüsst er die vom Bundesamt für Umwelt geplante Einführung von individuellen ökotoxikologischen Anforderungswerten (EQS) für ausgewählte Spurenstoffe in Oberflächengewässer. Die nach neusten wissenschaftlichen Kriterien hergeleiteten Werte betreffen 38 Pestizide, 13 Humanpharmaka und 4 Industriechemikalien. Die letzten zwei Gruppen werden neu in die Gewässerschutzverordnung aufgenommen. Dieser Schritt war längst überfällig, denn bisher gab es für die rund 30‘000 Substanzen aus unserem Alltag gar keine Regelung. Jetzt hat man endlich bei Problematischsten angefangen!

Mehr lesen
Stellungnahmen Regelung für transparentes Lobbying

13.03.18 | Nous soutenons le principe que les membres du parlement conservent la responsabilité concernant l’accès des représentants d’intérêts et que le système proposé doit être simple, peu coûteux et applicable. Il nous semble aussi justifié que le système soit également informatif : les citoyens ont à leur disposition un registre intelligible qu’ils peuvent consulter non seulement pour s’informer des mandants et des mandats des personnes représentant des intérêts au sein du Palais du Parlement, mais également afin de connaître la source parlementaire de l’accès octroyé à un représentant d’intérêts. L’USP propose la modification suivante de l’article 69b paragraphe 1 « Tout député peut faire établir deux cartes d’accès de longue durée pour des membres de sa famille, des collaborateurs personnels ou des représentants d’intérêts ».

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
AGRISTAT aktuell AGRISTAT Aktuell 02-18: Bedeutung der Landwirtschaft für den Arbeitsmarkt

12.03.18 | Obwohl die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe und damit die Anzahl der in der Landwirtschaft beschäftigten Personen stetig zurückgeht, spielt die Schweizer Landwirtschaft als Produzentin von Nahrungsmitteln wirtschaftlich eine wichtige Rolle. In der politischen Debatte interessiert die Frage, wie viele Arbeitsplätze direkt und indirekt von der heimischen Landwirtschaft abhängen. Gemäss unseren Schätzungen kann davon ausgegangen werden, dass rund 297 000 Vollzeitäquivalente oder 7,4 % in Abhängigkeit zur Schweizer Landwirtschaft stehen, 156 000 Vollzeitäquivalente oder 3,9 % hängen vollständig von der Landwirtschaft ab.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Kontraproduktiver Kahlschlag bei der Forschung

12.03.18 | Ohne Rücksprache bei den betroffenen Kreisen will der Bundesrat die Agroscope zum dritten Mal innert kürzester Zeit restrukturieren. Bis zu 600 Stellen wären betroffen. Der Schweizer Bauernverband (SBV) ist fassungslos sowohl über die Pläne wie auch das Vorgehen. Die vielen anstehenden Herausforderungen in der Landwirtschaft sprechen für einen Aus- statt Abbau der praxisorientierten Forschung. Der SBV wird sich deshalb gegen den Kahlschlag wehren.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Der schönste Blühstreifen des Landes wird belohnt!

12.03.18 | Wer hat den schönsten Blühstreifen der Schweiz? Um für diese Art von attraktiver wie nützlicher Biodversitäts-förderfläche zu werben, findet dieses Jahr ein Wettbewerb statt. Dieser ist organisiert durch den Schweizer Bauernverband in Zusammenarbeit mit Agroscope, der HAFL und dem FiBL. Tolle Preise warten auf die mitwirkenden Bauernfamilien.

Mehr lesen
Stellungnahmen Änderung der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit und Totalrevision der Verordnung über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern

12.03.18 | Der Schweizer Bauernverband (SBV) unterstützt grundsätzlich die geplanten Änderungen in der VZAE und VIntA. Die Integration von Ausländerinnen und Ausländern und auch die Massnahmen bei Nichteinhaltung der Integra-tionskriterien werden begrüsst. Die Umsetzung muss aber für die Arbeitgeber, Kantone und Bund aus administ-rativer und finanzieller Sicht tragbar sein. Die Vereinfachungen im Bereich der Anstellung von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommen sollen auf der anderen Seite nicht mit zusätzlichen Arbeitsmarktkontrollen erschwert werden. Für die Integration ist der Erwerb von Sprachkompetenzen wichtig. Wir sind aus diesem Grund der Mei-nung, dass bei Personen mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung, welche nur vorübergehend in der Schweiz arbei-ten, die Erteilung bzw. Verlängerung der Arbeitsbewilligung nicht an Sprachkompetenzen geknüpft werden darf.

Mehr lesen