Folgen der Trockenheit: Spenden für existenzbedrohte Härtefälle

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 21. August 2026

Die Migros unterstützt von der Trockenheit stark betroffene Landwirtschaftsbetriebe mit einem Betrag von 2 Mio. Franken. Dies erfolgt unabhängig von der Diskussion über Preisanpassungen, die der Schweizer Bauernverband (SBV) fordert. Der SBV dankt für dieses Zeichen der Solidarität! Das Geld wird der Bucher-Gossweiler-Stiftung überwiesen, welche die Verteilung vornehmen wird. Die Stiftung publiziert am 31. August den Ablauf und die Kriterien für die Gesuchsstellung. Im Zentrum stehen existenzbedrohte Härtefälle. Weitere Spenden von Firmen und Privaten sind herzlich willkommen. Je mehr Geld vorhanden ist, desto mehr existenzbedrohte Betriebe erhalten Hilfe, um über die Runden zu kommen. 

Migros unterstützt von der Trockenheit existenzbedrohend betroffene Landwirtschaftsbetriebe mit einem Betrag von 2 Mio. Franken. Der Schweizer Bauernverband (SBV) dankt im Namen der Schweizer Bauernfamilien für diese Hilfe! Weiterhin stehen für den SBV die Preisanpassungen im Zentrum. Diese sind der wichtigste Hebel, um Härtefälle und Betriebsaufgaben zu vermeiden. Das Geld wird in den nächsten Tagen der Bucher-Gossweiler-Stiftung überwiesen. Diese wird ab 31. August 2026 die Anträge der Landwirtschaftsbetriebe entgegennehmen, prüfen und die Verteilung gemäss definierten Kriterien vornehmen. 

Weitere Spenden sind willkommen!

Die Bucher-Gossweiler-Stiftung nimmt sehr gerne weitere Spenden von Firmen und Privaten mit dem Stichwort «Trockenheit» entgegen. Je mehr Geld eingeht, umso mehr Betriebe erhalten unkompliziert Hilfe, um die Rechnungen für Futter oder Wasser zu bezahlen. Für den Schweizer Bauernverband ist klar, dass damit nicht allen Betrieben geholfen werden kann und auch bei den unterstützten Betrieben der Schaden nur zu einem Teil gedeckt werden kann. Doch jede Unterstützung ist wichtig und sehr willkommen. 

Hilfe suchen!

Zahlreiche Betriebe leben stets an ihrer arbeitstechnischen, wirtschaftlichen und damit auch psychischen Grenze. Ein ausserordentliches Jahr mit Ernteausfällen, ungeplanten Zusatzkosten oder die neue Rinderkrankheit, können schnell der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der SBV empfiehlt allen, die nicht mehr weiterwissen, sich Hilfe zu suchen. Auf seiner Webseite gibt es unter der Rubrik Services den Punkt «Brauchen Sie Hilfe?», der eine Übersicht über Hilfsangebote aller Art enthält. Auch die kantonalen Bauernverbände und Fachorganisationen können je nach Bedürfnis auf unterschiedliche Angebote hinweisen und bei der Planung des weiteren Vorgehens helfen. Keine Lage ist aussichtslos, auch wenn es im Moment so scheinen mag. 

Bankverbindung für Spenden (Stichwort «Trockenheit»)

Anna und Paul Bucher-Gossweiler-Stiftung, Hüttenkopfstrasse 17, 8051 Zürich Aargauer Kantonalbank, 5001 Aarau, IBAN CH82 0076 1640 2840 2200 1

Rückfragen

Sandra Helfenstein

Schweizer Bauernverband
Leiterin Departement Kommunikation und Marketing
Geschäftsbereich Medien & Kampagnen
Mediensprecherin

Telefon 056 462 52 21
Mobile 079 826 89 75
E-Mail sandra.helfenstein@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 51-2024

23.12.24 | Die Landwirtschaft beantragte Notfallzulassungen für Dimethenamid-P und Halosulfuron-methyl, da das Verbot von S-Metolachlor die Bekämpfung von Erdmandelgras ab 2025 erschwert.

Mehr lesen
Standpunkte
Standpunkte Blick nach vorn

20.12.24 | «Tausend Dinge bewegen sich vorwärts, neunhundertneunzig zurück. Das ist der Fortschritt.» Mit diesem Zitat habe ich im November unsere Delegiertenversammlung eröffnet. Wir Bauernbetriebe haben gute Gründe für den Eindruck, dass es mehr rückwärts als vorwärts geht oder wir uns zumindest im Kreis drehen. So müssen wir uns stetig mit neuen Volksinitiativen herumschlagen. Wir kämpfen Jahr um Jahr mit dem Wetter oder neuen Auflagen. Wir engagieren uns für kostendeckende Preise, um dann genau so viel zu erhalten, dass wir weitermachen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Parlament will stabile finanzielle Rahmenbedingungen für die Bauernfamilien

19.12.24 | Der Nationalrat will den landwirtschaftlichen Rahmenkredit für die Jahre 2026 bis 2029 weitgehend auf demselben Niveau belassen, wie der aktuelle Rahmenkredit. Er lehnt damit den Vorschlag des Bundesrates ab, bei der Landwirtschaft zu sparen. Auch das Budget 2025 soll auf der gleichen Höhe wie im Vorjahr fortgeführt werden. Der Schweizer Bauernverband begrüsst diese Entscheide, welche der wirtschaftlichen Situation der Bauernfamilien Rechnung tragen.

Mehr lesen
SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 50-2024

16.12.24 | Der SBV reichte seine Stellungnahme zur Pa.Iv. 22.441 ein, die eine schnellere PSM-Zulassung (innerhalb 12 Monaten statt bis zu 10 Jahren) und eine stärkere Anbindung an die EU fordert. Ziel: Abbau des Staus bei Zulassungsgesuchen.

Mehr lesen
Stellungnahmen Modification de l’annexe 1 de l’OPPh

13.12.24 | Prise de position de l'USP sur la Modification de l’annexe 1 de l’OPPh.

Mehr lesen
Stellungnahmen Vernehmlassung zur parlamentarischen Initiative «Modernen Pflanzenschutz in der Schweiz ermöglichen» (22.441)

12.12.24 | Stellungnahme des Schweizer Bauernverbands zum Gegenvorschlag zur Vernehmlassung zur parlamentarischen Initiative «Modernen Pflanzenschutz in der Schweiz ermöglichen» (22.441).

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
AGRISTAT aktuell Agristat Aktuell 11-24: Nahrungsmittelbilanz 2023

10.12.24 | Die im Inland produzierte Nahrungsmittelenergie ist schon seit einigen Jahren rückläufig. Auch 2023 fiel die Produktion ausserordentlich tief aus. Ausserdem wurde viel weniger importiert als noch im Vorjahr. Daraus resultiert der tiefste Pro-Kopf-Verbrauch, der seit der Einführung der neuen Methode 2007 berechnet wurde. Der Selbstversorgungsgrad ist mit knappen 54 % weiterhin auf tiefem Niveau. Die im September dieses Jahres publizierte Lebensmittelpyramide (LMP) gab Anlass, die Empfehlungen von BLV und sge mit dem in der NMB berechneten Verbrauch zu vergleichen. Fazit: Auf den unteren Stufen (Früchte, Gemüse, stärkehaltige Nahrungsmittel) liegt der Verbrauch unter den Empfehlungen, auf den oberen Stufen (v.a. Fleisch und Fett) darüber. Zucker und Alkohol stehen in keinem Verhältnis zu der empfohlenen Men-ge. Das könnte auch daran liegen, dass die Empfehlung der LMP für die beiden Produkte sehr tief angesetzt ist, und sie daher im Alltag kaum umgesetzt werden kann.

Mehr lesen
SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 49-2024

10.12.24 | Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat die definitiven Ausgaben der Abstimmungskampagnen zur Biodiversitätsinitiativen veröffentlicht. Die Initianten haben für die Ja-Kampagne 4.1 Mio. Franken ausgegeben. Sie scheinen im Geld zu schwimmen. Die vom SBV angeführte Nein-Kampagne mit 2 Mio. Franken hat weniger als die Hälfte gekostet. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass die Initiative mit über 63% klar abgelehnt wurde.

Mehr lesen